Frisuren-Mode - DER SPIEGEL
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Frisuren-Mode Backenbart für Feiglinge

Erst Hitler-Scheitel, später Bundeswehr-Rasur: Am Anfang hatte noch alles seine Ordnung auf dem Kopf von Karl Wilhelm Meier. Doch dann veränderten sich die Normen - auch zwischen den Ohren. Ein inzwischen 60-jähriger Tonsurträger erinnert sich an seine haarigsten Zeiten.
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Akkurat mit 20: Korrekt mit Seitenscheitel - der Auto 1969. Damals absolvierte er seinen Dienst bei der Bundeswehr. Aus Geldmangel ließ er sich die Haare von Kameraden schneiden. Die verursachten zwar hin und wieder Löcher und Treppen, aber wenigstens entsprach die Frisur den Vorschriften.

Foto: Karl Wilhelm Meier
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Verwegen mit Bart: Anfang der Siebziger war die Bundeswehrzeit vorbei und der Autor ließ sich Matte und Bart stehen. Die Kommentare der Eltern verstummten glücklicherweise schnell.

Foto: Karl Wilhelm Meier
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Haarige Zeiten: Eigentlich waren in den Siebzigern ja alle für lange Haare im Büro, aber keiner wollte wirklich seinen Job dafür riskieren. Also beschränkten wir uns auf die zahmere Variante.

Foto: Karl Wilhelm Meier
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Umstrittene Haarpracht: Die Frisurenmode Ende der Siebziger führte immer wieder zu Diskussionen wie - "Darf man im Büro lange Haare tragen? Wie wäre es, wenn mein Banker plötzlich im Pullover dasitzen würde?"

Foto: Karl Wilhelm Meier
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Die Freiheit auf dem Kopf: Frisurenmode à la 1980 - lange Haare und Tropfenbrille.

Foto: Karl Wilhelm Meier
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Haare auf dem Rückzug: Mit der Zeit wurden die Haare des Autoren langsam dünner - und damit wieder kürzer kürzer. Jegliche Experimente scheiterten am Widerstand seiner Frau.

Foto: Karl Wilhelm Meier
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Beim Fließband-Frisör: Anfang der Neunziger ging es beim Frisörbesuch des Autoren nicht mehr um Frisuren. "Fünf Millimeter oder zehn Millimeter?" war die Frage.

Foto: Karl Wilhelm Meier
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Wieder Kurz: Auf einem Bild von 2005 wird es deutlich - Haartechnisch nähert sich der Autor wieder dem Anfang seiner Frisurenentwicklung.

Foto: Karl Wilhelm Meier
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Buddy Holly and The Crickets: So hatte in den fünfziger Jahren ein Jugendlicher auszusehen - ein wenig wie in den Geltopf gefallen. Musikalisch waren Buddy Holly und seine Crickets vielleicht ein Vorbild für die Beatles, Frisurentechnisch ganz bestimmt nicht.

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Haben die Beatles wirklich LSD durch ihren Zahnarzt kennengelernt?: Mit ihren Pilzkopf-Frisuren wurden die vier Liverpooler weltberühmt. Was heute kreuzbrav wirkt, reichte in den Sechzigern zum Skandal.

Foto: Getty Images
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Grüne Wilde: Mit extremen Forderungen und noch extremeren Frisuren starteten die Grünen einst in den Bundestag.

Foto: AP
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Bartträger: Bei der Bundeswehr gab es in früheren Jahren sehr rigorose Frisur-Vorschriften, bis schließlich der Haarerlass kam - so lange die Dienstausübung nicht beeinträchtigt war, war die Haarlänge nicht wichtig. Heute werden sogar Kunstwerke wie dieser Oberlippenspoiler geduldet.

Foto: Wolfgang Weihs / dpa
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