Franz Müntefering: Der Parteisoldat - DER SPIEGEL
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Franz Müntefering Der Parteisoldat

Franz Müntefering wird als Vizekanzler und Bundesarbeitsminister zurücktreten. Das bestätigte das Ministerium. Der Schritt erfolge aus "rein familiären Gründen". Als Nachfolger soll SPD-Chef Kurt Beck im Gespräch sein.
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Politischer Paukenschlag: Franz Müntefering tritt aus "rein familiären Gründen" zurück. Seine Frau Ankepetra ist seit Jahren an Krebs erkrankt.

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Die Kanzlerin und ihr Vize: Müntefering galt als Garant der Regierungsfähigkeit der Großen Union. Zuletzt war er jedoch von Merkel und Union nach Koalitionsausschuss und Scheitern der Pläne für einen Post-Mindestlohn "tief enttäuscht".

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Der Parteisoldat: Groß geworden in der Nordrhein-Westfälischen SPD bestimmte Müntefering in den neunziger Jahren maßgeblich das Profil seiner Partei...

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...auch über die Landes-SPD hinaus. Im Wahlkampf 1997 prägte er bei den Sozialdemokraten den Begriff der "neuen Mitte".

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Oskar Lafontaine verabschiedet Müntefering als Bundesgeschäftsführer der SPD. Im Amt folgt ihm 1998 Ottmar Schreiner nach.

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Der Bau- und Verkehrsminister: Von 1998 bis 1999 führte Müntefering in der rot-grünen-Koalition dieses Ressort jedoch ohne großen Gestaltungsspielraum. Erfolgreich organisierte er den Regierungsumzug von Bonn nach Berlin.

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An der Spitze: 1999 gab Müntefering sein Amt als Bundesminister ab und wurde zum Generalsekretär der Partei gewählt. Mit rund 95 Prozent der Stimmen erzielte er das beste Ergebnis unter den Mitgliedern der SPD-Führungsspitze und übernahm fortan...

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...im Machtviereck zwischen Kanzleramt, Bundestagsfraktion, SPD-regierten Bundesländern und Bundespartei eine tragende Vermittlerrolle. Genauso wichtig war sein Part in der Rot-Grünen-Regierung...

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...zumal Müntefering schon im Wahlkampf auf eine Koalition mit den Grünen gesetzt hatte.

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2004 wurde Müntefering (hier mit dem damaligen Kanzler Schröder) zum Parteivorsitzenden gewählt, blieb aber dennoch stets...

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"General Münte". 2004 sprach er sich für die Unabhängigkeit des Kosovo aus und galt stets als "Cheforganisator" der SPD, der...

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...besonnen die Flügel der Partei über alle Streitigkeiten hinweg zusammenhielt...

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...und Stratgien für die Positionierung der SPD bei der Basis erarbeitete.

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Überraschungscoup: Nach der schweren Wahlniederlage der SPD bei der NRW-Landtagswahl 2005 kündigte das Team Müntefering-Schröder vorgezogene Neuwahlen an...

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...und schlugen das bestmögliche Ergebnis für die Sozialdemokraten raus: die Große Koalition. Müntefering wurde Bundesarbeitsminister und Vize-Kanzler...

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...und befand sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Die Lücke, die sein Rücktritt hinterlässt sollen Frank-Walter Steinmeier und Olaf Schloz schließen.

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