Pablo Neruda Tod eines Dichters
Wurde der chilenische Dichter Pablo Neruda doch ermordet? Ein neuer Bericht legt nahe, dass es so war. (Hier auf einem undatierten Archivbild in Rio de Janeiro.)
Diplomat und Dichter: Neruda erhielt für sein Werk 1971, wenige Jahre vor seinem Tod, den Nobelpreis für Literatur.
Stärkstes Indiz für die Mordtheorie: Neruda hat kurz vor seinem Tod in einem Telefongespräch mit seiner Frau Matilde Urrutia (hier zusammen mit Neruda) davon berichtet, dass ein Arzt ihm im Schlaf eine Spritze gegeben habe. Kurze Zeit später starb er.
"Wir sind immer davon ausgegangen, dass in den Tagen in der Klinik etwas Unnormales passiert sein muss", sagt der zuständige Richter Mario Carroza. "Neruda hatte Krebs, aber er lag sicher nicht im Sterben. Und dann stirbt er plötzlich innerhalb von sechs Stunden." (Hier: der Dichter bei einem Interview 1971 in Paris.)