Fotostrecke Wolfsburg im Glück
Für das Duell zweier Champions-League-Teilnehmer war die Anfangsphase in Wolfsburg sehr zerfahren. Es dauerte fast eine halbe Stunde bis zur ersten Torchance.
Die hatte Nicklas Bendtner. Der Stürmer, der überraschend den Vorzug vor Bas Dost erhalten hatte, scheiterte mit einem Seitfallzieher.
Bendtner musste aber nicht lange auf ein Erfolgserlebnis warten. Allerdings hätte das Tor des Dänen in der 34. Minute nicht zählen dürfen. Vorlagengeber Vierinha stand meterweit im Abseits.
Doch die Entscheidung von Schiedsrichter Manuel Gräfe hatte Bestand. Die Leverkusener protestierten, doch der 42-Jährige ließ sich nicht umstimmen. Nicht nur die Spieler waren aufgebracht.
Auch Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler konnte die Entscheidung des Unparteiischen nicht fassen. Anschließend rannte er aufgebracht zum vierten Offiziellen Wolfgang Stark, um wütend auf ihn einzureden. "Es ist eine riesengroße Ungerechtigkeit. Ich habe Herrn Gräfe gefragt, warum er das Risiko eingegangen ist, seinen Linienrichter zu überstimmen. Er darf nicht 95 Prozent sicher sein, sondern muss es zu 100 Prozent sein", sagte der 55-Jährige nach dem Spiel.
Bayer 04 war wütend über die Fehlentscheidung von Manuel Gräfe. Die Werkself münzte diesen Zorn um in den Ausgleich. In der 40. Minute traf Javier Hernández nach starker Vorarbeit von Christoph Kramer.
Nach der Pause verwehrte Schiedsrichter Gräfe den zuvor von ihm begünstigten Wolfsburgern einen Elfmeter, als Bernd Leno Daniel Caligiuri zu Fall brachte.
Wolfsburg war in der zweiten Hälfte jenseits aller Diskussionen um den Schiedsrichter die bessere Mannschaft und verdiente sich den Sieg. André Schürrle scheiterte zwar noch mit einer Riesenchance, als er den Ball über die Latte setzte,...
...aber der gerade erst eingewechselte Julian Draxler traf nach Vorarbeit seines Mit-Jokers Bas Dost doch noch zum verdienten 2:1 für den VfL.