Fotostrecke Mission Genugtuung
Claudia Pechstein: Die Eisschnellläuferin ist im 21. Jahr ihrer Karriere noch in Top-Form und hofft in Sotschi auf eine Medaille. Über die 3000-Meter-Distanz reichte es dort jedoch nur zu Platz vier.
Bei der Verabschiedung in Berlin, hier mit Kollegin Jenny Wolf, gab sich Pechstein äußerst optimistisch.
Dazu trägt bei, dass auch ihr Lebensgefährte Matthias Große als Betreuer offiziell nominiert ist. Im Eisschnelllauflager hat das für Irritationen gesorgt. Große gilt als umstritten.
Die sportliche Leistung Pechsteins zumindest ist unumstritten. Selbst mit 41 Jahren ist sie die Beste in Deutschland.
Im November sicherte sie sich in Calgary den 30. Weltcup-Sieg ihrer langen Laufbahn.
Auch in Heerenveen, dem Mekka des Eisschnelllaufs, hat Pechstein nach ihrem Comeback 2011 starke Vorstellungen abgeliefert.
Pechstein geht auch über die 1500 und die 5000 Meter in Sotschi an den Start. Auch hier rechnet sie sich einiges aus.
am 22. Februar wird die Berlinerin 42 Jahre alt. Dennoch beherrscht sie das deutsche Frauen-Eisschnelllaufen noch nach Belieben.
Seit sie wieder startberechtigt ist, ist Pechstein auf dem Eis von der Motivation getrieben, es ihren Kritikern zu beweisen. Beim Publikum hat sie inzwischen wieder viele Sympathien zurückgewonnen.
Zurückgekehrt ist sie auch in den Dienst als Bundespolizistin. Nach dem Verhängen der Sperre war auch ihr Status als Bundesbeamte auf den Prüfstand gekommen.
Pechstein selbst hat von Anfang an jeden Dopingverdacht abgewiesen. Vor Gericht will sie jetzt Schadensersatz in Millionenhöhe erstreiten.