Comics Ein Universum voller Heldinnen
Comic-Heldin Ms. Marvel: Der aus Pakistan stammende Teenager ist eine New Yorker Muslimin mit Superkräften - und eine der zurzeit erfolgreichsten Serienfiguren des Marvel-Verlags.
Marvel-Redakteurin Sana Amanat: Die 33-Jährige erfand mit Ms. Marvel eine revolutionäre Comic-Heldin - und ist jetzt für die Entwicklung neuer Inhalte und Charaktere zuständig.
Comic-Heldin Spider-Woman: Die Spinnenfrau Jessica Drew gehörte schon länger zu den differenziertesten Frauen im Marvel-Universum. In ihrer aktuellen Heftreihe kämpft sie hochschwanger gegen New Yorker Superschurken.
Selbst härteste Helden werden weiblich: Seit einem spektakulären Relaunch vor zwei Jahren ist der nordische Donnergott "Thor" kein maskuliner Muskelprotz mehr - sondern eine nicht minder toughe Frau.
Öffnung für weibliches Publikum: Marvel installierte in den vergangenen zwei Jahren diverse neue Heldinnen - eine von ihnen ist Spider-Mans aus einem Parallel-Universum stammende Ex-Freundin Gwen Stacy alias Spider-Gwen.
Comic-Heldin "Spider-Gwen": Auch ästhetisch passen sich die Verlage einer veränderten Leserschaft an. Titel wie "Gwenpool" oder "Unbeatable Squirrel Girl" richten sich mit quirligen, hippen Heldinnen an weibliche Teenager.
Demnächst im Kino: Auch beim Marvel-Konkurrenten DC hat man die Zeichen der Zeit erkannt. Zu den erfolgreichsten Heldinnen gehört die chaotisch-kecke Joker-Ex-Freundin Harley Quinn. Gespielt von Newcomer-Star Margaret Robbie ist sie demnächst im Kinofilm "Suicide Squad" zu sehen.
Älteste aller Superheldinnen: DCs "Wonder Woman" wurde als Comic soeben neu gestartet - im Sommer 2017 wird die Amazone, gespielt von Gal Gadot, die erste Hauptfigur in einer der großen Comic-Verfilmungen jüngerer Generation sein.
Impuls für den Wandel: 2012 übernahm die feministische Autorin Kelly Sue DeConnick den Avengers-Charakter "Captain Marvel" und transformierte die Heldin zur hochgeschlossenen, aber toughen Powerfrau.
Power-Couple am Werk: "Saga", geschrieben und gezeichnet vom Ehepaar Brian K. Vaughan und Fiona Staples, ist eine der erfolgreichsten Serien des Image-Verlags - eine farbenfrohe, fantasievolle Sternenkrieg-Saga, in der Rassismus und Genderthemen verarbeitet werden.
Pulp-Motive, ins Feministische gewendet: Kelly Sue DeConnicks "Bitch Planet" animiert begeisterte Leserinnen dazu, sich Tattoos stechen zu lassen.