Fukushima: Kampf gegen das Dauer-Desaster - DER SPIEGEL
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Fukushima Kampf gegen das Dauer-Desaster

In der japanischen Unglücksprovinz Fukushima sind stark verstrahlte Shiitake-Pilze gefunden worden. Die Regierung untersagte daher Pilzbauern aus mehreren Städten, ihre Produkte auszuliefern. In der AKW-Ruine geht der Kampf gegen den Super-GAU weiter.
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In der japanischen Unglücksprovinz Fukushima sind stark verstrahlte Shiitake-Pilze gefunden worden. Die Regierung untersagte daher Pilzbauern aus mehreren Städten, ihre Produkte auszuliefern. Pilze, die in Gewächshäusern gezüchtet werden, seien jedoch sicher und daher von dem Verbot ausgenommen, sagte Regierungssprecher Yukio Edano der Nachrichtenagentur Kyodo.

Foto: CARLOS BARRIA/ REUTERS
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In der Unglücksregion gehen die Aufräumarbeiten weiter. Der Flughafen Sendai nahm am Mittwoch wieder teilweise seinen Betrieb auf. Er war vor gut einem Monat von dem gewaltigen Tsunami überschwemmt worden. Die Wiedereröffnung des Flughafens macht es für Helfer aus dem Großraum Tokio und dem Westen des Landes einfacher, in die Katastrophengebiete zu gelangen.

Foto: Vincent Yu/ AP
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Eine Maschine der Japan Airlines landete um 8 Uhr morgens (Ortszeit) auf dem Flughafen.

Foto: Sergey Ponomarev/ AP
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Der GAU in Raten: Das Atomkraftwerk Fukushima I (Daiichi), hier auf einem Foto vom 21. März. Mittlerweile hat die japanische Atomaufsichtsbehörde die Lage in Fukushima neu bewertet - und in die Kategorie 7 eingestuft.

Foto: REUTERS/ TEPCO
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Hideo Takahashi baut seit 30 Jahren in dem japanischen Dorf Iitate Brokkoli an. Seit mehreren Generationen bestellt seine Familie hier im Nordosten das Land. Doch nun ist alles anders: Iitate liegt 40 Kilometer vom zerstörten Atomkraftwerk Fukushima entfernt. Dieses Jahr wird Takahashi keinen Brokkoli ernten. Er und einige seiner Kollegen haben sich dagegen entschieden, denn im Boden ihres Dorfs wurden hohe Werte radioaktiven Cäsiums entdeckt.

Foto: Takehiko Kambayashi/ dpa
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Gemüse und Obst aus der betroffenen Region sind laut Greenpeace hoffnungslos verstrahlt. Doch solche Bedenken versucht die japanische Regierung zu zerstreuen. So wird in Tokio mit dem PR-Event "Auf geht's, Iwaki!" für das Gemüse aus der vom AKW-Störfall betroffenen Region geworben. Regierungssprecher Yukio Edano trat dabei gemeinsam mit der beliebten Comedian Shizu-chan auf - und biss beherzt in eine Erdbeere aus Iwaki.

Foto: YOSHIKAZU TSUNO/ AFP
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Am Dienstag hat erneut ein schweres Nachbeben der Stärke 6,3 den Nordosten Japans erschüttert. Am havarierten AKW Fukushima I kam es zu einem Brand. Das Feuer sei am Dienstag ausgebrochen, habe aber schnell gelöscht werden können, sagte der Betreiber Tepco. Berichte über Verletzte oder Schäden gab es nicht.

Foto: REUTERS/ TEPCO
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Nahe des Kraftwerks Fukushima haben die Rettungskräfte in einem ehemaligen Sportkomplex ein behelfsmäßiges Lager aufgeschlagen. Auch Einheiten des Militärs kommen rund um den schwerbeschädigten Reaktor zum Einsatz.

Foto: Hiro Komae/ AP
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Eine gewaltige Beton-Pumpe wurde per Flugzeug von Deutschland nach Japan transportiert. Auch dieses Spezialgerät soll helfen, die Reaktorkatastrophe in Fukushima einzudämmen. Hier wird die Pumpe nahe Tokio aus einer Frachtmaschine geladen.

Foto: Hiroyuki Koda/ dpa
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Ein Stück Normalität mitten im Chaos: An einer behelfsmäßigen Tankstelle in der Stadt Rikuzentakata befüllen Angestellte ein Auto mit Benzin. Der Tsunami hatte die regulären Zapfsäulen weggespült. Auch mehr als einen Monat nach der Erdbebenkatastrophe herrscht in Teilen des Landes der Ausnahmezustand.

Foto: Kimimasa Mayama/ dpa
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In der Präfektur Miyagi im Nordosten Japans wurden große Fischerei-Schiffe an Land gespült und konnten bis zum heutigen Tag nicht geborgen werden.

Foto: Everett Kennedy Brown/ dpa
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Die Stadt Minamisanriku, ebenfalls in der Präfektur Miyagi, gilt als einer der am schwersten getroffenen Orte des Landes. Von vielen Gebäuden blieben nur die Fundamente stehen, das Haus im Vordergrund wurde von den Wassermassen des Tsunamis aus den Verankerungen gehoben und mitgeschwemmt.

Foto: Sergey Ponomarev/ AP
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Noch immer bergen die Rettungskräfte Leichen aus den Trümmern der völlig zerstörten Gebäude.

Foto: Kimimasa Mayama/ dpa
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In Minamisanriku holt eine Frau Wasser aus einem Brunnen. Große Teile der Bevölkerung in den am schwersten betroffenen Gebieten haben ihre Häuser, teils ihr ganzes Hab und Gut, verloren.

Foto: YASUYOSHI CHIBA/ AFP
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Betroffene werden in Kamaishi, Präfektur Iwate, in Notunterkünften untergebracht. Um den Menschen ein Mindestmaß an Privatssphäre zu bieten, ist diese Turnhalle in "Räume" unterteilt. Zeltbahnen trennen diese voneinander.

Foto: KAZUHIRO NOGI/ AFP
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Gigantisches Fundbüro: Ein Mann sucht in einer Notunterkunft nach persönlichen Gegenständen, die aus den Trümmern geborgen wurden.

Foto: KIM KYUNG-HOON/ REUTERS
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