Friedensnobelpreis: - DER SPIEGEL
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Rückblick Die Träger des Friedensnobelpreises

Martin Luther King Jr., Mutter Theresa, Nelson Mandela: Sie haben den Friedensnobelpreis für ihr Engagement erhalten. Dazu kommt im Jahr 2015: die tunesische Kontaktgruppe.
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Arabischer Frühling in Tunis (Archivbild, Oktober 2011): Der Friedensnobelpreis 2015 wird für die Bemühungen um eine pluralistische Demokratie in Tunesien vergeben. Preisträger ist...

Foto: ZOHRA BENSEMRA/ REUTERS
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...das tunesische Quartett für den nationalen Dialog: Die Vermittlergruppe habe einen "alternativen friedlichen Prozess" angestoßen, "zu einer Zeit als das Land am Rande eines Bürgerkriegs stand". Das gab die norwegische Jury in Oslo bekannt.

Foto: ANIS MILI/ REUTERS
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2014 ging die Auszeichung an an die pakistanische Schülerin Malala Yousafzai und den indischen Kinderrechtler Kailash Satyarthi. Damit werde ihr Eintreten gegen die Unterdrückung von jungen Menschen und für deren Recht auf Bildung gewürdigt, teilte das Komitee mit.

Foto: Getty Images; REUTERS
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Der Friedensnobelpreis ist die prestigeträchtigste Auszeichnung der Welt, die höchste Ehre, mit Pathos aufgeladen. Also stellen sich an die Preisträger höchste moralische Anforderungen. Und so war auch der Preisträger 2012 eine Überraschung: Der Preis ging an die Europäische Union - für "sechs Jahrzehnte Frieden".

Foto: © Yves Herman / Reuters
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Sein Stuhl in Oslo blieb leer, nur ein Bild von ihm wurde an die Wand geworfen. 2010 zeichnete das Nobelpreiskomitee den chinesischen Dissidenten Liu Xiaobo aus. Liu wurde von den chinesischen Behörden die Ausreise aus seinem Land verwehrt. Derzeit sitzt der Nobelpreisträger im Gefängnis.

Foto: HEIKO JUNGE/ AFP
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Seine Auszeichung war umstritten, und am meisten verblüfft war offenbar das Weiße Haus: US-Präsident Barack Obama bekam den Friedensnobelpreis 2009. Kritiker bemängelten, dass Obama den Drohnenkrieg vorantreibe und den Preis nicht verdient habe. Das Komitte in Oslo aber würdigte sein "Engagement für die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit der Völker".

Foto: Alex Wong / AFP
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Auch Klimaschützer sind unter den Preisträgern: Der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore sowie der Weltklimarat (IPCC) sind seit 2007 Träger des Friedensnobelpreises. Konservative Amerikaner spotteten, dass der Preis nichts anderes sei als eine "Anti-Bush"-Trophäe.

Foto: ? Scanpix Norway / Reuters/ REUTERS
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Muhammad Yunus wurde 2006 ausgezeichnet. Der Bangladescher hat die Mikrokredit Grameen Bank gegründet. Seine Idee: Kleinstkredite an Arme, damit diese sich selbständig machen und der Armut entkommen können. Als Nobelpreisträger wurde Yunus zur Nationalikone: "Plötzlich waren wir wer, wir platzten vor Stolz und Freude. Ich hatte das Gefühl, fast alle Menschen in Bangladesch fühlten sich so, als hätten sie den Preis bekommen." Doch sein Image hat in den vergangenen Jahren gelitten, kritische Berichte häuften sich.

Foto: ? Leonhard Foeger / Reuters/ REUTERS
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2005 ging der Preis an die Internationale Atomenergiebehörde und ihren Chef Mohamed ElBaradei. Sie würden ausgezeichnet für ihre "Bemühungen, die Nutzung der Atomenergie für militärische Zwecke zu verhindern", hieß es in der Begründung des Komitees.

Foto: BJORN SIGURDSON/ ASSOCIATED PRESS
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2004 erhielt die Kenianerin Wangari Maathai den Friedensnobelpreis. Die Umweltaktivistin war die erste afrikanische Frau, die die Auszeichnung bekam. Maathai starb 2011 an Krebs.

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Auch die iranische Juristin und Menschenrechtlerin und Anwältin Schirin Ebadi wurde geehrt. Ebadi habe "in einer Zeit der Gewalt stets die Gewaltfreiheit unterstützt", erklärte das Gremium zu ihrem Preis. Ebadi war die erste Richterin in der iranischen Geschichte, musste jedoch nach der Islamischen Revolution von 1979 ihr Amt niederlegen. Seither übernahm sie als Anwältin die Verteidigung von Dissidenten.

Foto: Morten Holm/ ASSOCIATED PRESS
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Nelson Mandela (Mitte) zählt zu den großen Kämpfern gegen die Unterdrückung der Schwarzen. Er wurde 1964 für seinen Widerstand gegen die Apartheid in Südafrika zu lebenslanger Haft verurteilt. Seine Freilassung nach 27 Jahren im Jahr 1990 markierte die politische Wende in seiner Heimat. 1993 erhielt er den Friedensnobelpreis - zusammen mit Südafrikas damaligem Präsidenten F.W. de Klerk, weil sie gemeinsam den Weg aus der Apartheid in die Demokratie geebnet hatten. 1994 wurde Mandela zum ersten schwarzen Präsidenten seines Heimatlandes gewählt, bis 1999 blieb er im Amt.

Foto: ? STR New / Reuters/ REUTERS
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Burmas langjährige Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi wurde bereits 1991 ausgezeichnet. 15 Jahre verbrachte die Freiheitskämpferin unter Hausarrest und sagte später: "Der Nobelpreis machte mich weniger einsam." Ihr jahrelanges Engagement hat sich aber gelohnt: Burma befindet sich im Wandel, es gibt politische, soziale und wirtschaftliche Reformen. Aung San Suu Kyi kündigte an, sie wolle 2015 Präsidentin ihres Landes werden.

Foto: DPA/ KYI TOE
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Elie Wiesel wurde 1928 in Sighet in Siebenbürgen geboren und erlebte furchtbares Leid: Zusammen mit seiner Familie wurde er 1944 nach Auschwitz deportiert. Nach der Emigration in die USA engagierte er sich für die aktive Erinnerung an den Holocaust und erhielt 1986 den Friedensnobelpreis. Er machte es sich auch zur Aufgabe, gegen die Gleichgültigkeit und Desinteresse zu kämpfen: "Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit."

Foto: ? Jason Reed / Reuters/ REUTERS
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Mutter Teresa (rechts) lebte ab 1946 mit den Armen in Kalkutta. Sie eröffnete ein Krankenhaus und ein Hospiz. Ihre Aufgabe sei es, so Teresa, sich um "die Hungrigen, die Nackten, die Obdachlosen, die Verkrüppelten, die Blinden und die Leprakranken zu kümmern - um all jene, die sich ungewollt, ungeliebt, unversorgt fühlen". 1979 erhielt Mutter Teresa, die bis heute auch umstritten ist, den Friedensnobelpreis.

Foto: SAURABH DAS/ ASSOCIATED PRESS
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Seit 1901 wird der Friedensnobelpreis vergeben. Zu den berühmtesten Preisträgern zählt der US-Amerikaner Martin Luther King Jr. Er kämpfte friedlich gegen Rassismus und für eine gleiche, gerechte Gesellschaft. 1963 hielt er vor 250.000 Menschen seine berühmte "I have a dream"-Rede. Ein Jahr später erhielt er den Friedensnobelpreis. King wurde nur 39 Jahre alt: Er wurde 1968 von einem weißen Rassisten ermordet.

Foto: Horace Cort / AP
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