Frühe PC: IBM, Apple, Commodore - DER SPIEGEL
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Frühe PC IBM, Apple, Commodore

Am 12. August 1981 begann der Verkauf des ersten "IBM-kompatiblen" PC - Vorläufer aller heutiger Windows-Rechner. Das vermeintliche Arbeitsgerät eroberte bald den Alltag, bis in die Freizeit hinein - und läutete endgültig das digitale Zeitalter ein.
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IBM 5150: Vergleichsweise billige Komponenten aus standardisierten Bauteilen machten das Konzept zum Erfolg - vor allem aber die Offenlegung seines Kontruktionskonzeptes als informeller Industrie-Standard. Diesen Rechner durfte jeder nachbauen.

Foto: DPA/ IBM
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Schon fünf Jahre später hatte der PC im Business-Leben eine so große Wichtigkeit erreicht, dass die Deutsche Messe der neuen Technik ein eigenes Spin-off der Hannover-Messe gönnte: Die seit 1950 veranstaltete Sonderschau "Bürotechnik" wurde 1986 durch die von Digitaltechnik geprägte Cebit abgelöst.

Foto: dapd/ Deutsche Messe
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Im Jahrzehnt davor war das kaum zu ahnen. Die ersten Digitalapparate im Alltag waren reine Spielgeräte: 1972 erschien die Spielkonsole Magnavox Odyssey, die von Philips auch in Deutschland vertrieben wurde. Zum Trend machte solche "Telespiele" aber vor allem die Firma Atari,...

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...deren Konsole 2600 (1977) mit magnetischen Datenträger-Kassetten befüttert wurde und so eine Vielzahl verschiedener Spiele zuließ. Lange vor der Tastatur landete so der Joystick in vielen Wohnzimmern - denn natürlich waren die Geräte auf den Fernseher als Monitor angewiesen.

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Das allerdings hatten sie mit den Vorläufern der Personal Computer (PC) gemein. 1974 veröffentlichte Altair den Rechner 8800, 1975 Apple den Apple-I-Bausatz (im Bild). Die Großen der IT-Welt nahmen die darin steckende Bedrohung ihres Geschäftes nicht wahr,...

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...bis Apple 1977 den Apple-II folgen ließ (links im Bild, rechts der 5150) - der schlagartig zu einem Verkaufserfolg wurde. Die Nase vorn...

Foto: JUSTIN SULLIVAN/ AFP
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...hatten aber zunächst Commodore, die mit dem PET 2001 (1977) das Grunddesign des Mainframe-unabhängigen PC als Arbeitsplatzrechner eingeführt hatten. Apple, Tandy (TRS-80) und Commodore lernten voneinander, gingen parallel den Business- und Privatmarkt an, den IBM noch gar nicht wahrgenommen hatte. Die Verkaufserfolge der Newcomer schockierten den Branchenprimus,...

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...der an so etwas wie einen Privatverbrauchermarkt gar nicht glauben wollte: Commodore entwickelte aus dem PET 2001 den preiswerten Heimcomputer C64 (1982), der zu einem Welterfolg wurde. In zwölf Jahren wurden angeblich bis zu 30 Millionen Stück verkauft - ein Weltrekord, den voraussichtlich erst Apples iPad gegen Jahresende 2011 einstellen wird.

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Apropos Apple: Auf IBMs Versuch, mit dem 5150 seine Pfründe in der Business-Welt zu verteidigen, reagierte die Konkurrenz mit kompakten, bezahlbaren Modellen, die sich deutlich an Privatanwender wandten. 1984 stellten Apple-Chef John Sculley und der damalige Aufsichtsratschef Steve Jobs den Macintosh vor,...

Foto: Marilyn K. Yee/ Getty Images
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...bis heute Namensgeber der "Mac"-Baureihen. Das Gerät war klein, aber fein im Sinne des Wortes: Zum ersten Mal war Computertechnik auch chic geworden - der Weg zum Lifestyle-Accessoire begann sich abzuzeichnen. Computer hörten auf,...

Foto: Apple
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...ein Nerd-Hobby zu sein: Auf der ersten Cebit 1986 posierte darum auch der noch vor seinem zweiten Wimbledon-Sieg stehende Boris Becker vor einem Monitor - PC galten nun (im Gegensatz zu Becker damals) zunehmend als cool.

Foto: dapd/ Deutsche Messe
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