Fußball-Rückkehrer: Alte Liebe rostet nicht immer - DER SPIEGEL
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Fußball-Rückkehrer Verlorene Söhne

Mario Götze kehrt zu seinem Ausbildungsverein Borussia Dortmund zurück. Der 24-Jährige wählt nicht als Erster den Weg zurück zum BVB.
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Jetzt ist es amtlich: Mario Götze kehrt nach drei Jahren beim FC Bayern zu Borussia Dortmund zurück. Er war als Neunjähriger zum BVB gewechselt und hatte als 17-Jähriger in Dortmunds Profimannschaft debütiert. Anschließend gewann Götze (l.) mit den Schwarz-Gelben u.a. 2011/2012 das nationale "Double" aus Deutscher Meisterschaft und DFB-Pokal.

Foto: Martin Rose/ Bongarts/Getty Images
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Für Götzes und Hummels' Weltmeister-Kollege Christoph Kramer ging es gleich mehrfach zurück, beziehungsweise hin und her. Der 25-Jährige (l.) wurde in der Jugendabteilung von Bayer Leverkusen ausgebildet, schaffte den Durchbruch allerdings erst in Bochum und Mönchengladbach als Leihspieler. Nach dem Leihende kehrte er für eine Saison zurück zu Leverkusen, jetzt zahlte Gladbach seinerseits zwölf Millionen Euro für eine Rückholaktion.

Foto: Federico Gambarini/ dpa
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Vielleicht nahm Götze sich ein Beispiel an seinem alten und neuen Mannschaftskollegen Marco Reus? In Dortmund ausgebildet wechselte er 2005 aus der U17 des BVB nach Ahlen, ehe er sich bei Gladbach zu einem Top-Spieler entwickelte - und dann nach Dortmund zurückging. Mats Hummels (l.) läuft demnächst wieder für den FC Bayern auf - und damit ebenfalls für den Verein, bei dem er einst das Fußballspielen erlernte.

Foto: Roland Weihrauch/ dpa
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Reus und Götze sind nicht die einzigen Rückkehrer in Dortmund: Nuri Sahin (l.) und Shinji Kagawa (r.) zog es nach gescheiterten Auslandseinsätzen (bei Real Madrid und Liverpool beziehungsweise Manchester United) wieder zurück zum BVB. Nach der Rückkehr hatten beide Spieler jedoch größere Schwierigkeiten als noch vor ihrem Wechsel.

Foto: Marius Becker/ dpa
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Lukas Podolski ereilte einst ein vergleichbares Schicksal: Der "Kölsche Jung" machte sich beim FC als Youngster einen Namen und weckte mit guten Leistungen das Interesse der Bayern. Nach drei durchwachsenen Saisons in der bayerischen Landeshauptstadt kehrte er in die Domstadt zurück. Aber auch er konnte Kölns Bundesligaabstieg 2011/2012 nicht verhindern und zog anschließend weiter zum FC Arsenal, dann zu Inter Mailand und schließlich zu Galatasaray Istanbul.

Foto: Rolf Vennenbernd/ dpa
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Ähnlich erging es auch Tim Borowski (l.) und Torsten Frings (M.): Nach erfolgreichen Jahren an der Weser wechselte Borowski zum Rekordmeister nach München und Frings nach Dortmund. Weil dort beide nicht richtig glücklich wurden, sah man sie bald schon wieder im grün-weißen Werder-Dress. Einen Titel gewannen sie dort allerdings nie zusammen.

Foto: Friedemann Vogel/ Bongarts/Getty Images
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Gleich mehrfach heuerte Claudio Pizarro bei Werder an: 1999 wechselte der Peruaner erst zu Bayern München und dann zum FC Chelsea. Zum deutschen Rekordmeister ging er sogar ein zweites Mal, am Ende landete er aber immer wieder in Bremen, wo er zum erfolgreichsten ausländischen Torschützen der Bundesliga-Historie aufstieg und auch heute noch spielt.

Foto: Stuart Franklin/ Bongarts/Getty Images
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Die Rückkehrer beim Nordrivalen aus Hamburg hatten weniger Erfolg: Rafael Van Der Vaart hatte ab 2008 für zwei Jahre beim HSV brilliert. Nach gescheiterten Anläufen bei Real Madrid und in Tottenham spielte er ab 2012 für weitere drei Jahre an der Elbe, konnte aber nie an seine starken Leistungen anknüpfen.

Foto: Daniel Naupold/ dpa
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Gleiches gilt für Ivica Olic, ehemals ein Fanliebling in Hamburg. Der kroatische Dauerläufer (r.) stand in der abgelaufenen Spielzeit wieder in Hamburg unter Vertrag. Zuvor hatte er knapp sechs Jahre für Bayern und Wolfsburg gespielt.

Foto: Ralph Orlowski / REUTERS
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Selbst der "Capitano" bewies kein allzu glückliches Händchen mit seiner Rückkehr: Im Alter von 22 Jahren wechselte Michael Ballack zu Bayer Leverkusen, wo er in drei Jahren zu einem Spieler von europäischem Format reifte. Nach seinen Engagements bei Bayern und Chelsea ließ er die letzten zwei Jahre seiner Karriere bei Bayer ausklingen - mit mäßigem Erfolg.

Foto: Martin Rose/ Bongarts/Getty Images
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Auch auf internationaler Bühne gibt es keine Garantie für erfolgreiche Heimkehrer. Cesc Fàbregas wurde in Barças berühmter Fußballakademie ausgebildet, beim FC Arsenal wurde er zum Weltklasse-Akteur. Seine Rückkehr ins Camp Nou endete jedoch in einem mittelschweren Fiasko: In seinen drei Jahren konnte der Spanier nie ganz überzeugen und wurde 2014 an den FC Chelsea weitergereicht. Und das, obwohl er mit acht Torbeteiligungen in seinen ersten vier Ligaspielern für Barcelona einen überragenden Start feierte.

Foto: LLUIS GENE/ AFP
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Er scheint eine gewisse Nestwärme zu brauchen, um Leistung zu bringen: Fernando Torres wurde als 17-jähriger Teenager zu einem Leistungsträger bei seinem Jugendverein Atlético Madrid. In Liverpool verdiente er sich anschließend das Etikett "Weltklasse-Stürmer". Bei Chelsea und Milan traf der Stürmer in der Folge nicht wie gewohnt, sodass er 2015 wieder in seine alte Heimat flüchtete. Dort wurde er wieder zum Leistungsträger und stand zuletzt sogar im Champions-League-Finale, das Atlético gegen den Ortsrivalen Real verlor.

Foto: AP/dpa
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Andreas Möller kehrte ähnlich wie Pizarro gleich zu zwei Vereinen zurück: Von Frankfurt wechselte er 1987 zu Borussia Dortmund und kehrte nur drei Jahre später zurück zur Eintracht. Nach einer Zwischenstation bei Juventus Turin feierte er auf Mannschaftsebene seinen größten Erfolg, als er 1997 zurück beim BVB die Champions League gewann. Schließlich folgte nach drei Jahren auf Schalke die zweite Rückkehr zur Eintracht: Möller ließ ab 2003 seine Karriere in Frankfurt ausklingen.

Foto: Bongarts/ Bongarts/Getty Images
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Auch eine deutsche Fußball-Legende spielte zweimal für denselben Verein: 1989 wechselte Lothar Matthäus nach drei deutschen Meisterschaften mit dem FC Bayern (1985-1987) zu Inter Mailand. Dort wurde er im Folgejahr Europas Fußballer des Jahres und 1991 Weltfußballer. Dennoch ging er anschließend zurück zu Bayern - mit großem Erfolg: Er gewann vier weitere Meisterschaften, 1996 holte er ein zweites Mal den Uefa-Cup.

Foto: Bongarts/ Bongarts/Getty Images
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Andreas Brehme gab 1981 sein Bundesliga-Debüt für den 1. FC Kaiserslautern. Nach fünf Jahren verließ er den Klub und spielte anschließend beim FC Bayern, bei Inter Mailand und bei Real Saragossa. 1993 kehrte er zurück nach Kaiserslautern und erlebte turbulente Jahre. 1996 stieg die Mannschaft ab, 1997 ging es zurück in die Bundesliga und dort folgte in Brehmes letzter Saison 1998 die spektakuläre Meisterschaft als Aufsteiger.

Foto: © Fabrizio Bensch / Reuters
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Ähnlich wie Möller hatte auch Stefan Effenberg zwei Vereine, zu denen es ihn mehrfach hinzog. Zweimal spielte er bei Borussia Mönchengladbach (1986-1990 und 1994-1998) und zweimal beim FC Bayern (1990-1992 und 1998-2002). Mit dem FCB feierte Effenberg dreimal die Meisterschaft, einmal den DFB-Pokal, einmal den Weltpokal und einmal die Champions League. Mit Gladbach wurde er lediglich einmal DFB-Pokal-Sieger.

Foto: MARTIN-ROSE/ BONGARTS
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