Sommerkongress in Dortmund "Nicht nur Parolen rufen"
In Dortmund hat am Mittwoch der Sommerkongress von "Fridays for Future" begonnen. Pfeile am Boden weisen den Weg zum Camp.
Die Großveranstaltung findet mitten im Dortmunder Revierpark statt. Rund 1400 meist junge Aktivisten sind aus dem ganzen Bundesgebiet angereist.
Die Organisatoren haben Schlafzelte aufgebaut und außerdem einen Kiosk, ein Essenszelt mit veganer Küche, eine Bühne und Pavillons.
Für Toiletten ist natürlich auch gesorgt.
Lucas Pohl, 21, hat den Kongress mitorganisiert. "Klar gab es mal kleine Probleme und Missverständnisse", sagt er. "Insgesamt sind wir aber zufrieden mit dem, was wir auf die Beine gestellt haben."
"Das ist wie eine Klassenfahrt, nur ohne Lehrer", sagt Hannah, 15, die mit zwei Freundinnen aus Berlin gekommen ist und sich auf den geplanten Austausch freut. "Unsere Bewegung ist viel stärker, wenn wir nicht nur Parolen rufen, sondern sie auch weiterdenken."
Ein wichtiges Ziel des Kongresses: das gegenseitige persönliche Kennenlernen. Viele Jugendliche kennen sich, wenn überhaupt, nur aus WhatsApp-Chats und Telefonkonferenzen.
Wer sind wir, wo stehen wir, wohin geht's? Das sind Fragen, die die Teilnehmer noch bis Samstag in Vorträgen und 150 Workshops besprechen wollen.
Das soll für die künftige Arbeit helfen. Denn bisher gibt es keine einheitliche Struktur und auch keinen Konsens darüber, wie die Bewegung künftig aufgestellt sein soll.