Fußball-Bildband Weltweiter Kick
15. Januar: "Du schaust auf den Ball. Neunzig Minuten auf den Ball, denn der Ball kennt keine Tricks." (Raimond Aumann, ehemaliger Keeper des FC Bayern München)
30. Januar: "Fußball ist ein Spiel, das alle Völker, alle Rassen, alle Religionen, alle Altersklassen und alle Geschlechter zusammenbringt." (Joseph Blatter, Präsident des Weltfußballverbands Fifa)
25. Februar: Acht Fuß hoch (2,44 Meter) und 24 Fuß breit (7,32 Meter) das sind die einst in England verabredeten Maße für das Fußballtor. Sie gelten bis heute in allen der Fifa angeschlossenen Ländern für offizielle Spiele wie übrigens auch weitere Vorschriften für die Aufhängung der Tornetze, die Verankerung der Pfosten etc. An vielen Orten erfüllt aber auch ein nicht so reguläres Tor seinen Zweck. Wir nennen sie "magische Orte".
26. März: Den Namen nach waren sie eine halbe Weltauswahl, als sie gegen Ende der siebziger Jahre bei Cosmos New York anfingen, dem Retortenclub des Warner-Konzerns. Doch obwohl in die Jahre gekommen, waren Beckenbauer, Pelé & Co. für den Rest der neu gegründeten amerikanischen Profi-Liga noch zu gut und siegten sich allmählich zu Tode. Erst kamen 70.000 Zuschauer, später nur noch ein Bruchteil davon, dann ging 1980 "Kaiser Franz" ohne Bedauern: "Ich wollte eigentlich nur mein Schulenglisch aufbessern und mal was Anderes sehen."
23. April: You'll never walk alone.
14. Juni: "Wir haben zum 2:2 ausgeglichen!", so ein vermummter Boca-Anhänger zum Tod zweier erschossener Fans von River Plate Buenos Aires, die an diesem Tag mit 2:0 gesiegt hatten.
2. Juli: "Das ist für das Eigentor!" war der letzte Satz, den Andrés Escobar in seinem kurzen Leben hörte. Dann wurde der 27-jährige Nationalspieler Kolumbiens, der bei der WM in den USA die 1:2-Niederlage gegen die Gastgeber eingeleitet hatte, am 2. Juli 1994 vor einem Restaurant in Medellin erschossen. Gegen den Revancheakt der Drogenbosse, die ein illegales Fußballtoto betrieben, protestierten bei Escobars Beerdigung über 100.000 Kolumbianer.
8. Juli: Ob zwei außergewöhnliche Stürmer in einer einzigen Mannschaft harmonieren können das ist seit der WM 1970, als Gerd Müller und Uwe Seeler spielten, ein Lieblingsthema unter deutschen Fußballfans. Dabei sehen zeitgemäße strategische Formationen ohnehin oft nur noch zwei Spitzen vor und spätestens seit dem 8. Juli 1990, als Jürgen Klinsmann (r.) und Rudi Völler in Rom Seite an Seite Weltmeister wurden, ist aus diesem Ball die Luft raus. Im Trainerjargon heißt es: Man muss nur die Laufwege koordinieren.
29. Juli: Ball (deutsch), ball (englisch), bal (niederländisch), ballon (französisch), pallone (italienisch), pelota (spanisch), bola (portugiesisch), balla (griechisch), boll (schwedisch), palla (finnisch), pilka (polnisch), míc (tschechisch), lopta (serbo-kroatisch), top (türkisch).
11. September: 18 bewohnte Inseln. Knapp 50.000 Färinger, das sind 34,5 Einwohner pro Quadratkilometer. 6200 registrierte Spieler und Spielerinnen. Zwei Ligen mit jeweils zehn Mannschaften. Die Fußballbilanz der Färöer ist einfach nur beeindruckend.
14. Oktober: Diego Armando Maradona hat nicht nur die Neapolitaner zum Träumen gebracht, sondern sich auch als das beste Geschäft erwiesen, das jemals im Fußball gemacht wurde."
(Luciano de Crescenzo, Ex-Manager und Schriftsteller aus Neapel)
11. November: 29 Landestitel, 17 Siege im spanischen Pokal, 9 Siege im Europapokal der Landesmeister/Champions League, 3 Siege im Weltpokal und 2 Siege im Uefa-Cup (Real Madrids Erfolgsbilanz von 1902 bis 2005)