Fotostrecke: Große Sprünge, große Dramen - DER SPIEGEL
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Fotostrecke Große Sprünge, große Dramen

Weltereignisse haben das Sportjahr 2010 geprägt - die Fußball-WM und die Olympischen Winterspiele standen im Fokus. Aber auch abseits der globalen Sportbühne gab es kleine Helden und große Verlierer.
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Zum Buchschreiben verurteilt: Sportlich durfte Claudia Pechstein 2010 nicht aktiv werden - alle Bemühungen, ihre Dopingsperre abzukürzen, sind der Eisschnelllauf-Königin vergangener Tage missglückt. Was tun, wenn man nicht Eislaufen darf? Man schreibt an der eigenen Biografie und eröffnet eine Imbissbude in Berlin. Es war nicht das Jahr der Claudia Pechstein.

Foto: Rainer Jensen/ dpa
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Ein ganzes Land jubelt: Keine Goldmedaille der Olympischen Winterspiele von Vancouver war so überfrachtet mit öffentlichen Erwartungen wie die im Eishockey der Männer. Team Canada musste vor eigenem Publikum einfach Gold holen, das war Auftrag und Pflicht gleichermaßen. Fast wäre das Team an diesem Druck gescheitert, aber am Ende triumphierten Sidney Crosby und seine Jungs denn doch. Mission erfüllt.

Foto: Larry W. Smith/ dpa
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Zweite Liga als Spektakel: Die Partie zwischen Energie Cottbus und dem Karlsruher SC bot alles, was ein Fußballspiel an Entertainment hergeben kann. Statt eines vermeintlichen Durchschnittskicks sahen die Zuschauer ein Spiel, das begeisterte. 5:5 hieß es am Ende. Cottbus gegen Karlsruhe - das aufregendste Fußballspiel des Jahres.

Foto: Hannibal Hanschke/ dpa
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Ein Fehlschuss von vielen: Für Bundesligist Borussia Mönchengladbach ist das Fußballjahr 2010 denkbar schlecht ausgegangen. Mit großen Hoffnungen waren die Borussen in die Saison gestartet, jetzt sind sie Letzter. Die Symbolaktion zum Tabellenstand lieferte Stürmer Mohamadou Idrissou ab. Er traf im Abstiegsduell beim 1. FC Kaiserslautern das leere Tor nicht. Anschließend siegten die Lauterer 3:0.

Foto: Thorsten Wagner/ Bongarts/Getty Images
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So sehen Triumphatoren aus: Sebastian Vettel ist erst 23 Jahre alt und schon auf dem Sport-Olymp angekommen. Weltmeister in der Formel 1 - mehr geht nicht im Motorsport. Der junge Deutsche hat in dieser Saison alles riskiert und am Ende alles richtig gemacht. Sebastian Vettel ist der Sportler des Jahres 2010.

Foto: Ker Robertson/ Getty Images
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Tragischer Unfall: Der junge Rodler Nodar Kumaritaschwili kam noch vor der offziellen Eröffnung der Olympischen Winterspiele bei einem Trainingsunfall zu Tode. Entsetzen machte sich in der Sportgemeinde breit - die schon zwei, drei Tage später wieder zur Normalität überging. Die Kritik an der gefährlichen Olympiabahn von Whistler bügelten Funktionäre routiniert ab.

Foto: FABRICE COFFRINI/ AFP
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Besser als alle anderen: Verena Bentele war in dieser Wintersportsaison erfolgreicher als Magdalena Neuner und Maria Riesch zusammen. Fünf Goldmedaillen errang sie in Vancouver. Und dennoch kennen viele in Deutschland nicht einmal ihren Namen: Das typische Los einer Behindertensportlerin. Die blinde Bentele hat mit ihren überragenden Triumphen aber zumindest dafür gesorgt, dass die Paralympics in diesem Jahr etwas mehr in der Öffentlichkeit wahrgenommen wurden.

Foto: Julian Stratenschulte/ dpa
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Auf dem Bauch ins Glück: Anni Friesinger-Postmas Sturz auf der Eisbahn von Vancouver gehörte zu den prägenden Bildern der Olympischen Winterspiele. Das Gold-Girl vergangener Tage strauchelte im Halbfinale des Teamwettbewerbs, rutschte bäuchlings über die Ziellinie. Nur, weil sie geistesgegenwärtig den Fuß nach vorne zog, kam Deutschland ins Finale - und holte Gold. Friesinger-Postma war im Endlauf zwar nicht mehr dabei, die Medaille gehört ihr dennoch: Es war der denkwürdige Abschluss einer großen Eisschnelllauf-Karriere.

Foto: JERRY LAMPEN/ REUTERS
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Afrikanische Tragödie: Eine Fußball-WM in Afrika - und fast wäre ein afrikanisches Team unter den Halbfinalisten gewesen. Ghanas Asamoah Gyan hatte es auf dem Fuß, sein Team mit einem Elfmeter in letzter Sekunde in die Runde der besten vier Teams zu schießen. Der Ball ging an die Latte. Und beim anschließend siegreichen Gegner Uruguay ließ sich dessen Stürmer Luis Suárez feiern, weil er per Handspiel auf der Linie den Elfmeter verursacht, aber ein sicheres Tor der Ghanaer verhindert hatte.

Foto: Hassan Ammar/ AP
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Revanche des Superstars: Für Kobe Bryant war der NBA-Finalsieg seiner Los Angeles Lakers ein ganz besonderer. Erfolge gegen den Erzrivalen, die Boston Celtics, schmecken ihm schließlich immer noch am besten. Boston hatte die Lakers 2008 gedemütigt. Das hatten Bryant und Co. nicht vergessen - in diesem Jahr war die Zeit, Revanche zu nehmen. Erfolgreich.

Foto: ALEX GALLARDO/ REUTERS
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Ungläubige Siegerin: Verena Sailer konnte es nicht fassen, aber es war wahr. Die junge Deutsche wurde Europameisterin im 100-Meter-Sprint und darf sich somit die schnellste Frau Europas nennen. Mit dem Goldlauf von Barcelona eröffnete Sailer den Medaillenreigen für den DLV. Die deutsche Leichtathletik präsentierte sich bei der EM so stark wie seit Jahren nicht.

Foto: Bartlomiej Zborowski/ dpa
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Cooler Coup: Viel zugetraut wurde der deutschen Nationalmannschaft vor der Eishockey-WM im eigenen Land nicht. Am Ende mussten jedoch auch die härtesten Kritiker einräumen, dass sich das Team von Bundestrainer Uwe Krupp bravourös geschlagen hatte. Deutschland verpasste nur knapp die Bronzemedaille. Doch auch Rang vier war die beste Platzierung bei einem großen Turnier seit 1976. Damals wurde Deutschland Olympia-Dritter.

Foto: Martin Rose/ Bongarts/Getty Images
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Trauer eines Surfers: US-Star Kelly Slater wurde in diesem Jahr zwar zum zehnten Male Weltmeister, nach Feiern war ihm allerdings nicht zumute. Sein langjähriger Konkurrent und Freund Andy Irons war zuvor völlig überraschend im Alter von 32 Jahren gestorben. Woran Irons, der leblos im Hotel aufgefunden wurde, genau starb, ist immer noch nicht genau geklärt. Vermutet wird, dass er den Folgen des Dengue-Fiebers erlag.

Foto:

Cameron Spencer/ Getty Images

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Schillernder US-Star: Michael Vick ist ein Superstar im American Football und ein Mann mit Vergangenheit. Wegen illegaler Hundekämpfe saß der 30-Jährige für 18 Monate im Gefängnis. Gut ein Jahr nach Ablauf seiner Haftstrafe ist er wieder ganz oben: Mit den Philadelphia Eagles sorgte der Quarterback zuletzt dafür, dass die Washington Redskins eine fürchterliche Heimniederlage bezogen. Vick muss allerdings auch etwas tun: Durch seinen Gefängnisaufenthalt ist er hoch verschuldet, von seinen 4,1 Millionen Dollar Jahresgage bleiben ihm gerade 5000 Dollar im Monat übrig. Der Rest wird gepfändet.

Foto: ? Daron Dean / Reuters/ REUTERS
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Alm-Abtrieb für Ziege: Bielefeld war für den jungen Trainer keine glückliche Karrierestation. Von Anfang an kämpfte die Arminia in der Zweiten Liga gegen den Abstieg und hing früh auf dem letzten Tabellenplatz fest. Das hilflose Präsidium stellte Ziege ein Ultimatum. Als er nicht die geforderten sechs Punkte aus drei Spielen einfuhr, war seine Zeit auf der Alm vorbei. Der neue Trainer heißt Ewald Lienen - und der ist bislang genauso erfolglos wie Ziege.

Foto: Oliver Krato/ dpa
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Immer wieder traf die gewaltige Rechte von Vitali Klitschko ins Ziel. Doch Shannon "The Cannon" Briggs wollte einfach nicht umfallen. Der US-Amerikaner hielt im Titelkampf am 16. Oktober in Hamburg zwölf Runden lang durch. Erst in der Kabine fiel er um und wurde auf die Intensivstation der Uni-Klinik gebracht. Die Diagnose: Frakturen unter dem rechten und über dem linken Auge, dazu ein Sehnen- und Muskelriss im rechten Arm. Mittlerweile ist der 39-Jährige wieder wohlauf.

Foto: CHRISTIAN CHARISIUS/ REUTERS
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Mit einem Satz nach ganz oben: Christian Reif ist spätestens mit dem Europameistertitel zu einem der weltbesten Weitspringer geworden. Dabei machte es der 26-jährige Deutsche allerdings extrem spannend. Fast wäre er schon im Vorkampf ausgechieden und rettete sich mit dem letzten Sprung ins Finale der besten zwölf Springer. Im Endkampf holte er mit 8,47 Metern EM-Gold in Barcelona.

Foto: Matt Dunham/ AP
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So richtig scheinen die beiden Tennisprofis noch nicht zu begreifen, was da in den vergangenen drei Tagen passiert ist. John Isner (l.) gewann in Wimbledon in der ersten Runde 6:4, 3:6, 6:7 (7:9), 7:6 (7:3) und 70:68 gegen Nicolas Mahut. Am Ende zeigte die elektronische Anzeigetafel zwar das richtige Ergebnis an, zwischendurch hatte sie aber schlappgemacht. Im Gegensatz zu Isner und Mahut. Sie standen insgesamt elf Stunden und fünf Minuten auf dem Platz - das längste Match in der Geschichte der Grand-Slam-Turniere.

Foto: Alastair Grant/ AP
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