Sorgen bei Macron Im Ausland hui, daheim na ja
So will er gesehen werden: Emmanuel Macron als markiger Macher, hier an Bord eines U-Boots.
Oder so: Auf internationaler Bühne mit den Lenkern dieser Welt (mit Angela Merkel beim G20-Gipfel in Hamburg).
Auch mit dem US-Präsidenten Donald Trump ist Macron schon mehrfach zusammengekommen - und hat dabei eine gute Figur gemacht.
Solche PR-Aufnahmen können allerdings nicht mehr darüber hinwegtäuschen, dass Macron im eigenen Land zunehmend Probleme bekommt. So zoffte er sich mit Generalstabschef Pierre de Villiers (hier am 14. Juli), der später zurücktrat. Das sorgte in Frankreich für einige Empörung.
Auch bei der Kürzung des Wohngeldes hat er sich verkalkuliert (hier Wohnungen in Marseille): Hastig beschlossen im Rahmen des Sparplans, der die Staatsausgaben noch in diesem Jahr um 4,5 Milliarden Euro vermindern soll, trifft die Maßnahme vor allem die unteren Einkommen - sozial Schwache und Studenten. Nach heftigen Protesten soll nun das ganze System der Wohnungszuschüsse noch einmal geprüft werden.
Macron mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin: Zuletzt ging es in Umfragewerten in Frankreich rapide bergab.
Vor dem Palast, Ende Juli: Die politische Schonzeit scheint für den Präsidenten vorbei, wie manche Medien süffisant bemerken.