Freigelassene Militärbeobachter Rückkehr nach Berlin
Der Anführer der Militärbeobachter, Axel Schneider (zweiter von rechts), verlässt das Flugzeug der Bundesregierung.
Ankunft in Berlin: Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) empfängt die freigelassenen Militärbeobachter.
Die Bundesregierung zeigte sich erleichtert über die Freilassung der Militärbeobachter, darunter auch vier Deutsche.
Nach ihrem Eintreffen in Berlin kamen die befreiten Militärbeobachter (links Axel Schneider) unter ihnen auch ein Pole, ein Tscheche und ein Däne, zunächst mit ihren Familien zusammen.
Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU, hier mit Axel Schneider, sagte nach der Begrüßung auf dem Rollfeld, sie sei "erfüllt von großer Erleichterung", dass die Mitglieder des OSZE-Teams unversehrt und wohlbehalten zurückgekehrt seien.
Axel Schneider teilte auf dem Weg nach Deutschland mit: Nun sei die Gruppe "sehr froh, sehr glücklich, aber auch beträchtlich erschöpft."
Ursula von der Leyen mit Axel Schneider: "Von uns fällt im Moment ein beträchtlicher Druck", sagte Schneider. Von der Leyen äußerte ihre "tiefe Dankbarkeit" für die internationale Zusammenarbeit, die zu der Freilassung geführt habe.
Schneider umarmt einen Freund auf dem Flughafen. "Die Anspannung war enorm", berichtete der Militärbeobachter in einer vom Verteidigungsministerium verbreiteten Erklärung.
Landung der Regierungsmaschine in Berlin-Tegel.
Nach ihrer Freilassung waren die Männer zunächst in Kiew gelandet: Die freigelassenen Militärbeobachter erreichen den internationalen Flughafen Boryspil in Kiew.
Dort wurden sie von dem ukrainischen Übergangspremier Arsenij Jazenjuk (im Anzug) in Empfang genommen.
Jazenjuk umarmte einen der freigelassenen Geiseln. Auch ein Däne, ein Pole und ein Tscheche reisen mit nach Deutschland.
Der Vize-Chef der diplomatischen Überwachunsgmission, Mark Etherington. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE sagt er: "Von bewaffneten Männern festgesetzt zu werden, birgt immer eine Gefahr. Nachdem wir die Geiseln regelmäßig besuchten, baute sich die Spannung aber deutlich ab."
Am 27. April waren die Geiseln der Presse vorgeführt worden. Gruppenleiter Axel Schneider ist im karierten Hemd zu sehen.
Schneider hatte seine Gruppe damals als "Gäste" des selbsternannten Bürgermeisters und prorussischen Milizenführers Wjatscheslaw Ponomarjow (vierter von links) bezeichnet.
Pressekonferenz in Donezk (von links): Der Gouverneur von Donezk, Sergej Taruta, der Sondergesandte von Russlands Präsident Wladimir Putin, Wladimir Lukin, und der Generalsekretär des Europarats, Thorbjørn Jagland. Nach Angaben Lukins, fand kein Gefangenenaustausch statt. Die Freilassung sei ein "humanitärer Akt des guten Willens".
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (r., SPD) und Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU): Die Verhandlungen zur Freilassung der Männer seien "schwierig" gewesen und hätten "mehrfach auf der Kippe" gestanden, sagte Steinmeier auf einer Pressekonferenz des Auswärtigen Amts.
Am Samstagvormittag waren die Militärbeobachter freigelassen worden.
Axel Schneider (l.) und seine Kollegen waren in der Gewalt der Gruppe um Wjatscheslaw Ponomarjow (r.), Milizenführer und selbsternannter Bürgermeister der Stadt Slowjansk.
Die letzten zwei Nächte seien "wirklich hart" gewesen, hatte Schneider angesichts der Kämpfe zwischen ukrainischen Soldaten und prorussischen Separatisten gesagt.
Konvoi mit dem OSZE-Team: Moskau nutzte das Ende der Geiselnahme propagandistisch. Das russische Außenministerium erklärte, die Freilassung zeige "die Tapferkeit und Menschlichkeit der Verteidiger von Slowjansk".
Freude nach der Freilassung am Vormittag: Die vier Deutschen - drei Offiziere und ein Dolmetscher - sind auf dem Weg in die Heimat.