Mutmaßlicher Terrorangriff in Südfrankreich Geiselnahme im Supermarkt
Hubschrauber über einem Supermarkt in Trèbes: In Südfrankreich sind drei Menschen von einem Angreifer getötet worden. Ein vierter, der Polizist Arnaud Beltram, erlag einen Tag später seinen schweren Verletzungen.
Rettungskräfte vor Ort: Eine Spezialeinheit der Gendarmerie tötete den Täter mehrere Stunden nach Beginn der Geiselnahme.
Der Angreifer hatte seine Angriffsserie am Morgen im Ort Carcassonne begonnen. Er raubte ein Auto, tötete einen der Insassen und verletzte den Fahrer. Kurze Zeit später verletzte er mit Schüssen einen Polizisten, der mit Kollegen vom Joggen zurückkam.
Der Angreifer fuhr schließlich in das nahegelegene Trèbes, stürmte in den Supermarkt und erschoss einen Mitarbeiter und einen Kunden.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft rief er "Allah Akbar" ("Gott ist der Größte") und bezeichnete sich als "Soldaten" des IS.
Ein verdächtiger Transporter, der vor dem Supermarkt parkte, wurde untersucht und abgeschleppt.
Antiterror-Staatsanwalt François Molins gab an, die französischen Behörden hätten den Täter in der Vergangenheit bereits wegen mutmaßlicher Radikalisierung im Blick gehabt
Spezialkräfte der französischen Polizei durchsuchten später mindestens eine Wohnung in Carcassonne.
Ob der Täter tatsächlich Verbindungen zum internationalen Terrorismus hatte, ist noch unklar.