Franz Müntefering: Der SPD-Retter - DER SPIEGEL
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Franz Müntefering Der SPD-Retter

Kurt Beck tritt als SPD-Chef zurück - nun soll Franz Müntefering die Partei wieder führen. Außer Kanzler war Müntefering schon so gut wie alles für die SPD - auch Vorsitzender, von 2004 bis 2005. Nach dem Tod seiner Frau war er erst vor Wochen wieder auf politische Bühne zurückgekehrt.
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Vollblut-Politiker Müntefering: Kaum ein Genosse hat die SPD in den vergangenen zehn Jahren so geprägt wie er.

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Im Wahlkampf 1997 prägte er bei den Sozialdemokraten den Begriff der "neuen Mitte".

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An der Spitze: 1999 gab Müntefering sein Amt als Bundesminister ab und wurde zum Generalsekretär der Partei gewählt. Mit rund 95 Prozent der Stimmen erzielte er das beste Ergebnis unter den Mitgliedern der SPD-Führungsspitze.

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Oskar Lafontaine verabschiedet Müntefering als Bundesgeschäftsführer der SPD. Im Amt folgt ihm 1998 Ottmar Schreiner nach.

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Der Bau- und Verkehrsminister: Von 1998 bis 1999 führte Müntefering in der rot-grünen-Koalition dieses Ressort, jedoch ohne großen Gestaltungsspielraum. Erfolgreich organisierte er den Regierungsumzug von Bonn nach Berlin.

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Der Parteisoldat: Groß geworden in der nordrhein-westfälischen SPD bestimmte Müntefering in den neunziger Jahren maßgeblich das Profil seiner Partei, ...

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... zumal Müntefering schon im Wahlkampf auf eine Koalition mit den Grünen gesetzt hatte.

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2004 wurde Müntefering (hier mit dem damaligen Kanzler Schröder) zum Parteivorsitzenden gewählt, blieb aber dennoch stets ...

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... "General Münte". 2004 sprach er sich für die Unabhängigkeit des Kosovo aus und galt stets als "Cheforganisator" der SPD, der ...

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... besonnen die Flügel der Partei über alle Streitigkeiten hinweg zusammenhielt ...

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... und Strategien für die Positionierung der SPD bei der Basis erarbeitete.

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Überraschungscoup: Nach der schweren Wahlniederlage der SPD bei der NRW-Landtagswahl 2005 kündigte das Team Müntefering-Schröder vorgezogene Neuwahlen an ...

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... und schlug das bestmögliche Ergebnis für die Sozialdemokraten raus: die Große Koalition. Müntefering wurde Bundesarbeitsminister und Vizekanzler.

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Die Kanzlerin und ihr Vize: Müntefering galt als Garant der Regierungsfähigkeit der Großen Koalition. Zuletzt war er jedoch von Merkel und Union nach Koalitionsausschuss und Scheitern der Pläne für einen Post-Mindestlohn "tief enttäuscht".

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Müntefering hatte im November 2007 seine Spitzenämter aus "rein familiären Gründen" aufgegeben. Seine Frau Ankepetra starb Ende Juli 2008 nach langer Krankheit.

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Der Kämpfer: Müntefering bei einem Wahlkampfauftritt in Hamburg Ende Februar - inzwischen hat er sich auch in den bayerischen Landtagswahlkampf eingeschaltet.

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