Prager Frühling Invasion durch Freunde
Barrikaden gegen Panzer: Jugendliche Protestierer schwenken eine tschechoslowakische Fahne von einer Barrikade, während Rotarmisten mit Maschinenpistolen im Anschlag auf einem Schüptzenpanzer an ihnen vorbeirollen. Nach Beginn der Invasion in der Nacht zum 21. August 1968 hatten die Einheiten aus vier Warschauer-Pakt-Staaten das sozialistische "Bruderland" innerhalb von 36 Stunden komplett besetzt.
Zeitzeuge Cerny: Als die Truppen des Warschauer Pakts in der Nacht auf den 21. August 1968 in die Tschechoslowakei einmarschierten, war der Rundfunkjournalist Frantisek Cerny gerade mit seiner Familie auf dem Weg in den Bulgarien-Urlaub. Weil er sich der Politik der "Normalisierung" verweigerte, bekam Cerny 1969 Berufsverbot und konnte nur als Deutschlehrer an einer Abendschule arbeiten. Nach der "Samtenen Revolution" von 1989 war er von 1998 bis 2001 Botschafter Tschechiens in Berlin. Die Aufnahme zeigt Frantisek Cerny am 17. März 2008 am Ufer der Moldau in seiner Heimatstadt Prag.
Panzer in Prag: Demonstranten versuchen am 21. August 1968, einen russischen Panzer an der Weiterfahrt durch Prag zu hindern. Soldaten aus Bulgarien, Polen, Ungarn und der Sowjetunion überschritten in der Nacht zum 21. August 1968 die tschechoslowakische Grenze und beendeten den "Prager Frühling" mit Waffengewalt.
Fremde Invasoren: Prager Bürger verfolgen am 21. August 1968 fassungslos, wie bewaffnete Soldaten des Warschauer Paktes die tschechoslowakische Hauptstadt besetzen.
Mutiger Protest: Eine junge Frau versucht, einen Panzer der Invasoren an der Weiterfahrt zu hindern.
Das Ende des "Prager Frühlings": Ohnmächtig stellen sich Prager Bürger am 21. August 1968 den sowjetischen Panzern entgegen. Fast 100 Tschechen und Slowaken starben bei dem Versuch.
Gespannte Situation: Passanten beobachten am 21. August 1968, dem Tag des sowjetischen Einmarsches in der Tschechoslowakei, einen Panzer auf dem Wenzelsplatz in Prag.
Blutiges Drama: Bei den Auseinandersetzungen zwischen Zivilbevölkerung und Invasoren kamen allein am ersten Tag des Einmarschs, dem 21. August 1968, 23 Menschen ums Leben. Insgesamt starben bei der Niederschlagung der "Prager Frühlings" fast 100 Tschechen und Slowaken sowie rund 50 Soldaten der Warschauer-Pakt-Truppen.
Wütender Widerstand: Soldaten der Interventionstruppen werden am 21. August 1968 auf ihrem Panzer von Zivilisten umringt. Ein Besatzungsmitglied greift zur Waffe, ein anderer Soldat schlägt mit einem Vorschlaghammer ein beschädigtes Teil von dem Panzer ab, der offenbar von einem Molotow-Cocktail getroffen wurde.
Husák und Breschnew: Nachdem Alexander Dubcek am 17. April 1969 von seinem Amt als Erster Sekretär der Kommunistischen Partei zurückgetreten war, setzte Gustáv Husák (r.) als sein Nachfolger die sogenannte Normalisierung durch. Die Aufnahme zeigt Husák am 1. April 1981 zusammen mit dem sowjetischen Staatsoberhaupt Leonid Breschnew.
Václav Havel: Der Schriftsteller und ehemalige Präsident der Tschechischen Republik (1993-2003) holte nach der "samtenen Revolution" von 1989 auch seinen Freund Frantisek Cerny in sein Team - Cerny wurde 1998 Botschafter in Berlin. Die Aufnahme zeigt Havel am 4. Dezember 2004 in Prag.