Freya Hoffmeister Die Welt in einem Kajak
Die Umrundung Südamerikas ist der bislang größte Coup von Freya Hoffmeister. Nun will die Husumerin mit ihrem Kajak um Nordamerika herumpaddeln.
Acht bis zehn Jahre plant Hoffmeister für die Nordamerika-Umrundung ein. "Es können auch zwölf werden, je nachdem, wie meine persönlichen Verhältnisse sich entwickeln und meine physischen Konditionen", sagt die 52-Jährige.
Hoffmeister beim Packen (Archivfoto): Ihr Kajak bringt voll beladen mit Ausrüstung und Lebensmitteln rund hundert Kilo auf die Waage.
Ankunft in Valparaiso bei ihrem Südamerika-Rekord: "Ich bin eine Sportlerin und keine Abenteurerin", sagt Hoffmeister.
Camping in der Nähe der Punta Guachi, Venezuela: Wenn Hoffmeister unterwegs ist, schläft sie meistens im Zelt.
Wenn sie ihre Zelt am Strand aufschlägt, schützt sie das Kajak, mit ein wenig Sand verputzt, vor Wellen.
Zerstörtes Schiffswrack am Wegesrand: Ihre Reisegeschwindigkeit ist Schritttempo. Natürlich könnte es auch schneller gehen, sagt sie, aber "ich bin keine ehrgeizige Sprint-Sportlerin, ich will die Landschaft genießen."
Eisberge in Chile: Das tägliche Pensum lag bei ihrer Paddel-Tour rund um Südamerika im Durchschnitt bei 50 Kilometern.
Brücken von Florianopolis in Brasilien: Eher ungewöhnlich waren Stopps in einer Stadt - meistens schlief Hoffmeister an einsamen Stränden.
13 Länder hat Hoffmeister schon mit dem Kajak bereist. Nun geht es in die USA und nach Kanada.
Ankunft in Melbourne: 2009 umrundete Hoffmeister ihren ersten Kontinent in Rekordzeit. Sie schaffte die 18.000 Kilometer rund um Australien in elf Monaten - so schnell war vor ihr niemand dort im Kajak unterwegs.
Pause nach getaner Arbeit: "Ich bin von Haus aus mental stark gebaut, und die Erfolge haben mich nicht schwächer gemacht", sagt Hoffmeister.
Wenn sie ihr Ziel erreicht, Nordamerika zu umrunden, werde sie ungefähr 60 Jahre alt sein, sagt Hoffmeister. "Ich weiß nicht, ob mein alternder Körper die Herausforderung durchhalten wird - aber ich glaube schon."