Fukushima Das große Aufräumen
Trümmerlandschaft: In der Nähe des zerstörten Atomkraftwerks Fukushima liegt ein Schiffswrack auf dem Trockenen. Ein Polizist sucht das Gebiet am zweiten Jahrestag der Tsunamikatastrophe nach Zeichen von Vermissten ab.
Rund 2700 Menschen gelten bis heute als vermisst.
Auch in dieser Straße in Namie sind die Narben der Katastrophe zwei Jahre nach dem Beben und dem Tsunami noch immer sichtbar.
Diese Autos wurden vor zwei Jahren vom Tsunami mitgerissen. Ihre Wracks hat noch niemand weggeräumt.
Auch dieses riesige Fischerboot spülte der Tsunami vor zwei Jahren in Kesennuma an Land. Die Blumen wurden zur Erinnerung an die Opfer der Katastrophe abgelegt.
Niemand weiß, wohin mit den wachsenden Bergen an Atommüll. Strahlender Müll wird zum Beispiel hier in einem provisorischen Lager in Naraha gesammelt, ganz in der Nähe der Atomruine von Fukushima. Es gibt noch immer keine Entscheidung über Zwischenlager.
Der Ort Rikuzentakata in der Präfektur Iwate: Kritiker beklagen, dass der Wiederaufbau zu langsam vorankomme.
Japan gedenkt der Opfer der Erdbeben-, Tsunami- und Atomkatastrophe: Um 14.46 Uhr Ortszeit, dem Zeitpunkt, als am 11. März 2011 ein Erdbeben der Stärke 9,0 das Land erschütterte, legten die Menschen in den Katastrophengebieten und anderen Orten eine Schweigeminute für die fast 19.000 Todesopfer ein.
Verwüstetes Gebäude nahe Fukushima: Nach Angaben der Wiederaufbaubehörde leben immer noch rund 315.000 Menschen in provisorischen Unterkünften fern ihrer früheren Häuser, verteilt über alle Provinzen des Landes.
Zwar ist die Ruine des AKW Fukushima nach Darstellung der Regierung und des Betreibers Tepco unter Kontrolle. Ein großes Problem bereiten jedoch die Unmengen Wasser, die weiterhin zur Kühlung der beschädigten Reaktoren benötigt werden. 360.500 Kubikmeter verstrahlten Wassers habe sich angesammelt, die Auffangbehälter seien fast voll, warnt die Zeitung "Mainichi Shimbun".
Insgesamt könnte die Beseitigung der Schäden 30 bis 40 Jahre dauern und umgerechnet mindestens 77 Milliarden Euro kosten. Hinzu kommen Experten zufolge weitere 300 Milliarden Euro für die Entschädigung der Anwohner und die Dekontaminierung der Umgebung der Kraftwerksruine.