Frühe Farbfotos Als Deutschland bunt wurde
Gemüsemarkt 1927: Händler haben ihre Kisten und Körbe in der Hamburger Innenstadt aufgebaut und warten auf Kundschaft. Julius Hollos fotografierte die Szene.
Kornhaus: Auf dieser Fotografie von 1929 ist das Gebäude in Bremen, errichtet nach einem Entwurf des Architekten Lüder von Bentheim (1555-1613), noch zu bewundern. Bei einem Luftangriff 1944 wurde es zerstört.
Dresdener Altstadt: Von der Brühlschen Terrasse aus fängt der Blick des Fotografen Frauenkirche und Rathausturm ein. Dieser Anblick bot sich im Jahre 1916. Die Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg überstand das Ensemble nicht.
Ravensburg: Wegen seiner zahlreichen mittelalterlichen Türme wurde die oberschwäbische Stadt einst als "das Schwäbische Nürnberg" bezeichnet. Die Aufnahme im Zentrum entstand 1914.
Rheinländischer Hafen: Auf dem Rhein floriert die Schifffahrt. Das war auch 1921 schon so, als dieses Bild mit Blick auf den Düsseldorfer Hafen entstand.
Kölner Dom: Vom anderen Ufer des Rheins aus bietet sich dem Fotografen 1921 eine malerische Kulisse - aufgereiht nebeneinander der Dom, Groß-St.-Martin und der Rathausturm.
Landungsbrücken: Julius Hollos richtete 1927 seine Kamera auf die Hamburger Anlegestelle - vom Trubel des späteren Massentourismus zu einem der beliebtesten Ausflugsziele der Stadt war damals weit und breit noch nichts zu sehen.
Abendstimmung: So schön ging in Frankfurt an der Oder 1920 die Sonne unter. Augenzeugen des Naturschauspiels: die Fotografen Rudolf Hacke und Julius Hollos.
Gemütlichkeit an Bord: Nobel und plüschig - da nimmt man gerne Platz. Jedenfalls 1929. Das Bild zeigt den Gesellschaftsraum des Lloyddampfers "Columbus".
Das Brahmshaus: Das Geburtshaus des Komponisten, Pianisten und Dirigenten Johannes Brahms stand in Hamburg. Die Bombardierung der Stadt im Zweiten Weltkrieg überstand es nicht, 1943 wurde es zerstört. In Erinnerung bleibt es mit dieser Aufnahme aus dem Jahr 1927.
Prächtiges Anwesen: Kaiser Wilhelm II. hielt sich gern hier auf, er nannte es "das schönste Kurhaus der Welt". Nachdem Wiesbaden im 19. Jahrhundert immer größere Bedeutung als Kurstadt gewonnen hatte, musste ein großes und repräsentatives Kurhaus her: Baumeister Friedrich von Thiersch errichtete den prächtigen Bau im Stil des Neoklassizismus Anfang des 20. Jahrhunderts. Diese Aufnahme des Wiesbadener Kurhauses machten die Fotografen J. Henne, J. und A. Bahr im Jahre 1922.
Konstanz: In der baden-württembergischen Stadt, größter Ort am Bodensee, drängen sich heute in den Sommermonaten die Touristen. 1906 war Konstanz noch ein ganz ruhiges, idyllisches Städtchen, wie diese Aufnahme vermuten lässt.
Aschaffenburg: Die unterfränkische Stadt liegt am Main und an der Aschaff - letzteres verrät schon der Name. Gern bekommt sie auch den Beinamen "Tor zum Spessart". Diese Aufnahme entstand im Jahre 1906.
Helgoland: Da war die Nordsee-Insel noch weitgehend unversehrt. Das genaue Datum der Aufnahme ist nicht bekannt - jedoch lag es wohl vor dem Zeitpunkt, da die Nazis Helgoland als Seefestung nutzten und die Briten mit einer gewaltigen Sprengung 1947 deren militärische Bunkeranlagen zerstörten.
Thüringer Volkstum: Herausgeputzt und zum Gruppenbild versammelt haben sich Urahne, Großmutter, Mutter und Kind für diese Aufnahme im Jahre 1926. Vermutlich mussten sie lange ausharren, bis Fotograf Georg Walther das Bild im Kasten hatte.
Schwarzwaldhaus: Idyllisches Landleben um 1910. Das Haus, eingerahmt von hohen Bäumen, duckt sich unter einem großen, an den Seiten weit heruntergezogenen Dach, das die Bewohner vor Schnee, Sturm und Regen schützen soll. Ein typisches Schwarzwaldhaus beherbergt im hinteren Teil zumeist auch gleich die Stallungen für die Tiere.
Neißer Tracht: Starr und mit eingefrorenem Lächeln steht die Frau in der Landschaft. Dem Fotografen ging es vor allem um die Garderobe - die Tracht aus dem Jahre 1923.
Dorfstraße: Menschenleer ist die Hauptstraße von Milz bei Römhild in Thüringen, als sich der Fotograf für diese Aufnahme 1930 im Dorf postierte. Dafür kommen die Fachwerkhäuser um so eindrucksvoller zur Geltung.
Am großen Fluss: Als wäre sie ein stiller See - die Oder nahe dem oberschlesischen Beuthen 1923.
Breslau 1923: Als die Aufnahme entstand, war Breslau (heute polnisch: Wroclaw) die Hauptstadt der neu gebildeten preußischen Provinz Niederschlesien. Das Foto zeigt die Häuser am Neumarkt, davor ein Brunnen.
Juliusschlacht: Im Zentrum des niederschlesischen Steinkohlereviers liegt Waldenburg (heute polnisch: Walbrzych). Für die Aufnahme aus dem Jahre 1924 richtete der Fotograf seinen Blick auf den Juliusschacht.
Linke-Hofmann-Werke: Der Waggonbau ist das Geschäft der Linke-Hofmann-Werke in Breslau. Aus einer kleinen im 19. Jahrhundert gegründeten Stellmacherei war bis zum Zeitpunkt dieser Aufnahme 1924 durch Zusammenschluss und Expansion eine Aktiengesellschaft geworden.
Am Mühlgraben: Ein kleines Fuhrwerk und zwei, drei Menschen - ansonsten tut sich nichts auf dieser Straße in Freiberg in Sachsen. Der Fotograf war 1916 ins Städtchen gekommen.
Buntes Treiben: Belebt geht es zu 1916 auf der Petersstraße in Leipzig. Es ist Messezeit. Unter den Besuchern der Stadt sind in diesen Tagen auch die Fotografen Franz de Grousilliers und Rudolf Hacke.
Zeche 1921: Das Steinkohlen-Bergwerk bei Essen trug den Namen Zeche Friedrich Thyssen. Als die Aufnahme 1921 entstand, herrschte hier noch Betrieb. Mitte der siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts wurde die Zeche stillgelegt.
Meißen 1916: Die Stadt ist berühmt für ihr Porzellan - aber auch sonst gibt es Hübsches zu sehen in Meißen. Zu diesem Eindruck muss 1916 auch der Fotograf gekommen sein, als sein Blick über die Elbe auf Dom und Albrechtsburg fiel.
Spaziergang durch Nördlingen: Einwohner mochten offenbar nicht so lange still stehen bleiben, bis die Fotografen Franz de Grousilliers, J. und A. Bahr ihr Bild im Kasten hatten - eine Straße in Nördlingen im Jahre 1919.