"Fridays for Future": - DER SPIEGEL
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Junge Klimaaktivisten in Kiel "Wir distanzieren uns vom Distanzieren"

Seit Monaten gehen immer wieder Tausende Schüler für eine bessere Klimapolitik auf die Straße. Wie halten sie das Engagement aufrecht? Zu Besuch bei der Ortsgruppe Kiel.
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Die Ortsgruppe Kiel ist eine von rund 500 Ortsgruppen, die sich unter dem Motto "Fridays for Future" inzwischen gegründet haben. Hier engagieren sich Leon, Mirja und Rune (von links nach rechts auf dem Sofa) - gemeinsam mit vielen anderen jungen Aktivisten.

Foto: Heike Klovert
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Sie halten wöchentlich ein Plenum ab, in dem sie die nächsten Aktionen planen und über Entscheidungen abstimmen. Die Runde ist offen für alle, die sich beteiligen möchten.

Foto: Heike Klovert/ SPIEGEL ONLINE
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Die Wände sind mit selbstbemalten Plakaten und Tüchern behängt. "Wir distanzieren uns vom Distanzieren und wer ein Problem damit hat, kann sich distanzieren", steht auf einem Schild.

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Die Sitzung dauert drei Stunden. Manche Mädchen bemalen sich nebenbei die Arme mit Hennastiften. Doch alle sind konzentriert dabei und bringen sich ein.

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Das Alter spielt innerhalb der Bewegung eine eher untergeordnete Rolle. Die Mahnwache, die am Morgen nach dem Plenum vor dem Landtag in Kiel stattfindet, hat die 13-jährige Mira angemeldet, weil sie Zeit und Lust hatte.

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Aus Oldenburg sind einige Gymnasiasten angereist, die auf der Mahnwache Plakate hochhalten. Es ist ihre erste Aktion im Rahmen von "Fridays for Future". "In der Abizeit ist es schwer, Leute dafür zusammenzubekommen", sagt Hannes, 19 (hinten links).

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Bei "Fridays for Future" engagieren sich sehr viele und wechselnde junge Menschen.

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Mirja, 18, hat vor der bislang größten Demo Mitte März sehr viel getan. Sie plante Workshops und Podiumsdiskussionen, bemalte Banner, schrieb Pressemitteilungen.

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"Die zwei Wochen vorher waren verdammt extrem", sagt sie. Inzwischen hat sie ihren Einsatz wieder etwas zurückgefahren, um mehr für die Schule tun zu können.

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Gerade ist Student Leon, 22, stark in die Orga eingebunden. Er hat die nächste Demo am 24. Mai angemeldet und vor einigen Tagen zum ersten Mal auf einer Pressekonferenz gesprochen. "Ich hatte ganz schön Muffensausen", sagt er. "Doch irgendwann habe ich die Kameras ausgeblendet und nur noch mein Anliegen vorgetragen."

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?