Schalke gegen Hertha Zwei Treffer für Platz zwei
Warum so skeptisch? Von zehn Rückrundenspielen hatte der FC Schalke 04 nur eines verloren, seit vier Spielen war das Team von Trainer Jens Keller ungeschlagen. Zum Start des 28. Spieltags hatten es die Schalker im eigenen Stadion mit Hertha BSC zu tun. Die verlockende Aussicht: Mit einem Sieg konnten sie in der Tabelle zumindest vorübergehend auf den zweiten Platz klettern - und den Revier-Rivalen Borussia Dortmund überholen.
Die Schalker um Mittelfeldspieler Leon Goretzka begannen stürmisch. Unter der Woche im Derby beim BVB hatten sie Glück, dass sie mit einem Unentschieden davon gekommen waren, gegen Hertha spielten sie von Beginn an auf Sieg. Kaan Ayhan traf nach wenigen Minuten per Freistoß den Berliner Torpfosten.
Chinedu Obasi gelang schließlich nach einer guten Viertelstunde die Führung. Der Ersatzmann des gelbgesperrten Kevin-Prince Boateng umkurvte Berlins Torhüter Rune Jarstein und schob den Ball zur Führung für die Gastgeber ins Netz.
Es war ein seltener Glücksmoment für Obasi: Gegen Hertha bestritt er sein neuntes Saisonspiel und erzielte erst seinen zweiten Treffer in der laufenden Spielzeit. Umso euphorischer feierte er sein Führungstor.
Hertha kam danach besser ins Spiel, die Partie wurde zunehmend umkämpfter. Hier kämpfen Sead Kolasinac (in der Luft) und Sami Allagui um den Ball.
Doch ernsthaft in Bedrängnis brachte Hertha die Gastgeber nicht. Torjäger Adrián Ramos unternahm ein paar Angriffsversuche, scheiterte aber meist an der geordneten Schalker Deckung. Insgesamt war der Qualitätsunterschied zwischen den beiden Teams zu deutlich.
In Sachen Effizienz war Schalke an diesem Abend Champions-League-reif. Die zweite Halbzeit hatte gerade erst begonnen, da erzielte Klaas-Jan Huntelaar mit seinem ersten Torschuss überhaupt das 2:0.
Auf Huntelaar können sich die Schalker in dieser Rückrunde verlassen. Gegen Hertha gelang ihm im 13. Saisonspiel sein elftes Tor. Das Spiel war damit entschieden.
Die Schalker verwalteten danach die Führung, hier behauptet Julian Draxler den Ball problemlos gegen zwei Berliner. Einen Treffer vor Sebastian Langkamp in der Schlussphase gab Schiedsrichter Günter Perl nicht. So blieb es beim 2:0 für die Schalker, die damit auf den zweiten Platz vorrücken. Zumindest für eine Nacht.