Religiöser Extremismus "Ich will Jugendliche warnen"
Sechs Jahre lang war Dominic Schmitz Teil der salafistischen Szene in Deutschland. Dann stieg er aus. Heute erzählt er Schülern von seinem Irrweg.
Seit Jahren werben Salafisten in Deutschland auf der Straße - mit wachsendem Erfolg. Um junge Männer für ihren Fundamentalismus zu begeistern, verteilen sie zum Beispiel Flyer und Koran-Übersetzungen, wie hier 2012 in Wuppertal.
Laut Verfassungsschutz streben Salafisten in letzter Konsequenz einen islamischen Gottesstaat an - so wie die Terrormiliz "Islamischer Staat". Der beste Freund von Schmitz zog nach Syrien, um sich dem Kampf der Islamisten anzuschließen.
Sven Lau war der persönliche Mentor von Schmitz. Er ist einer der Lautsprecher der stetig wachsenden salafistischen Szene. Verfassungsschützer und Kriminalbeamte beobachten den Extremisten aus Mönchengladbach seit Jahren.
Laus Gesinnungsgenosse und Mitstreiter Pierre Vogel, ebenfalls ein Verfechter der Scharia, durfte seine obskuren Ansichten sogar schon in Talkshows des öffentlich-rechtlichen Fernsehens verbreiten. Vogel nahm Dominic Schmitz mit zur Pilgerreise nach Mekka.
Schmitz ist noch immer gläubiger Muslim. "Heute könnte der Salafismus mich nicht mehr abholen", sagt er.