Funde vor Estland: Wikinger auf Beutezug - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Funde vor Estland Wikinger auf Beutezug

Auf einer Insel vor Estland haben Archäologen das früheste bekannte Wikinger-Kriegsschiff inklusive Besatzung gefunden. Die toten Skandinavier fern der Heimat sind ein Beleg dafür, dass Wikinger schon lange vor dem Überfall auf das englische Kloster Lindisfarne auf Raubzüge gingen.
1 / 5

Abdruck eines Wikingerschiffs, das auf einer Insel vor Estland entdeckt wurde: Die "Salme 1" wurde zwischen 650 und 700 gebaut, ergab eine Datierung noch vorhandener Plankenreste.

Foto: Maili Roio
2 / 5

Abdruck der "Salme 2": Beide Schiffe waren schon auf großer Fahrt über die Ostsee, bevor im Jahr 793 mit dem Überfall aufs nordenglische Lindisfarne die große Zeit der Wikingerraubzüge begann. Das Schiff besaß einen Kiel und wahrscheinlich auch einen Mast, so dass man damit segeln konnte.

Foto: Maili Roio
3 / 5

Lage der Schiffe auf der Insel Saaremaa: "Dies ist unser erster Vorgeschmack auf das Zeitalter der Wikinger", sagt die estnische Archäologin Marge Konsa in einem Beitrag in der Zeitschrift "Archaeology".

Foto: Marge Konsa
4 / 5

Einige der Skelette auf der "Salme 2": 33 Tote wurden hier säuberlich in Reihen geschichtet und zum Teil mit Schwert und Schild bestattet.

5 / 5

Ein Würfel von der "Salme 1": Ein Segel gab es nicht, die Männer mussten die Strömung nutzen oder rudern. Trotzdem war der Zweck des Gefährtes eindeutig: "Das ist kein Fischerboot, das ist ein Kriegsschiff", ist Konsa sich sicher. "Es ist schnell und schmal und ziemlich leicht."

Foto: Marge Konsa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?