Spionage Von "Mata Hari" bis Gina Haspel
Gina Cheri Haspel, arbeitet seit 1985 bei der CIA, unter anderem in Mitteleuropa, der Türkei und Asien. In Thailand leitete sie das Spezialgefängnis "Cats Eye", in dem Insassen gefoltert wurden. 2017 wurde sie Vizedirektorin der CIA.
Cressida Dick ist seit 2017 Direktorin der Londoner Metropolitan Police, besser bekannt als Scotland Yard.
Silvia Reischer, seit 2014 die erste Abteilungsleiterin im Bundesnachrichtendienst. Sie leitet die "Eigensicherung", zuständig für personelle Sicherheit und Geheimnisschutz. Ihre Ernennung bezeichnete der damalige Präsident Gerhard Schindler als "Meilenstein".
Gabriele Gast: Die promovierte Politikwissenschaftlerin stieg im BND bis zur Regierungsdirektorin auf. Bereits 1968 wurde sie jedoch von der Stasi angeworben und arbeitete ab 1973 als Doppelagentin.
Vera Atkins arbeitete für den britischen Geheimdienst SOE (Special Operations Executive) während des Zweiten Weltkrieges. Sie schickte 39 Agentinnen ins von den Nazis besetzte Frankreich. Über Atkins hieß es: "Diese Frau wusste, dass sie mit jedem, der Hosen trug, fertig werden würde."
Elli Barczatis spionierte für die von US-Behörden in Westdeutschland gegründete "Organisation Gehlen" in der DDR und wurde 1955 hingerichtet.
Avril Haines war von 2013 bis 2015 stellvertretende Direktorin der CIA und damit die erste Frau in der obersten Führung des Geheimdienstes.
Stella Remington begann 1967 in Indien für den britischen Inlandsnachrichtendienst MI5 zu arbeiten. Sie durchlief Stationen in allen Aufgabenbereichen und wurde 1990 Vizedirektorin. Seit ihrem Ausscheiden aus dem Dienst 1996 schreibt sie Spionageromane.
Die holländische Tänzerin Margaretha Geertruida Zelle alias Mata Hari begründete einen Spionagemythos. Ihr Todestag jährte sich 2017 zum 100. Mal.
Mit Letitia Long leitete bis 2014 erstmals eine Frau die US-amerikanische National Geospatial-Intelligence Agency, zu deutsch: Nationale Agentur für Geografische Aufklärung. Aufgabe der Behörde ist die militärische und geheimdienstliche kartografische Auswertungen und Aufklärung.
Die Französin Louise de Bettignies erhielt im Ersten Weltkrieg den Decknamen Alice Dubois und baute für die Briten ein Spionagenetzwerk im besetzten Frankreich auf, um Informationen über die Deutschen zu sammeln. Sie schaffte es, wichtige Daten, zum Beispiel zu Munitionslagern, zusammenzutragen, wurde aber schließlich gefasst. Im September 1918, nur knappe sechs Wochen vor dem Waffenstillstand, starb die körperlich geschwächte Louise nach einer Operation im Gefängnis.
Im Zweiten Weltkrieg half die nur 1,52 Meter große Mathilde-Lily Carré einem polnischen Offizier beim Aufbau eines Agentenrings, der gegen die Deutschen Besatzer spionieren sollte. Als die Tätigkeit aufflog, kooperierte die Spionin, genannt die "Katze", um ihre Haut zu retten, mit den Nazis. Mithilfe eines britischen Agenten floh sie jedoch noch während des Krieges nach England und lieferte Informationen über die Aktivitäten der deutschen Besatzer. Trotzdem wurde sie von den Franzosen als Verräterin angeklagt und zum Tode verurteilt. Die Strafe wurde schließlich zu lebenslanger Haft umgewandelt. Das Foto zeigt Carré bei ihrem Prozess in Paris am 4. Januar 1949.
Die Amerikanerin, die unter anderem an der Sorbonne in Paris studiert hatte, koordinierte und unterstützte im Auftrag Großbritanniens und den USA den Widerstand gegen die Nazis, vor allem in Frankreich. Dafür erhielt sie am 27. November 1945 unter anderem das "Distinguished Service Cross", den zweithöchsten Orden der Vereinigten Staaten. 1948 wurde Virginia Hall eine der ersten CIA-Agentinnen.
Rebecca Kitteridge, Direktorin des Nachrichtendienstes der neuseeländischen Regierung.
Susan M. Gordon ist stellvertretende Direktorin der Gemeinschaft der 17 nationalen Nachrichtendienste in den USA.
Oscar Reile, selbst Mitarbeiter des Wehrmachts-Geheimdienstes "Abwehr" und des BND schrieb nach seinem Ausscheiden aus dem Dienst auch über "Frauen im Geheimdienst". Das Buch erschien 1979.