Fotostrecke VW-Käfer mit 210 PS
In Memmingers Werkstatt dauert die Arbeit an einem Käfer je nach Ursprungszustand sechs bis acht Monate. Wenn Memminger mit dem Wagen fertig ist, verlangt er für das Ergebnis mindestens 95.000 Euro.
Vom Original bleiben nur Teile des Fahrgestells sowie der Rahmen der Frontscheibe erhalten.
Memminger poliert nicht nur die Optik, sondern auch die Technik - standfeste Bremsen und ein ABS inklusive.
Der Innenraum sieht aus wie einst, bietet aber Annehmlichkeiten wie Sitzheizung oder Klimaanlage.
Die 220 km/h auf dem Tacho sind keine Übertreibung. Mit den maximal 150 Sachen des Serienmodells jedenfalls gibt sich Memminger nicht zufrieden.
Bitte recht freundlich. Der Augenaufschlag des Käfers hat auch nach über 50 Jahren noch seinen Reiz.
Memminger hat für seine Käfer einen eigenen Motor entwickelt. Er basiert auf dem Type4-Triebwerk, hat 2,7 Liter Hubraum und kommt auf bis zu 210 PS.
Wie aus dem Ei gepellt steht der Käfer da.
Wer einfach einen guten Käfer fahren will, kann kaum ein besseres Auto bekommen, als einen von Memminger. Nur mit dem Original haben seine Restaurationen eben nicht mehr viel gemein.
Georg Memminger in seiner Werkstatt, in der jedes Jahr zehn bis fünfzehn Käfer komplett neu aufgebaut werden.
Gegen den Vorwurf der Blasphemie verteidigt sich Memminger mit einem Ausflug in sein Lager. Was dort als Basisfahrzeug auf eine Restaurierung wartet, wäre bei anderen längst auf dem Schrott gelandet.
Mittlerweile werden selbst die Wracks knapp und teuer, doch der Nachschub ist gesichert: In seinen Hallen hat Memminger bald 200 Käfer zum Ausschlachten und Aufbauen gelagert.
Während man mit einem originalen Käfer allenfalls gemütlich durch die Landschaft knattert, schafft das Modell von Memminger bis zu 210 km/h. Kein Wunder, bei bald 210 PS und nicht einmal 1000 Kilo.
Auf Hochglanz poliert sehen die Käfer aus Reichertshofen nach 30 Jahren besser aus als in Wolfsburg am ersten Tag.
So modern sich der Oldtimer nach der Restaurierung fährt - das Verdeck bleibt eine wüste Fummelei.