Galileo Europas eigenes Navigationssystem
Galileo-Satelliten Nummer 5 und 6 auf dem Weg ins All (Computergrafik): Nach dem Start in Kourou wurden die beiden wichtigen Bestandteile des weltraumgestützten Navigationssystems in einer elliptischen statt einer kreisförmigen Umlaufbahn ausgesetzt.
Start der Satelliten am 22. August in Kourou: Weil eine Hydrazin-Leitung der Oberstufe während des Starts im August "temporär" eingefroren war, wurden zwei Lagekontrolldüsen der "Sojus"-Rakete nicht ausreichend mit Treibstoff versorgt. Die Europäer wollen mit den Galileo-Satelliten eine Alternative zu anderen Navigationssystemen wie GPS aufbauen.
Galileo-Satellit im All (Computergrafik): Normalerweise umkreisen die Sonden die Erde in 23.000 Kilometer Höhe.
"Galileo"-Flotte im Orbit (Computergrafik): Insgesamt 30 Satelliten soll es geben, wenn das System eines Tages komplett ist. Vier Satelliten sind bisher auf ihren Umlaufbahnen positioniert worden. Zwei Orbiter waren zuvor getestet worden. Nun gab es bei zwei weiteren Satelliten die Panne beim Aussetzen im All.
"Sojus" beim Start (Computergrafik): Bei allen Alleingängen hat Galileo die Europäer in einem entscheidenden Feld zur Kooperation gebracht. Zusammen mit russischen Spezialisten haben sie eine "Sojus"-Rampe auf dem Weltraumbahnhof Kourou hochgezogen.
Vor dem Aussetzen der Nutzlast im Orbit (Computergrafik): Die russischen "Sojus"-Raketen sind für die Europäer vor allem deswegen interessant, weil sie pro Start deutlich weniger kosten als die "Ariane".
Aussetzen eines Galileo-Satelliten (Computergrafik): Das System soll ab 2015 erste Dienste anbieten, die volle Einsatztauglichkeit ist erst für Ende des Jahrzehnts geplant.
Atomuhr an Bord des Satelliten (grafische Darstellung): Die Wasserstoff-Atomuhren haben nach Herstellerangaben eine Lebenszeit von etwa zwölf Jahren, die Rubidium-Atomuhren sollen deutlich länger nutzbar sein.
So funktioniert die Navigation: Die Satelliten funken Zeitinformationen zusammen mit ihrer aktuellen Position zur Erde. Dort kann ein Empfänger aus der Laufzeit des Signals seinen Standort genau berechnen, wenn er mindestens vier Satelliten im Blick hat.
"Sojus"-Startrampe in Kourou: Der Start in Äquatornähe spart gehörig Raketentreibstoff, weil sich die Rotation der Erde mitnutzen lässt.