Edward Norton Der Anspruchsvolle
Ausgezeichnet für seine Exzellenz: US-Schauspieler Edward Norton nimmt am 5. August 2015 den "Excellence Award" auf dem Internationalen Filmfestival in Locarno entgegen.
So wählerisch wie sonst kaum ein Hollywood-Schauspieler: Edward Norton spielte in den vergangenen fünf Jahren in gerade einmal vier Filmen mit. Im Gespräch sagt er, er habe kein Problem damit, "auch mal ein bisschen auszuharren, bis etwas wirklich Besonderes um die Ecke kommt".
Wie zum Beispiel "Birdman": Darin mimt Norton einen erfolgreichen Broadway-Schauspieler. Der Film wurde ein Erfolg; Norton war das nicht so klar: "Ich war mir beim Dreh beim besten Willen nicht sicher, ob da am Ende ein Film herauskommt, der auch nur im Ansatz funktioniert", sagt er im Interview.
Seine Darbietung in "Birdman" brachte ihm prompt eine Oscar-Nominierung ein. (Hier mit seiner Ehefrau Shauna Robertson auf dem roten Teppich.)
Auch in einem weiteren Film, der bei den Oscars 2015 gefeiert wurde, spielte Norton mit: Wes Andersons "Grand Budapest Hotel". Darin spielt er den akkuraten Inspektor Albert Henckels.
Der Durchbruch: 1996 spielte Norton an der Seite von Richard Gere einen Messdiener, dem vorgeworfen wird, den Erzbischof von Chicago ermordet zu haben - eine Rolle, die ihm seine erste Oscar-Nominierung einbrachte.
Zum ersten Mal auch hinter der Kamera: Norton machte 2000 mit der Komödie "Glauben ist alles!" sein Regiedebüt. "Im Rückblick", sagt er im Interview, "muss ich sagen, dass ich es längst schon wieder hätte tun sollen."
Wie Norton eigentlich dazu gekommen ist, Schauspieler zu werden? "Mir hat die Sache am Anfang einfach Spaß gemacht", sagt er im Gespräch. "Und je mehr ich merkte, dass Menschen positiv darauf reagierten, was ich auf der Bühne tat, desto sicherer war ich mir, dass ich dort nicht fehl am Platz bin."