Frösche in Haiti Verloren geglaubt, wieder entdeckt
Eleutherodactylus thorectes: Diese beeindruckend gefärbte Froschart zählt zu den insgesamt sechs Spezies, die Forscher in Haiti wieder aufgespürt haben.
Nebelwald am Massif de la Hotte in Haiti: Im Oktober hatten Wissenschaftler der Organisation Conservation International zusammen mit Experten der Amphibian Specialist Group der Weltnaturschutzunion (IUCN) im Süden der Insel Hispaniola nach verschollenen Amphibien gesucht.
Eleutherodactylus amadeus: Dieser ebenfalls wiederentdeckte Frosch ist für seine Töne bekannt - und wurde deshalb nach Wolfgang Amadeus Mozart benannt.
Waldschutz nötig: Das Wasser dieses Flusses am Massif de la Hotte ist braun, weil stromaufwärts Wald abgeholzt wurde.
Neu entdeckter Froschlurch: Eigentlich hatten die Wissenschaftler die Art Eleutherodactylus glanduliferoides finden wollen. Doch das gelang ihnen nicht.
Eleutherodactylus corona: Der Chef der Forschergruppe, Robin Moore, sprach von einem "Schatz". Der Fund biete auch Hoffnung für die gebeutelte Bevölkerung von Haiti, weil es im Land eben auch noch positive Nachrichten gebe.
Abholzungen am Massif de la Selle: Haiti zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Die letzten Teile intakter Natur sind stark gefährdet, so die Botschaft der Naturschützer.
Froschlurch Eleutherodactylus dolomedes: Insgesamt soll es 49 Amphibienarten in Haiti geben. Rund die Hälfte von ihnen konnten die Forscher binnen acht Tagen finden.
Neu entdeckte Art: Überall auf der Welt verschwinden Frösche, Unken, Molche, Kröten und Salamander. Schuld daran ist ein Pilz. Da sind gute Nachrichten wie die Entdeckungen aus Haiti hoch willkommen.
Abholzung am Massif de la Selle: Selbst in der stark beanspruchten Umwelt des Krisenstaats gibt es noch immer grüne Inseln. Doch die werden ohne Schutz immer kleiner.
Frosch der Gattung Eleutherodactylus: Von den auf der Welt bekannten knapp 6300 Amphibienarten sind 1895, also etwa ein Drittel, vom Aussterben bedroht.