Games von Fans - DER SPIEGEL
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Fangames Diese Spiele haben Hobby-Entwickler gebastelt

Fans arbeiten jahrelang an Neuauflagen von Videospielen, die ihre Kindheit prägten. Sie investieren enorm viel Zeit und Geld - und werden manchmal kurz vor dem Ziel jäh gestoppt.
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Return oft the Tentacle

Nach 20 Jahren hat es dann doch noch geklappt: Der Nachfolger zum Kult-Adventure "Day of the Tentacle" wurde im Juli 2018 veröffentlicht. Die Originalfiguren wie Bernard Bernoulli und Fred Edison sind auch bei "Return of the Tentacle"  dabei und führen Dialoge mit Sprachausgabe. Das Spiel ist kostenlos als Download erhältlich. Eine Anfrage an LucasArts wegen der Nutzungsrechte ist nach Angaben der Entwickler bis heute nicht beantwortet worden.

Foto: Catmic
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Skywind

Es ist eines der ambitioniertesten Fanprojekte, das auch nach fünf Jahren noch nicht abgeschlossen ist. Bei "Skywind"  soll das Rollenspiel "Morrowind" mit der deutlich besseren Grafik des Spiels "Skyrim" umgesetzt werden. Dafür müssen die Umgebung, die Figuren, Waffen und Gegenstände wie Ringe und Rüstungen komplett neu gestaltet werden. Immer wieder sucht das Team nach Helfern, die auch bei anderen Fanprojekten zur "The Elder Scrolls"-Reihe mitmachen wollen.

Foto: TES Renewal Project
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He-Man

Der Entwickler bWWd hat dem Helden seiner Kindheit ein Beat-'em-up-Spiel gewidmet. In "He-Man"  kämpft der Actionheld aus den Achtzigerjahren an der Seite seiner Schwester She-Ra und Gefährten wie Orko und Man-At-Arms gegen die Schurken des Bösewichts Skeletor. Das Spiel kann kostenlos heruntergeladen werden, ist aber noch in der Entwicklungsphase.

Foto: bWWd
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Black Mesa

Seit etwa 2005 arbeiten die Fans an "Black Mesa". Das Ziel: Der preisgekrönte First-Person-Shooter "Half Life" aus dem Jahr 1998 soll eine bessere Grafik und klügere Computergegner bekommen, um mit modernen Spielen mithalten zu können. Derzeit arbeiten die Entwickler an den letzten Kapiteln, die in der Zwischenwelt Xen spielen. Ungewöhnlich für ein Fanprojekt ist, dass die Entwickler das Spiel "Black Mesa"  nicht kostenlos anbieten, sondern über die Plattform Steam verkaufen.

Foto: Crowbar Collective
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GoldenEye: Source

Kein First-Person-Shooter verkaufte sich im Jahr 1997 so oft wie "GoldenEye 007" für die Spielekonsole Nintendo 64. Technisch war es anderen Titeln weit voraus. Die britischen Entwickler von Rare hatten sich die James-Bond-Lizenz gesichert und setzten den von Schauspieler Pierce Brosnan verkörperten Helden überzeugend als Spielfigur um. Für "GoldenEye: Source"  haben Fans das Spiel zehn Jahre lang mit der Source-Engine von "Half Life 2" nachgebaut, um Gameplay, Grafik und Sound zu verbessern.

Foto: GoldenEye: Source
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Sonic Robo Blast 2

Von kaum einem Spieleklassiker gibt es so viele Neuauflagen und Eigenkreationen wie von Sonic, dem hüpfenden blauen Igel. Der Softwarekonzern Sega lässt einige Titel mittlerweile sogar offiziell von Fans produzieren, die sich mit ihren Remakes bewiesen haben. "Sonic Robo Blast 2"  ist eines von vielen Sonic-Spielen. Der Titel basiert auf der Engine des First-Person-Shooters "Doom" und lässt sich auch im Multiplayermodus spielen.

Foto: SRB2
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Pokémon Uranium

"Pokémon Uranium"  wurde in der ersten Woche nach der Veröffentlichung im August 2016 mehr als 1,5 Millionen Mal heruntergeladen. Die Entwickler hatten 150 neue Monster entworfen und ließen die Spieler auch online gegeneinander antreten. Doch kurz nach der Veröffentlichung war es auch schon wieder vorbei mit dem Erfolg. Nintendo verbot den Entwicklern, das Spiel ohne Lizenzrechte anzubieten. Seither ist der offizielle Download nicht mehr verfügbar.

Foto: ~JV~ and InvoluntaryTwitch
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AM2R

Das Spielprinzip von "Metroid 2" auf dem Gameboy war ziemlich simpel: Auf Gegner ballern und auf Plattformen hüpfen. Dennoch begeisterte das Jump’n’Run viele Spieler. Der Fangame-Entwickler DoctorM64 war so begeistert von dem Titel, dass er rund zehn Jahre lang an seinem Remake "AM2R"  feilte und das Spiel dann im August 2017 veröffentlichte. Erstmals konnten die Spieler durch farbige Level hüpfen und neue Bewegungen ausprobieren. Doch Nintendo schritt ein und mahnte den Entwickler wegen Urheberrechtsverletzung ab.

Foto: DoctorM64
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?