Frühe Urlaubsreisen Mit der Nuckelpinne in die Sonne
Blauer Käfer: Der Wagen machte uns bereits während der Anreise viel Ärger - und das sollte sich auf der ganzen Urlaubsfahrt nicht ändern. Immer wieder musste geschraubt werden. Diese Aufnahme entstand einen Tag vor der Heimreise.
Autohändler: Die Luftaufnahme von 1980 zeigt das Autohaus, aus dem unser blauer Käfer stammte. Der Betrieb ist mittlerweile aufgelöst.
Jugendcamp "Le Manoir": Keiner von uns war je zuvor an der Côte d'Azur gewesen. Das internationale Jugendcamp "Le Manoir" in Boulouris, Saint Raphael lag direkt am Strandufer. Unter Palmen bauten wir unsere Zelte auf.
Rote Felsen an der westlichen Côte d'Azur: Besonders wagemutige junge Männer steigen auf diese Klippen und springen in die Tiefe. Schon das Zusehen bereitet ein unwohles Gefühl. Für die meisten der Touristen sind sie in erster Linie ein begehrtes Fotomotiv.
Hafen von St. Raphaël: Vor dem Erreichen des Esterel Gebirges kommen wie nach St. Raphaël mit schönen Sandstränden und einem modernen Yachthafen. Dieser Ferienort war eines der ersten Seebäder an der französischen Riviera und war schon 1862 mit der Eisenbahn zu erreichen. Künstler wie Maupassant, Dumas, Beauville, machten das bescheidene Fischerdörfchen bald bis nach Paris bekannt. Die schöneren Strände befinden sich aber meistens auf dem Gebiet der Nachbarstadt Frejus.
Abkühlung im Freibad von Monaco: Mit seiner Fläche ist Monaco nach dem Vatikan der zweitkleinste Staat der Welt mit circa 17.000 Einwohnern auf einem Quadratkilometer. Die Amtssprache ist französisch, das Staatsoberhaupt im Jahre 2009 ist Fürst Albert der Zweite. Am Hafen ist ein feudales Schwimmbad aus hellem Marmor gebaut worden. Nachdem circa fünf D-Mark Eintritt bezahlt wurden, genießen die Freunde aus Deutschland dieses ungewohnte Ambiente. Den alten VW Käfer haben sie vor der Stadt stehen lassen. "Man wollte sich ja nicht blamieren".
Chef des Hauses "Le Manoir": Philipp, Leiter des Jugendaustausch-Camps. Ohne brennende Pfeife war er nie zu sehen. Er hatte für einen "Sack Flöhe" die richtige Mischung aus Verständnis und Durchsetzungsvermögen. Wer um 22 Uhr noch nicht auf dem Gelände von "Le Manoir" war, musste notfalls am Strand schlafen. Es gab aber auch Jugendliche, die aus dem "notfalls", eine Tugend machten.
Plage de Tahiti: Der größte Strand von St. Tropez ist der "Plage de Pampelonne" mit dem "Plage de Tahiti" am nördlichen Ende. In das kleine Fischerdorf St. Tropez kamen schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche Künstler wie Matisse, Signac und Bonnard. In Deutschland ist der Ort vor allem durch Gunter Sachs und Brigitte Bardot bekannt geworden. Mit diesen Personen kamen immer mehr die "Schönen" in diesen Ort. Viele Bausünden verschandelten heute die Landschaft. Unseren Jugendtraum gibt es so nicht mehr.
Strand von Boulouris: Bäume und Sträucher bis ans Meer, ein kleiner aber feiner Sandstrand, das sind die Vorzüge von dem Ort Boulouris (Aufnahme von 1960). Unser Jugendcamp liegt nur einen Steinwurf vom Meer entfernt. Uns wird dieser Luxus gar nicht bewusst. Zwei Wochen kosteten nur 200 D-Mark.
Strand von Théoule-sur-Mer: Die Gemeinde in der "Alpes-Maritimes" und der Region "Provence-Alpes-Côte d'Azur" wurde in den sechziger Jahren Urlaubsziel der Jugend von Eschweiler, organisiert vom Stadtjugendamt. Kein Jahr ohne "Théoule-sur-Mer" heißt die Devise. Vor allem hat sich der damalige Amtsleiter Helmut Henkel, mit diesen Reisen um die Verständigung der beiden Völker verdient gemacht.
Strandpromenade: Diese Promenade lädt die Schönen und Reichen zum Flanieren ein. Sehen und gesehen werden heißt die Devise im Badeort Saint-Raphaël.
Sand, Sonne und viel Platz am Strand: Von Verwandten und Bekannten beneidet, erleben Freunde aus Deutschland in Saint-Raphaël einen Urlaub erster Klasse.
Schlafstätten in "Le Manoir": Im Jugendcamp sind die männlichen Bewohner in Zelten untergebracht. Da stets am Tage die Sonne scheint und die Nächte sehr kurz sind, ist die Unterbringung angenehm. Die weiblichen Gäste werden "in der Nacht weggesperrt".
Brücke von Avignon: Der wirkliche Name ist Pont-Saint-Bénézet. Bénézet war ein Hirte, der von einem Engel 1185 den Befehl bekam, hier eine Brücke zu bauen. Im Jahre 1660 riss eine Flutwelle die Hälfte der Brücke mit sich. Von einstigen Bögen stehen heute noch vier.
Strophe eines bekannten Kinderliedes:
Sur le pont d'Avignon
L'on y danse, l'on y danse
Sur le pont d'Avignon
L'on y danse tous en rond
Fürstenschloss: Das Fürstentum von Monaco liegt an der Mittelmeerküste und wird umschlossen von Frankreich und Italien. Der Staat ist bei Reichen und Schönen begehrt, da weder Einkommensteuer noch Erbschaftsteuer erhoben werden. Der Name geht zurück auf griechische Siedler, die sich im 5. Jahrhundert v. Chr, im Gebiet von dem heutigen Monaco niederließen. Aus dem Namen eines errichteten Tempels zu Ehren des Gottes "Monoikos" entwickelte sich der Landesname "Monaco".
Route nach Nizza bei Aix en Provence: Auf dieser Route sind "Abenteurer" mit einem blauen VW Käfer unterwegs. Auf einer "Route nationale" gibt es meist drei Spuren. Eine davon wird jeweils in einer Richtung für das Überholen freigegeben. Nur die Hoffnung, bald am Meer zu sein, ließ uns die Mühen mit dieser "Schrottkiste" vergessen.
Siesta in der Mittagssonne:Das bewegte Nachtleben im Jugendcamp fordert seinen Preis. Am Strand in der Sonne liegen, schwimmen und ein Nickerchen füllen ein ganzes Tagesprogamm.
Touristengasse in Monaco: In diesen Bereichen genießen auch die einfachen Leute den Hauch von Luxus und Schönheit. Zu dem sind sie eine notwendige Einnahmequelle für die Souvenirläden, die sich hier aneinanderreihen. Der Franc sitzt hier etwas lockerer als üblich.