Fußball-Fotografie - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Fußball-Fotografie Die Ära vor dem Hochglanz-Kick

Indische Kicker ohne Schuhe, kopfstehende Zuschauer, Seelers einarmiger Seitenfallzieher: Otto Metelmann hat den Nachkriegsfußball in seinen entscheidenden Sekunden verewigt. einestages zeigt die schönsten Bilder des legendären Sportfotografen.
1 / 17

Ballkünstler: Auf den linken Arm gestützt, holte Uwe Seeler am 24. Oktober 1954 beim HSV-Spiel gegen Braunschweig auf dem Rothenbaum-Sportplatz zu einem spektakulären Scherenschlag aus.

Foto: Metelmann/Agon Sportverlag
2 / 17

Siegesparade: Am 25. Juni 1960 gelang es dem HSV, erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg den deutschen Meisterschaftstitel zu holen. Im Spiel gegen den 1. FC Köln behaupteten sich die Hamburger mit 3:2. Bei ihrer Ankunft auf dem Rothenbaum-Sportplatz wurde die Mannschaft (an der Spitze Jochen Meinke, Horst Schnoor und Trainer Günther Mahlmann) gefeiert wie Helden, auf der Rothenbaumchaussee herrschte der Ausnahmezustand.

Foto: Metelmann/Agon Sportverlag
3 / 17

Dicht an dicht: Diese Zuschauer benötigten keinen High-Tech-Zoom und keine Großbild-Leinwand, um das Spiel hautnah mitzuverfolgen - sie drängten sich einfach bis direkt an die Spieler, um jeden Pass genau zu beobachten. So geschah es zumindest beim Oberligaspiel des SV Werder Bremen gegen den Hamburger SV im hoffnungslos überfüllten Weserstadion 1955.

Foto: Metelmann/Agon Sportverlag
4 / 17

Grenzenloser Jubel: Vor Freude über das Tor des HSV gegen Borussia Dortmund 1953 stürmten die Fans das Spielfeld. Am Ende gab es jedoch lange Gesichter bei den Hamburgern: Die Dortmunder gewannen das Spiel mit 4:3.

Foto: Metelmann/Agon Sportverlag
5 / 17

Ab in die Kabine: Den Ausgang des Spitzenspiels der Oberliga Nord am 1. Dezember 1957 hätte sich Uwe Seeler sicher rühmlicher vorgestellt. Nach einem Revanchefoul des hitzigen HSV-Stürmers am Bremerhavener Verteidiger stellte Schiedsrichter Höfel "uns Uwe" kurzerhand vom Platz.

Foto: Metelmann/Agon Sportverlag
6 / 17

Glücksmoment: Vor Freude über den 2:1-Sieg des 1. FC Nürnberg gegen Fortuna Düsseldorf im DFB-Finale 1962 vollführt dieser Fan vor Glück einen Kopfstand.

Foto: Metelmann/Agon Sportverlag
7 / 17

Nachwuchstalent: Ehrfürchtig verfolgte der 11-jährige Uwe Seeler (3.v.l.) 1948 die technischen Kniffe der großen HSV-Vorbilder auf dem Rothenbaum-Sportplatz. Besonders stolz war er, wenn Papa Seeler, der seit 1938 bei den "Rothosen" mitkickte, das Tor traf.

Foto: Metelmann/Agon Sportverlag
8 / 17

Unten ohne: Am 3. August 1952 spielte die Nationalmannschaft der Inder in Bergedorf gegen den HSV - barfuß wie es in ihrer Heimat üblich war.

Foto: Metelmann/Agon Sportverlag
9 / 17

Meister-Hoffnung: 28.000 Zuschauer drängten sich beim ersten Gruppenspiel in der Endrunde 1952 am Rothenbaum um den Rasen. Der HSV gewann gegen Nürnberg mit 4:2 - und alle Hamburg-Fans hofften auf den Titel. Ein Traum, der spätestens nach dem 0:4 gegen Nürnberg endgültig ausgeträumt war.

Foto: Metelmann/Agon Sportverlag
10 / 17

Ab durch die Mitte: HSV-Mittelspieler Horst Dehn gäbe alles darum, den Ball am Altonaer Torwart Walter Banse vorbei ins Tor zu schießen.

Foto: Metelmann/Agon Sportverlag
11 / 17

Derbe Niederlage: Weltmeister ist er geworden, der DFB-Titel blieb ihm verwehrt - zumindest 1958. Darum musste Uwe Seeler den weinenden HSV-Mannschaftskapitän Jupp Posipal auch trösten, als die Sieglosen am 18. Juni 1954 aus Hannover zurückkehrten, wo der FC Schalke 04 sie mit 0:3 vernichtend geschlagen hatte.

Foto: Metelmann/Agon Sportverlag
12 / 17

Wasserspiele: Unermüdlich schippten die Nachwuchs-Kicker das Wasser vom Allee-Sportplatz in Hamburg, um das Amateurligaspiel zwischen Altona 93 und dem Eimsbüttler TV trotz des strömenden Regens zu ermöglichen. Das Foto entstand an einem der regenreichsten Tage des Jahres 1958.

Foto: Metelmann/Agon Sportverlag
13 / 17

Blindflug: Der Torwart von Borussia Dortmund, Heinrich Kwiatkowski fliegt ins Leere - sehr zum Ärger seiner Teamkollegen, dafür aber zur Freude der Hamburg-Fans, die sich bis zum Spielfeldrand drängten, um das Geschehen hautnah mit zu verfolgen. Dies war der Ausgleichstreffer des HSV gegen die Dortmunder durch Herbert Wojtkowiak im Gruppenspiel 1953.

Foto: Metelmann/Agon Sportverlag
14 / 17

Hautnah: Auf Tuchfühlung zu den Spielern ging dieser Fan in Hut und Mantel beim Oberliga-Punktspiel des HSV gegen Holstein Kiel im Jahr 1948. Groß war die Freude in der Hansestadt: Die Hamburger gewannen mit 5:0.

Foto: Metelmann/Agon Sportverlag
15 / 17

Die Spieler in der Wanne: Ein Team, elf Freunde - und das nicht nur auf dem Feld, sondern auch nach dem Spiel in der Kabine. Die HSV-Spieler Jürgen Werner, Jochen Meinke und Jupp Posipal (v.l.) beim Plantschen im Dampfbad 1952. Zwei Jahre später wurde Posipal mit der deutschen Nationalmannschaft sogar Weltmeister - und hatte noch mehr Grund zum Lachen.

Foto: Metelmann/Agon Sportverlag
16 / 17

Eck-Gedränge: Nur mit Hilfe von Polizei und Ordnungsdienst gelang es dem HSV-Spieler Herbert Wojtkowiak, den Eckstoß auszuführen. Mehr als 35.000 Fans drängten sich 1955 beim Oberligaspiel des SV Werder Bremen gegen den Hamburger SV in das nur für 32.000 Zuschauer zugelassene Weser-Stadion, um die Partie mitzuverfolgen. Wer so viele Fans vor Ort hat, kann nur gewinnen: Am Ende besiegte Bremen den Nordrivalen mit 3:1.

Foto: Metelmann/Agon Sportverlag
17 / 17

Otto Metelmann: Das Foto von 1962 zeigt den Sportfotografen im Labor bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Chile.

Foto: Metelmann Photographie
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?