Fußball-Anekdoten - DER SPIEGEL
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Fußball-Anekdoten Wie ich aus Uwe Seeler einen St.-Pauli-Fan machte

Uwe Seeler gehört zum HSV wie der Hafen zu Hamburg. Deshalb war es ein bemerkenswertes Ereignis, als sich die Fußball-Legende 1997 zu einem Interview mit dem St.-Pauli-Fanmagazin "Der Übersteiger" bereit erklärte - und zu einem historischen Foto. Von Mike Glindmeier
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Seeler mit Heft: Im Zuge eines Interviews für den "Übersteiger" posierte HSV-Idol Uwe Seeler 1998 mit einem Heft des bei den Anhängern so verhassten St. Pauli-Fanzines "Der Übersteiger". Doch damit nicht genug - Uwe Seeler, damals wie heute Botschafter des Trikotausrüsters Adidas ...

Foto: Mike Glindmeier
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... ließ sich sogar dazu überreden, mit dem Trikot der "Übersteiger"-Redaktionsmannschaft zu posieren.

Foto: Mike Glindmeier
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"Euch Uwe klaut": Mit diesem Transparent provozierten Anhänger des FC St. Pauli Mitte der neunziger Jahre bei einem Derby die HSV-Anhänger im Volksparkstadion. Hintergrund waren Unregelmäßigkeiten und Provisionszahlungen bei Immobiliengeschäften an Jürgen Engel, der unter dem HSV-Präsidenten Seeler als Schatzmeister fungierte und den Ruf des HSV-Idols stark beschädigte. Seeler übernahm am 5. Oktober 1995 das Amt des HSV-Präsidenten und trat am 30. Juni 1998 zurück.

Foto: Mike Glindmeier
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Kult-Transparent: Der flotte Paarreim der HSV-Fans hat mittlerweile Kultstatus erlangt, der Schmähgesang wird mittlerweile sogar innerhalb der St.Pauli-Fanszene zur Erheiterung gesungen.

Foto: Mike Glindmeier
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"Ho-Ho-Hochverrat": Bernd Hollerbach war zwischen 1990 und 1995 der Publikumsliebling am Millerntor. Über einen halbjährigen Umweg nach Kaiserslautern wechselte er zur Jahreswende zum Hamburger SV. Das St.-Pauli-Fanzine "Der Übersteiger" reagierte mit diesem Titelbild. Später tauchten auch Aufkleber mit Hollerbachs Gesicht vor der HSV-Raute auf, die eine klare Botschaft hatten: "Ich muss leider draußen bleiben."

Foto: Mike Glindmeier
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Bester Beweis: Mit diesem Titelbild revanchierte sich "Der Übersteiger" beim ehemaligen HSV-Spieler Marinus Bester. Der Stürmer hatte Ende der Neunziger - damals noch in Diensten des Lüneburger SK - die St.-Pauli-Fans nach einem Siegtreffer gegen die zweite Mannschaft mit einem HSV-Shirt unter seinem Trikot provoziert. Jahre später - Bester war mittlerweile Mitarbeiter seines Lieblingsclubs HSV - versteigerte der Ex-Profi das T-Shirt für einen guten Zweck. Die Redaktion des "Übersteiger" ersteigerte das geschichtsträchtige Leibchen und entwarf daraufhin dieses Titelbild.

Foto: Mike Glindmeier
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Fuß-Denkmal: Uwe Seeler in der Kunstgießerei Straßacker in Süßen mit der überdimensionalen Nachbildung seines rechten Fußes. Die Skulptur ist seit Ende August 2005 vor der AOL-Arena in Hamburg aufgestellt.

Foto: dpa
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Goldball: Hamburgs Mittelstürmer Uwe Seeler wird am 29. Oktober 1960 im Hamburger Rathaus mit dem "Goldenen Fußball" für den "Fußballer des Jahres" geehrt.

Foto: dpa
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WM 1966: Fußball-Weltmeisterschaft 1966 in England - Uwe Seeler schickt sich gerade an zu schießen, als der Argentinier Jose Albrecht angreift. Das Spiel endet 0:0.

Foto: AP
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Uwe Seeler in Aktion: Der Rekordnationalspieler beim Länderspiel Deutschland gegen Irland am 9. Mai 1970 in Berlin.

Foto: AP
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WM 1970: Stürmer Uwe Seeler setzt sich im Zweikampf gegen die Engländer Martin Peters (l.) und Alan Mullery (r.) im Fußball-WM-Viertelfinalspiel am 14. Juni 1970 im mexikanischen Leon durch. Er erzielt neun Minuten vor Ende der regulären Spielzeit das Ausgleichstor zum 2:2. In der Verlängerung bezwingt die deutsche Nationalmannschaft Weltmeister England dann noch mit 3:2.

Foto: dpa
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"Uwe, Uwe": Fußball-Weltmeisterschaft 1966 in England - im Hillsborough Stadion in Sheffield unterstützen deutsche Fans ihr Team mit Flaggen und Transparenten. Der Kapitän Uwe Seeler ist bei den Fans besonders beliebt.

Foto: Getty Images
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Jubilar: Als Uwe Seeler zur Zeremonie anlässlich seines 70. Geburtstags am 5. November 2006 eintrifft, schwenkt er gut gelaunt die HSV-Flagge.

Foto: REUTERS
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Partytime in der Umkleide: Spieler des FC St. Pauli feiern ihren Aufstieg in die Erste Bundesliga.

Foto: Getty Images
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Das St. Pauli-Team 2002/03: Sie schafften, was in 93-jähriger Vereinsgeschichte noch keiner Mannschaft des FC St. Pauli gelungen war - der direkte Abstieg von der 1. Bundesliga in die Regionalliga.

Foto: Mike Glindmeier
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St. Pauli - Wo unsere Fahne weht...: Ein seltenes Bild, auf das die Fans des FC St. Pauli lange gewartet haben. Am 19. April 2002 trugen die Braun-Weißen ihr "Heimspiel" in der Bundesliga aus Sicherheitsgründen beim HSV aus. Da der FC die AOL-Arena mieten musste, wurden sämtliche HSV-Devoationalien durch St. Pauli-Accessoires ersetzt. Hier weht die Totenkopffahne über dem VIP-Parkplatz.

Foto: Mike Glindmeier
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Fans: Der erste Aufstieg des FC St. Pauli im Jahr 1995. Die Fans jubeln und stürmen noch vor dem Abpfiff den Rasen.

Foto: Getty
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"Saufen für St. Pauli": Nach dem zweiten Abstieg in Folge sorgte der damalige St.-Pauli-Sponsor, eine Hamburger Brauerei, nicht nur für erfrischende Kaltgetränke rund um das Retterfestival. Gemeinsam mit den Kneipen auf dem Kiez rief die Brauerei das Motto "Saufen für den FC St. Pauli" aus. An einem Wochenende gingen 50 Cent pro auf dem Kiez getrunkenem "Astra"-Bier an den FC St. Pauli. Ein Bordell auf dem Kiez kopierte die Aktion, das Motto wurde dazu leicht abgewandelt...

Foto: Mike Glindmeier
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Bundesligaspieler Uwe Seeler: Der ex-HSV-Fußballer auf dem Trainingsplatz in Norderstedt 1971.

Foto: Robert Günther/www.starclub-hamburg.com
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Uwe auf den Schultern: Uwe Seeler nach seinem Abschiedsspiel für den HSV am 01.05.1972 im Hamburger Volksparkstadion.

Foto: Robert Günther/www.starclub-hamburg.com
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Uwe Seeler: Der Fußballspieler kniet im März 1971 auf dem Rasen vor seinem Haus in Norderstedt.

Foto: Robert Günther/www.starclub-hamburg.com
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Der junge Uwe Seeler: Im Trikot seines damaligen Vereins HSV 1971 vor seinem Haus in Norderstedt bei Hamburg.

Foto: Robert Günther/www.starclub-hamburg.com
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?