Fritz J. Raddatz gestorben (Bilder) - DER SPIEGEL
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Fritz J. Raddatz Ein literarischer Unruhestifter

Er war eine der wichtigsten Figuren des deutschen Feuilletons: Jetzt ist Fritz J. Raddatz gestorben. Er wurde 83 Jahre alt.
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Über Jahrzehnte einer der profiliertesten Literaturkenner des Landes: der so scharfsichtige wie belesene Kritiker Fritz J. Raddatz (1931-2015)

Foto: Thomas Schulze/ picture-alliance/ dpa
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Raddatz gehörte fest in eine Zeit, in der man noch mit Fug und Recht von Großkritikern sprechen konnte. Wie Marcel Reich-Ranicki (1920-2013) war Raddatz eine Zentralgestalt des Literaturbetriebs.

Foto: Christian Charisius/ dpa
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Und ein eitler Zeitgenosse, der standesbewusst, aber auch ironisch über die eigene Rolle schrieb: Raddatz' autobiografische Bücher erlaubten einen intimen Blick auf die Geisteswelt der Bundesrepublik - und das Dandytum eines Mannes, für den die Form beinah alles war.

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Als Journalist wurde er ab 1977 als Feuilletonchef der "Zeit" zu einem Machtfaktor im Literaturbetrieb. Aufnahme aus dem Jahr 1972.

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In seinen späten Jahren kultivierte Raddatz die Rolle des altmodischen Bildungsbürgers. Nicht selten mokierte er sich über seine Zeitgenossen, die ihn angeblich nicht genug würdigten.

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Er legte die gleiche Empfindlichkeit an den Tag wie die Autoren selbst, über die er schrieb - und kokettierte in seinen Selbstzeugnissen unentwegt mit dieser Wahlverwandtschaft. Die Aufnahme zeigt Raddatz mit Günter Grass (links) und Siegfried Lenz.

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Mit Grass war Raddatz über Jahrzehnte befreundet.

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