Filmklassiker Diamanten, Sex und Drama
Bitte nicht zu sexy: Audrey Hepburn am Set von "Frühstück bei Tiffany". In der Romanvorlage von Truman Capote ist die von Hepburn gespielte Figur Holly Golightly noch wesentlich freizügiger und provokanter angelegt als in der Verfilmung. Trotzdem bot sich für Hepburn mit dem Film die Gelegenheit, die Rolle der Frau im Kino neu zu definieren.
Frühstück bei Tiffany: Unvergessen ist die erste Filmszene, in der Holly Golightly im Morgengrauen auf der menschenleeren Fifth Avenue spazierengeht, bei Tiffany's anhält, an ihrem Pappbecher nippt und den Schmuck im Schaufenster betrachtet.
Drehpause mit Schaulustigen: Die Dreharbeiten in New York dauerten lediglich eine Woche, der Rest des Films wurde anschließend im Studio in Hollywood produziert. Der Zeitdruck und die vielen Zuschauer waren für die beliebte Hauptdarstellerin nicht die einzigen Schwierigkeiten. George Peppard nervte sie mit seiner Arroganz, ihr Mann Mel Ferrer mischte sich ständig ein und Regisseur Blake Edwards ließ die Szenen regelmäßig wiederholen.
Walk of Fame: Der Modedesigner Hubert de Givenchy stattete Audrey Hepburn nicht nur privat aus, sondern entwarf auch zahlreiche Filmkostüme für sie - wie das berühmte Kleid aus "Frühstück bei Tiffany". 2006 wurde das elegante "Schwarze" vom Auktionshaus Christie's für etwa 700.000 Euro versteigert.
Elegant von Fuß bis Zigarettenspitze: Wohl eines der bekanntesten Fotos der zierlichen Schauspielerin in ihrer Rolle als Lebefrau. Als die Dreharbeiten begannen, war Audrey Hepburn seit zweieinhalb Monaten Mutter und zog aus der Schweiz kurzzeitig in die USA.
Schmuckstück: Das Unternehmen Tiffany & Co wurde 1837 in New York gegründet und steht für Luxus und Glamour. Im Jahr 1862, während des Bürgerkriegs, lieferte es aber unter anderem auch Schwerter und Flaggen an die Armee der Nordstaaten.
Unzufriedener Autor: Truman Capote lieferte die Romanvorlage für den erfolgreichen Film. Er war vom Ergebnis allerdings wenig angetan. Der Film habe so viel Ähnlichkeit mit seinem Buch, wie die Tanzgarden der Rockettes mit der berühmten Primaballerina Galina Ulanova, sagte er in einem Interview.
Ausgezeichnete Leistung: Audrey Hepburn mit dem David di Donatello Award, dem bedeutendsten italienischen Filmpreis. Der Preis, den sie als beste Haupdarstellerin für ihre Rolle in "Frühstück bei Tiffany" bekam, blieb für diesen Film ihr wichtigster. Sie war bereits Oscarpreisträgerin, kam aber für die Capote-Adaption nicht über eine Nominierung hinaus.
Galavorführung: Audrey Hepburn bei einer Vorführung des Films in Rom. Der glamouröse Abend wurde zu Gunsten des italienischen Roten Kreuzes durchgeführt.
Zeitlose Klasse: Selbst 50 Jahre nach der Premiere des Films gilt Holly Golightly alias Audrey Hepburn noch immer als Stil-Ikone.
Wherever you're going, I'm going your why: Audrey Hepburn und George Pappard amüsieren sich zwischen zwei Filmaufnahmen. Der von ihr im Film gesungene Song "Moon River" wurde von Johnny Mercer getextet, die Musik komponierte Henry Mancini. Die beiden hatten bei der Oscarverleihung 1962 mehr Glück als die Darstellerin und bekamen die Trophäe für den besten Filmsong, Mancini sogar noch einen weiteren für die beste Filmmusik.
Engagierte Stilikone: 1988 wurde Audrey Hepburn von der Unicef zur Sonderbotschafterin ernannt. Sie reiste bis kurz vor ihrem Tod in zahlreiche Länder, um die Projekte des Kinderhilfswerks zu unterstützen.