Frühe Postflieger Verrückte Reisen in unheimlichen Flugzeugen
Von der Luft auf die Straße: Auf einem Feld bei New York wurden im September 1918 Postsäcke, die aus Chicago kamen, unter der Beobachtung des Piloten Max Miller vom Flugzeug in einen Kleinlaster verladen. Nach dem Ersten Weltkrieg suchten viele Militärpiloten nach einer neuen Beschäftigung. Die riskanten Postflüge kamen da gerade recht.
Das kleinste Postamt der Welt: Eine junge Frau hat im September 1911 gerade ein Hinweisschild für den neuen Post-Service auf einem britischen Flughafen befestigt.
Letzte Anweisungen: Der Pilot F. L. Barnard (r.) bekommt am 30. September 1919 vor seinem Flugzeug die letzten Instruktionen. Aufgrund des Eisenbahner-Streiks zu dieser Zeit in Großbritannien waren die Postflieger immer wichtiger geworden. Barnard gewann 1922 den ersten Wettflug für Postflieger in Großbritannien.
Statt Bahn: Während des Eisenbahner-Streiks im September 1919 stieg die britische Post auf Postflieger um. Hier wird gerade eines der Flugzeuge beladen.
Sicher Gelandet: Überglücklich nehmen zwei Frauen ihre gerade mit dem Flugzeug angekommene Post in Empfang.
Airmail Service: Ein britischer Postbote kommt 1919 mit seiner Fracht am Flugzeug "Valkyrie" an. Postflieger lieferten aus ersichtlichen Gründen vorerst nur in den wärmeren Monaten. Erst im Februar 1921 fand der erste Flug im Winter statt - in einem oben offenen Flugzeug.
Marke Jenny: Eine seltene amerikanische Luftpost-Briefmarke mit einem überkopf fliegendem Flugzeug von 1918. Das Flugzeug-Modell Curtiss JN-4 "Jenny" wurde während des Ersten Weltkriegs in erster Linie zum Pilotentraining eingesetzt und nach dem Krieg zum Postflieger umfunktioniert.
Königliche Fracht: Mitarbeiter der britischen Royal Mail beladen 1935 ein Flugzeug mit Postsäcken.
Gelbe Kisten auf dem Weg nach oben: Auch wenn Kritiker 1919 die Luftpost als eine "lebensgefährliche Torheit" bezeichneten, konnte sie sich durchsetzten. Heute ist sie ein Erfolgskonzept und selbstverständlich nicht mehr so gefährlich wie in den Anfangsjahren.
Nacht- und Nebelaktion: Nächtliche Verladung von Luftpost aus einem Motor-Dreirad in eine Junkers A 20 zum Flug von Berlin nach Warnemünde 1925.
Zeitung auf Reisen: Verladung der B.Z. vom Kraftwagen auf das Flugzeug auf dem Flughafen Berlin-Tempelhof 1925.
Eildienst nach London: Verladung von Luftfracht der Reichspost nach London in eine Junkers der Deutschen Lufthansa um 1935.
Hakenkreuz am Heck: Auf dem Flughafen Berlin-Tempelhof werden 1935 Postsäcke in eine Junkers Ju 52/3m verladen.
Schnell wie der Blitz: Ein Werbeplakat des Deutschen Luft-Lloyd von 1919.
Charles A. Lindbergh: Der amerikanische Luftfahrtpionier im Juni 1927 auf dem Mitchell Field in New York. 33 Stunden und 32 Minuten nach dem Start in New York erreichte der Amerikaner Charles A. Lindbergh nach 5750 Kilometern mit seiner einmotorigen "Spirit of St. Louis" am 21. Mai 1927 Paris. Damit hatte er als Erster allein und nonstop den Atlantik überquert. Sein endlos langer und einsamer Flug über den Ozean katapultierte den jungen Postflieger aus St. Louis in Missouri vor 80 Jahren auf einen Schlag in die Weltöffentlichkeit.
"China Clipper": Eine Martin M-130 flying boat der Fluggesellschaft Pan American Airways auf dem Weg von San Francisco Bay nach Manila auf den Philippinen. Dieser erste Transpazifikflug der Luftpostgeschichte fand am 22. November 1935 statt. Im Hintergrund ist die Skyline von San Francisco zu sehen.
Luftpost 1912: Die Postkarte erinnert an den Beginn der Luftpost in Deutschland.