Technikträume der Sechziger Die magische 2000
Expresszug in die Zukunft: So stellte sich man sich 1969 die Zukunft des Verkehrs vor - rasant, blitzblank und voller futuristischer Technik. Der Graphiker Klaus Bürgle (*1926) schuf in den fünfziger und sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts eine reichhaltige Bilderwelt der Zukunft. Eines seiner Lieblingsthemen war die Erforschung des Weltraums, aber viele seiner Bilder zeigen auch futuristische Städte und Verkehrsmittel. Bürgle wurde vor allem durch die grossformatigen Ausklappbilder aus der jährlich erscheinenden Jugendzeitschrift "Das Neue Universum" bekannt.
Die Bilder von Bürgle, Röschl und anderen "Futuristen" sind auf der Internetseite Retro-Futurismus.de zu sehen.
Entwurf für ein "Aerocraft": Der Zeichner und Illustrator Helmuth Ellgaard (1913-80) zeichnete 1960 diese "Aerocraft" genannte, Hovercraft-artige Flugscheibe. Das Bonner "Haus der Geschichte" zeigte im Jahr 2003 eine Ausstellung mit Ellgards Werken, von denen das Museum rund 250 besitzt.
Hovercraft: Die Luftkissenboote, die ab den sechziger Jahren für den Fährverkehr über de Ärmelkanal eingesetzt wurden, waren ein typisches Produkt dieser technikbesessenen Ära.
Olympiastadion München: Der Entwurf einer Architektengruppe um Günther Benisch und Frei Otto für den Hauptaustragungsort der Olympischen Sommerspiele von 1972 war ein Höhepunkt der gebauten Visionen seiner Zeit. Das an weit über den Bau hinaus ragenden Streben aufgehängte, zeltartige Glasdach gibt dem Stadion eine einzigartige Leichtigkeit und Transparenz - gleichzeitig erinnert es auch an eine Fantasie-Weltraumstation.
Revolutionäres Konzept: Der von einem Wankel-Motor angetriebene Ro 80 war das futuristischste Automobil seiner Zeit - sowohl von der Technik, als auch vom Design. Seine damals völlig neue Keilform wurde stilprägend für den Automobilbau.
Ausflug auf den Saturnring: Auf der Zeichnung des österreichischen Illustrators Kurt Röschl (1923-1986) sind Astronauten zu sehen, die gerade ihr Raumschiff verlassen haben, um das kosmische Trümmerfeld um den Planeten herum zu erkunden.
Röschl wurde vor allem durch seine Illustrationen von Zukunftsromanen bekannt. Diese Illustration stammt aus dem populärwissenschaftlichen Zukunftsroman "Festung Sonnensystem" von Erich Dolezal.
Heimat auf dem Saturnmond: Fern von ihrem Heimatplaneten, in der Einöde des Saturnmondes Enceladus, haben sich die Astronauten ein Stück irdischer Gemütlichkeit hingezaubert.
Die Illustration des Österreichers Kurt Röschl (1923-1986) stammt aus dem populärwissenschaftlichen Zukunftsroman "Festung Sonnensystem" von Erich Dolezal.
Gipfelglück auf dem Mond: Auf der Zeichnung des österreichischen Illustrators Kurt Röschl (1923-1986) sind Astronauten bei einem Ausflug auf dem Mond zu sehen.
Die Illustration stammt aus dem populärwissenschaftlichen Zukunftsroman "Neues Land im Weltall" von Erich Dolezal.
Zeichnung der ersten Mondlandung: Das Apollo-Mond-Modul landete am 20. Juli 1969 auf dem Mond, diese Zeichnung entstand am gleichen Tag. "Houston, Tranquility Base here. The Eagle has landed", gab Kommandant Neil Armstrong per Funk an die Erde durch.
Apollo 15 Zeichnung: In den USA war das Interesse am ersten Flug zum Mond außerordentlich hoch. Er spornte in den sechziger Jahren viele Künster zu Zeichnungen an, die dieses Abenteuer zeigten. Hier steigt ein Astronaut in eine Apollo-Kapsel, die Crew der Saturn-V-Rakete, prüft nach dem Start die Systeme, die dritte Stufe der Rakete wird im Erdorbit erneut gezündet und katapultiert Apollo 11 zum Mond. Auf den unteren beiden Bildern ist die Saturn-V-Rakete in verschiedenen Flugphasen zu sehen.
"Buzz" Aldrin auf dem Mond: Ein NASA-Foto der ersten Mondlandung: Der Astronaut Edwin E. "Buzz" Aldrin, Jr. von der Apollo 11 Mission steht am 20. Juli 1969 auf dem Mond. Er wurde von seinem Mitastronauten und erstem Mann auf dem Mond, Neil Armstrong fotografiert.
Astronauten auf dem Weg zum Mond: So stellte sich ein Künstler im Dezember 1968 eine Szene im Apollo-Raumschiff während der Startphase vor.
Erforschung der Mondoberfläche: Die Apollo-Missionen und schließlich der erste Flug zum Mond inspirierten in den sechziger Jahren viele Künstler zu Zeichnungen und Bildern von Astronauten und der Raumfahrt. So stellte sich ein Zeichner im Januar 1966 die Astronauten bei der Arbeit vor.
Raumpatrouille Orion: Die Filmszene von 1965 aus dem Science-Fiction-Klassiker "Raumpatrouille Orion" zeigt (v.l.n.r.) Leutnant Mario de Monti (Wolfgang Völz), Major Cliff Allister McLane (Dietmar Schönherr), Leutnant Tamara Jagellovsk (Eva Pflug) und Leutnant Hasso Sigbjoernson (Claus Holm) in ihrem Raumschiff.
Mr. Spock und Captain Kirk: Von 1966 bis 1969 wurde die erste Serie des "Star-Trek"-Universums geschaffen. William Shatner (r.) spielte darin Captain James T. Kirk, den Commander des Raumschiffes Enterprise. Leonard Nimoy war sein Crewmitglied Mr. Spock vom Planeten Vulkan. Inzwischen wurden noch vier weitere Star-Trek-Serien und mehrere Kinofilme gedreht.
Sängerin France Gall: Die französische Schlagersängerin France Gall ("Poupee de cire, poupee de son", "Ein bißchen Goethe", "A Banda", "Ella, elle l'a") in den siebziger Jahren bei einem Auftritt in der deutschen Fernsehsendung "Musik aus Studio B". Bei einem deutschen Schlagerwettbewerb 1968 besang sie den Computer Nr. 3, der ihr den richtigen Boy suchte.
Die Concorde hebt ab: Eine Concorde der Air France startet vom Pariser Flughafen Charles de Gaulle. Die Nachricht vom Absturz des Flugzeugs löst am 25. Juli 2000 weltweit Entsetzen aus. Mancher wollte es einfach nicht glauben, dass der "fliegende Bleistift", für viele das schönste Flugzeug der Welt, vom Himmel gestürzt war.
Spielcomputer Logikus: Weihnachten 1968 fand sich dieses unscheinbare Gerät des Kosmos-Verlags unter vielen Weihnachtsbäumen. Mit Hilfe von Schaltschiebern, Lämpchen, Kontaktfedern und einem "Programmierfeld" konnten intelligente "Logik-Schaltungen" zusammengesteckt werden. So konnte sich der frühe "User" erste digitale Grundlagen erarbeiten.
"2001 - Odyssee im Weltraum": Ein Astronaut in einer Szene aus dem Science-Fiction Kultfilm "2001 - Odyssee im Weltraum" von Stanley Kubrick. Der Film, für den er gemeinsam mit dem Science-Fiction-Spezialisten Arthur C. Clarke das Drehbuch schrieb, gilt heute als Klassiker des Genres und prägte Hollywoods Bild vom Weltraum.
Perry-Rhodan-Titel: 1961 wurden Karl-Herbert Scheer und Clark Darlton beauftragt eine neue Science-Fiction-Serie mit einem feststehenden Held im Mittelpunkt zu entwickeln. Heraus kam die immernoch andauernde Reihe um den Weltraumheld Perry Rhodan.