Fukushima Das Katastrophen-AKW
Diese Aufnahme entstand am 6. Mai: Ein Arbeiter in Schutzkleidung inspiziert Block 1 des havarierten AKW Fukushima. In dem Katastrophen-Kernkraftwerk ist es höchstwahrscheinlich schon vor Wochen in zwei weiteren Reaktorblöcken zur teilweisen Kernschmelze gekommen. Wie die Betreiberfirma Tepco am Dienstag in Tokio mitteilte, gehe man davon aus, dass sich auch in den Reaktoren 2 und 3 die Brennstäbe teilweise verflüssigt haben. Damit hätte es dann in drei der insgesamt sechs Reaktorblöcke des AKW Fukushima Daiichi eine Kernschmelze gegeben.
Arbeiter auf dem Kraftwerksgelände: Im Hintergrund wird mit schwerem Gerät Schutt beseitigt. Bisher war Tepco davon ausgegangen, dass lediglich in Reaktor eins die Brennstäbe größtenteils geschmolzen seien und sich die Masse nun am Boden des Reaktordruckbehälters befinde. Atomexperten hatten schon früher vermutet, dass es auch in den anderen Reaktorblöcken eine teilweise Kernschmelze gegeben habe.
Beschädigter Tank im Kraftwerk Fukushima: Wie AKW-Betreiber Tepco bekanntgab, soll der ursprüngliche Krisenfahrplan eingehalten werden. Das heißt: Bis spätestens Januar soll die Anlage unter Kontrolle gebracht werden.
Besprechung in der Einsatzzentrale: Weil in der vergangenen Woche ein neues Leck entdeckt wurde, sollen die beschädigten Reaktoren nun nicht mehr wie bislang geplant zur Kühlung mit Wasser geflutet werden. Stattdessen soll ein Kreislauf des vorhandenen Wassers die Reaktoren kühlen. Mit dem neuen Plan soll offenbar vermieden werden, dass durch Lecks erneut radioaktives Wasser austreten kann.
Um die Reaktoren zu stabilisieren, muss das automatische Kühlsystem dringend wieder in Gang gebracht werden.
Bei einer Wasserstoffexplosion wurde Reaktorgebäude 4 (Foto) schwer beschädigt. Die Einsatzkräfte wollen es mit Stahlschienen und Beton stützen, um einen Einsturz zu verhindern.
Links ist der zerstörte Reaktorblock 1 zu sehen: Selbst wenn alles nach Plan läuft, werden die Arbeiten in Fukushima noch Jahre dauern.
Tepco will auf dem Kraftwerksgelände weiterhin Kunstharz versprühen, um radioaktiven Staub zu binden. Zudem arbeitet das Unternehmen daran, möglichst bald eine Plane über die havarierten Reaktoren 1 bis 3 zu spannen, damit keine radioaktiven Stoffe mehr in die Atmosphäre entweichen.
Arbeiter überprüfen Tanks auf dem AKW-Gelände.
Der überarbeitete Krisenfahrplan soll laut Tepco auch bessere Bedingungen für Arbeiter auf dem Gelände gewährleisten.