Wahlsieg in Frankreich Macron jubelt, Le Pen tritt nach
Emmanuel Macron mit Ehefrau Brigitte nach der Stimmabgabe in Le Touquet, Nordfrankreich.
Das Paar besitzt dort ein Ferienhaus. Für den neuen Präsidenten war es der Start in einen äußert erfolgreichen Wahltag zur Nationalversammlung.
Laut Hochrechnungen liegt seine Partei La République en Marche zusammen mit Verbündeten mit rund 32 Prozent an erster Stelle. Die Prognosen für den kommenden Sonntag, wenn in der Stichwahl die meisten Sitze vergeben werden, sind ausgezeichnet. Es winkt eine satte absolute Mehrheit.
Der neue französische Präsident erfreut sich bei vielen Franzosen großer Beliebtheit. Seit seiner Amtseinführung im Mai hat er nach Ansicht der meisten Beobachter fehlerfreie erste Wochen hinter sich.
Ein Dämpfer ist allerdings die historisch niedrige Wahlbeteiligung: Laut Hochrechnungen ging nur jeder zweite Wahlberechtigte zur Abstimmung.
Polizeiposten in Nizza: Die Abstimmung fand unter starken Sicherheitsvorkehrungen statt, rund 50.000 Polizisten waren im Einsatz. Grund sind die zahlreichen Anschläge in Frankreich: Dabei wurden seit 2015 insgesamt 239 Menschen getötet.
Die Vorsitzende des rechtspopulistischen Front National (FN), Marine Le Pen, wählte im nordfranzösischen Hénin-Beaumont. Le Pen war im Mai gegen Macron in die Stichwahl um das Präsidentenamt gegangen - und hatte eine klare Niederlage kassiert. Nun muss sie eine noch herbere Schlappe einstecken, ihre Partei dürfte wieder nicht in der Lage sein, eine Fraktion zu bilden. Le Pen beklagt hinterher das angeblich unfaire Wahlsystem.