Game-Crash 1984 Als E.T. die Videospiele killte
Der Extra-Teure: Zum Weihnachtsgeschäft 1982 wollte Atari einen echten Knüller landen und brachte sehr übereilt passend zum Kinofilm das Spiel "E.T." auf den Markt. Oft als schlechtestes Spiel aller Zeiten bezeichnet, brachte "E.T." Atari durch die hohen Lizenz- und Marketingkosten einen riesigen Verlust ein.
Ataris größter Flop: In "E.T." muss der Spieler als das kleine Alien die Teile eines Telefons zusammensuchen, um "nach Hause zu telefonieren". Dabei fällt er immer wieder in Löcher und wird von FBI-Agenten und Wissenschaftlern eingefangen. Da der Spieler in "E.T." allerdings für alle möglichen notwendigen Handlungen Punkte verliert, gilt das Spiel als praktisch unspielbar.
Atari VCS 2600: Die Heimkonsole mit Farbbild und synthethischem Holzimitat ist heute ein Klassiker, damals war sie der Durchbruch für Spielkonsolen mit Wechselmedien.
Bushnell und die Ratte: Nolan Bushnell mit Restaurant-Maskottchen Chuck E. Cheese: Die bläuliche Ratte mit der roten Melone sollte Kinder und Jugendliche in die mit mechanischen Figuren und Arkade-Automaten aufgehübschten Pizza-Läden locken. Bushnell verkaufte seine Atari-Anteile und widmete sich ganz dem Restaurantgeschäft. Chuck E. Cheese existiert bis heute - inzwischen ist Chuck aber eine Maus.
Auf der Höhe des Erfolgs: Atari hatte es geschafft von 1976 bis 1981 seine Umsätze von 30 Millionen auf 1,1 Milliarden Dollar im Jahr zu steigern. Ein so durchschlagender Erfolg war dann auch dem ehrwürdigen "Time" Magazin im Januar 1982 eine Titelgeschichte wert.
"Das Super Telespiel für jeden Fernseher": Das "Atari Video Computer System", kurz "VCS 2600" versprach "Super Farbe", "Super Sound" und "Super Unterhaltung". Super!
Die Atari-Deponie: Dieses Foto, das im September 1983 in der Zeitung "Alamogordo Daily News" erschien, ist alles was von den Konsolen und Spielen übrig geblieben ist, die Atari kurzerhand auf einer Mülldeponie in New Mexiko verklappt hat.
Bittere Pille: Ataris Version des Automatenklassikers "Pac-Man" wurde übereilt produziert und in viel zu hoher Stückzahl auf den Markt geworfen. So wurde aus dem Spielhallenerfolg eine mehr als mäßige Umsetzung für Ataris Heimkonsole.
Der ungeliebte kleine Bruder: So sah der flimmernde Konsolenbruder des großen Automatenklassikers auf Ataris VCS-Konsole aus.
Atari-Werbung: In den Siebzigern warb Atari für seine Spielkonsolen mit: "Es geht nicht darum, wie man spielt, es geht darum, ob man gewinnt oder verliert."
Mit dem Kopf durch das Spiel: Ein riesiger Flop von Atari 1984 war das Spiel "Mind Link". Dazu gehörte ein Stirnband, über das der Spieler das Spiel mit Kopfbewegungen, die mittels Infrarot an die Konsole übertragen wurden, steuern konnte. Testpersonen bemängelten allerdings dass das System nicht richtig funktionieren und bei längerem Gebrauch Kopfschmerzen auslösen würde. "Mind Link" ging deshalb nie in Produktion. Der Legende nach befindet sich allerdings eine Prototypenserie des Spiels zusammen mit den "E.T."-Games auf der sagenumwobenen Atari-Deponie.
Kampf der Sternenkrieger: Zwei junge Spieler treten im Oktober 1981 in Ataris Computerspiel "Asteroids" gegeneinander an. In dem Spiel geht es darum, in einem kleinen dreieckigen Raumschiff Asteroiden auszuweichen, die um einen herum fliegen. "Asteroids" ist einer von Ataris größten Erfolgen.
"Mystiques Bachelor Party": Für Atari-Konsolen gab es auch nicht jugendfreie Spiele wie dieses. Allerdings handelte es sich bei dem Spiel nur um eine leicht veränderte Version des Klassikers "Breakout".
Sex und hopp: "Bachelor Party" funktionierte genau wie "Breakout", nur die Grafik und die Geschichte waren leicht verändert worden. War es bei "Breakout" ein Ball, der gegen Klötzchen sprang woraufhin diese verschwanden, gab es hier einen nackten Mann der gegen nackte Frauen stieß, bis sie alle verschwunden waren.
Großkampftag im All: In New York fand 1980 das erste "Space Invaders"-Wettspielen statt. Sieger dieses frühen Großereignisses der Computergeschichte wurde Bill Heineman aus Kalifornien mit 165.200 Punkten.
Pizza und Konsolenspiele: Nolan Bushnell, der Gründer von Atari und der Restaurantkette Chuck E. Cheeze, bastelt in seiner Freizeit gerne Roboter.
Kommunisten aus dem All: Wie viele der Spiele für die Atari-Konsolen wartete auch dieses mit einer irren Story auf. In "Communist Mutants from Space" geht es darum, dass kommunistische Aliens einen friedfertigen, demokratischen Planeten angreifen, um seine Bewohner zu "kommunistischen Mutanten" zu machen.
Im Kampf: Aufgabe des Spielers in "Communist Mutants from Space" ist es, seinen Heimatplaneten zu verteidigen, indem er das Mutterschiff der fiesen Aliens zerstört, aus dem im Verlauf des Gefechts immer mehr Aliens abgeworfen werden.
Gruppenbild der Atari-Gründer: Der erste Erfolg von Atari war das Spiel "Pong". Den ersten Automaten stellte Nolan Bushnell (2.v.l.) in einer Bar im kalifornischen Sunnyvale auf. Nach wenigen Tagen rief der Besitzer bei Bushnell an, das Gerät sei kaputt. Der Fehler lag aber nicht am Automaten selber, sondern am Münzbehälter: Er war voll. Ein beispielloser Siegeszug hatte begonnen.
Aliens greifen an!: Auf dem Bildschirm nähert sich eine Phalanx von Außerirdischen einer einsamen Laserkanone. Sie ist die letzte Verteidigungslinie zwischen den furchterregenden Monstern und der Erde. "Space Invaders", der größte Erfolg auf der Atari-2600-Konsole.
Pac-Politiker: "Pac-Man" wurde nicht einfach nur zu einem Videospiel-Klassiker, der Protagonist wurde zu einer der wenigen weltbekannten Videospielikonen.