Samsungs neue Smartphone-Oberklasse Das Galaxy Note 9 im Test
Samsung Galaxy Note 9: Damit man mit dem integrierten Stift gleich etwas anfangen kann, liefert der Konzern Ausmalbilder mit. Malen nach Zahlen sozusagen, bloß digital.
Der Bildschirm gehört zu den besten, die man derzeit in einem Smartphone bekommen kann. Wie schon bei anderen Oberklasse-Modellen von Samsung geht das Display leicht geschwungen in den schmalen Metallrahmen über.
In Deutschland liefert Samsung das Note 9 in zwei Farben aus, Schwarz und Blau. Letzteres wird mit einem gelben Stift geliefert. Ein Fest für Schweden-Fans.
Eine Single-SIM-Version wird es nicht geben. Stattdessen bietet die SIM-Schublade wahlweise Platz für eine Speicherkarte und eine SIM oder...
¿für zwei SIM-Karten.
An der Unterseite findet man etwas, das in der Oberklasse mittlerweile selten geworden ist: Eine analoge Kopfhörerbuchse.
Der mitgelieferte Stift, Samsung nennt ihn S Pen, wird zum Transport und zum Aufladen an der Unterseite eingeschoben.
Zieht man den Stift heraus, öffnet sich augenblicklich ein Menü mit Kurzbefehlen für einige Stiftaktionen.
Zieht man den Stift bei gesperrtem Bildschirm aus seiner Halterung, kann man Notizen auf den Bildschirm schreiben.
Alle Möglichkeiten, Notizen beispielsweise mit unterschiedlichen virtuellen Stiften und Pinseln zu gestalten, sind aber nur im entsperrten Zustand nutzbar.
Natürlich kann man mit dem S Pen auch Malen. Oder man lässt sich Aufzeichnungen anderer Nutzer abspielen, die zeigen, wie diese ein Bild erstellt haben.
Das Kameradoppel ist mit dem des Galaxy S9+ identisch. Eine Weitwinkelkamera mit variabler Blende und ein Teleobjektiv ergänzen sich hier.
Die Fotoqualität ist sehr gut, auch im Automatikmodus. Mehr Kontrolle über Aufnahmen bietet jedoch der "Pro"-Modus.
Im Modus "Live-Fokus" erzeugen die Kameras einen künstlichen Unschärfeeffekt, dessen Intensität sich glücklicherweise regeln lässt.
Der sogenannte Szenenoptimierer soll Motive erkennen und die Kamera entsprechend einstellen. Bei dieser Gegenlichtaufnahme ist das sehr gut gelungen.
Algorithmen analysieren jede Aufnahme auf mögliche Fehler und weisen gegebenenfalls darauf hin, sodass man den Schnappschuss wiederholen kann.
Darauf kann Samsung nicht verzichten: Wer es mag, kann sich auf Selfies virtuelle Masken wie diese überziehen.
Bei der Präsentation des Note 9 betonte Samsung, dass es die Android-Version des Spiels "Fortnite" zum Start exklusiv auf einigen Samsung-Smartphones gibt. Die Exklusivität galt freilich nur für zwei Tage.
Auf dem Note allerdings läuft "Fortnite" auch in bester Qualität ruckelfrei. Die Akkulaufzeit wird durch das Spiel allerdings drastisch verringert.
Nichts Neues gibt es von Samsungs virtuellem Assistenten Bixby zu melden. Auch auf dem Note 9 ist er nur auf Englisch, Koreanisch und Chinesisch nutzbar.