Gamescom 2016: Die Highlights unserer Redakteure - DER SPIEGEL
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Gamescom 2016 Zwölf Gamescom-Highlights unserer Redakteure

Zur Spielemesse Gamescom herrscht in den Kölner Messehallen bis Sonntag der Ausnahmezustand. Doch welche neuen Spiele sind besonders interessant? Zwölf ganz persönliche Highlights unserer Redakteure.
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Markus Böhm: "Vampyr"

Vampir-Spiele gibt es einige. Dontnod Entertainment will nun frischen Wind ins Genre bringen: Im Third-Person-Spiel "Vampyr" soll man nicht blind morden, um an frisches Blut zu kommen. Stattdessen soll man sich genau überlegen, wen man umlegt und wen man besser am Leben lässt.

Was das Spiel spannend macht: "Ich stehe eigentlich überhaupt nicht auf Vampire, mich nerven ihre übernatürlichen Fähigkeiten. 'Vampyr', das im London von 1918 spielt, reizt mich trotzdem. Schon die Hauptfigur ist originell: Man ist ein Arzt, der zum Vampir geworden ist. Jemand, der sonst Menschen hilft, hat nun plötzlich das Verlangen, ihnen in den Hals zu beißen.

Bei einer Vorführung auf der Gamescom machte das Spiel optisch und von der Atmosphäre her einen guten Eindruck: Einer der Entwickler sagte, man werde das Spiel durchspielen können, ohne einen einzigen Bürger zu töten - alternativ könne man aber auch viele oder gar alle umbringen. Man müsse dann nur mit den Konsequenzen leben.

Die Abwägung, wen man als Nächstes angreift, stelle ich mir kniffelig vor, zumal die Bürger nicht nur anonyme Charaktere sein sollen, sondern Menschen samt Alltag und Lebensgeschichte. Gespannt bin ich allerdings, wie groß die Auswirkungen einer solchen Entscheidung wirklich sein werden: Beim tollen 'Life is strange' vom selben Entwicklungsstudio war sie mal mehr, mitunter aber auch fast gar nicht mehr für die weitere Handlung relevant."

Adventure von Dontnod Entertainment, für Playstation 4, Xbox One, PC, erscheint voraussichtlich 2017.

Foto: YouTube/ Focus Home Interactive
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Christian Neeb: "Bound VR"

Virtual Reality ist vielleicht der größte Trend auf der diesjährigen Gamescom. Das Spielen mit dem Headset hat die Branche fest im Griff und bietet den Entwicklern neue Möglichkeiten, Spiele zu kreieren, die es so bisher nicht gegeben hat. Eines der schönsten Projekte: "Bound VR".

Was das Spiel spannend macht: Als ich die ersten Bilder aus "Bound" gesehen habe, war ich gleich verzaubert. Im Spiel der polnischen Entwickler Plastic Demoscene Group verkörpert der Spieler eine maskierte Frau, die sich durch unmögliche Räume bewegt. Gebilde voller schwebender Klötze, die sich unter den leichten Schritten der Spielfigur verformen. Die beiseite gleiten, wenn sich ein tänzerischer Fuß auf sie stellt, als seien sie aus leichtem Stoff.

Ja, tänzerisch. Wie eine Ballerina schwebt die Heldin in "Bound" von Raum zu Raum. Gesteuert wird sie aus der dritten Person, während der Spieler mit ihr das Gedächtnis einer Frau besucht und an ihren Kindheitserinnerungen teilhaben kann. Nur, dass diese Erinnerungen aussehen wie die Welten des Künstlers M.C. Escher. Ein beruhigender Mix aus der Reise in "Journey", den verqueren Gedankenwelten aus "Psychonauts", gemischt mit einer Prise russischem Ballett.

In der VR-Variante schwebt der Spieler wie eine überirdische Präsenz über der Tänzerin und kann die irrsinnig schöne Architektur aus jedem Winkel bestaunen. Eine solche meditative VR-Erfahrung ist genau das, was ich mir lange gewünscht habe.

Adventure von Plastic und Studio Santa Monica für Playstation 4, erscheint voraussichtlich im Herbst 2016.

Foto: Sony
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Angela Gruber: "The Climb" mit Oculus-Touch-Controllern

Demnächst soll auch die Virtual-Reality-Brille Oculus Rift Handcontroller bekommen, wie es sie schon für die Konkurrenzbrille HTC Vive gibt. Das Crytek-Kletterspiel "The Climb" ist eines der Rift-Spiele, das dann per Update mit Touch-Unterstützung bekommen soll.

Was das Spiel spannend macht: Wenn ich "The Climb" spiele, tun mir danach immer meine Hände weh. Ich bin so konzentriert darauf, richtig an der Wand zu greifen, dass sich meine Finger spätestens nach ein paar Minuten Spielen ins Xbox-One-Gamepad verkrallen.

Ich mag das Spielprinzip von "The Climb" gern und finde es schrecklich, abzustürzen. Gleichzeitig braucht man als echter Kletterer natürlich zwei Hände und Arme. Die Vorstellung, in der Brille die Wand vor mir zu sehen, und dann tatsächlich frei im Raum nach dem nächsten Vorsprung greifen zu können, ist fantastisch. Schon jetzt geht es mir so, dass ich manchmal versuche, mich zu strecken oder einen besonders weit entfernten nächsten Griff durch einen kleinen Sprung zu erreichen.

Ich kenne und mag die Controller, die die Vive hat, und kann mir daher zumindest vorstellen, wie es sein könnte, "The Climb" mit den Oculus-Controllern zu spielen. Ich bin gespannt, ob mein Test auf der Gamescom an die Vorstellung herankommen wird. Mein Kollege Markus, der die neue Version bereits ausprobiert hat, berichtet zumindest Gutes: Die Gefahr, sich beim Spielen den Nacken zu verrenken, sei nicht mehr so groß wie mit der Blick- und Gamepad-Steuerung.

VR-Spiel von Crytek, für die Oculus Rift, 49,99 Euro in der jetzigen Version, erhält mit Erscheinen der neuen Controller ein kostenloses Update.

Foto: YouTube/ The Climb
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Markus Böhm: "Elex"

Das Essener Entwicklerstudio Piranha Bytes hat mehr als 13 Jahre lang ungefähr dieselben Spiele gemacht. Nach drei Teilen "Gothic" und drei Teilen "Risen" kommt nun aber "Elex", das in einem futuristischeren Szenario spielt. "Science-Fantasy" nennen die Macher das.

Was das Spiel spannend macht:

Der erste und zweite "Gothic"-Teil zählen bis heute zu den intensivsten Spieleerfahrungen, die ich je gemacht habe. Die Welt war rau und ungewohnt glaubwürdig, ihre Grenzen ergaben Sinn. Und die Atmosphäre war dichter als in vielen anderen Spielen.

Über die Jahre hat die Piranha-Bytes-Formel für mich aber an Reiz verloren. Anlässlich von "Risen 3" habe ich extra einen Text über das Spiel und die Firma geschrieben, weil ich es faszinierend, aber auch schade fand, dass ihre Spiele sich so sehr ähneln.

Nun kommt der frische, nicht völlig andere Wind, den ich brauche: "Elex" spielt auf einem fiktiven, zerstörten Planeten, den ich unter anderem per Jetpack erkunden darf. Raumschiffe fliegen über meinen Kopf, ich kämpfe wahlweise per Schwert oder per Blaster. Bei einer Gamescom-Präsentation sah die Welt schon spannend aus, zudem finde ich gut, dass das 30-Leute-Team "Elex" als klassisches Singleplayer-Spiel entwickelt.

Rollenspiel von Piranha Bytes, für PlayStation 4, Xbox One, PC, erscheint voraussichtlich 2017.

Foto: Piranha Bytes
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Christian Neeb: "The Legend of Zelda: Breath of the Wild"

Wahnsinnig viele Spiele hat Nintendo in letzter Zeit nicht veröffentlicht. Umso gespannter warten Spieler auf der ganzen Welt auf das neue "Zelda". Es ist zwar die x-te Auflage des ewigen (auch im neuen Teil offenbar weitgehend) sprachlosen Erforschens, aber dieses Mal in einer offenen Spielwelt.

Was das Spiel spannend macht: Ich liebe "Zelda"-Spiele. So irrational ist diese Liebe, dass ich mir jeweils immer die neue Konsole von Nintendo dann kaufe, wenn es ein neues Abenteuer mit Link obendrauf gibt. Meinen Gameboy? Gab es mit "Link's Awakening". Den SNES? "A Link to the Past". Den Gamecube hab ich mir für "Windwaker" gekauft (ja, und ein bisschen für 'Resident Evil 4'). Und bei der Wii habe ich gewartet, bis "Twilight Princess" erhältlich war.

Was ich damit sagen will? Über die Jahrzehnte hat sich die Formel der Action-Adventure-Reihe nur marginal geändert und trotzdem begeistern die Abenteuer des kleinen Jungen im grünen Gewand ein Millionenpublikum. Designlegende Shigeru Miyamoto hat sich Held Link als Platzhalter für den Spieler erdacht, als eine Hülle, die jeder ausfüllen kann.

Auch das Drumherum um diese Hülle, die Spielmechanik, hat sich über die Jahre kaum verändert. Dieses Mal soll alles anders bleiben. Mit dem gleichen blonden Jungen, aber auch mit einer offenen Spielwelt, wie in "Skyrim", Rollenspielmechaniken wie in den "Witcher"-Spielen und mit einer Grafik, die an Ölgemälde erinnert. Ich feiere den nächsten Schritt, den Nintendo endlich mit der Reihe gehen will und mache schon einmal Platz für die neue Konsole.

Action-Adventure von Nintendo, für Wii U und NX, erscheint voraussichtlich im Frühjahr 2017.

Foto: Nintendo
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Angela Gruber: "Steep"

Auf der Spielemesse E3 in Los Angeles hat Ubisoft sein neues Action-Sportspiel "Steep" angekündigt. Auf der Gamescom können sich Spieler schon mal testweise ans Bezwingen der Alpen heranwagen.

Was das Spiel spannend macht: "Runter kommt man immer", hat mein Skilehrer früher zu mir gesagt. Das dürfte auch in "Steep" gelten. In dem Spiel stürzt man sich als Snowboarder oder Skifahrer die Alpen hinunter, im Wingsuit oder als Paraglider. Erste Demos zeigen eine wunderschöne Bergwelt, die mir richtig Lust auf das Spiel macht.

Ich finde besonders das "Trails"-Feature interessant: Man kann damit seine Abfahrten aufzeichnen und die besten Szenen in sozialen Netzwerken veröffentlichen oder sie Freunden im Spiel schicken, als Herausforderung. Mit "Trails" sind persönliche Bestleistungen oder spektakuläre Stürze plötzlich ganz anders teilbar.

Die lustigsten Videos sind beim Wintersport ja nie die von gelungenen Aktionen. Sondern die, bei denen man in einen Schneeberg rast oder bei denen es einen auf der blauen Piste hinhaut, wenn man gedanklich schon wieder im Sessellift sitzt. Das dürfte bei "Steep" nicht anders sein, zumal nicht einmal die spektakulärsten Stürze einen blauen Fleck hinterlassen. Ungetrübter Schadenfreude auf sozialen Netzwerken steht insofern nichts im Weg.

Sportspiel von Ubisoft, für die Playstation 4, Xbox One, PC, erscheint voraussichtlich am 2. Dezember 2016.

Foto: Ubisoft
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Christian Neeb: "Days Gone"

Die Idee, ein Survival-Horror-Spiel zu entwickeln, ist kein bisschen originell. Zombies gehören scheinbar zum Einmaleins jedes zweiten Gamedesign-Studiengangs. Trotzdem sind immer mal wieder Perlen dabei. "Days Gone" scheint eine solche zu werden.

Was das Spiel spannend macht: Im ersten Moment erinnert "Days Gone" frappierend an das Aushängeschild des Genres: "The Last of Us". Bärtiger Typ im Flanellhemd stolpert durch die Postapokalypse und die Sonne scheint traurig hinter kränklichen Fichtenwäldern hervor. Die Ähnlichkeit des Settings ist wenig verblüffend, steht doch hinter beiden Spielen Publisher Sony. Und nach dem brillanten "The Last of Us", das in meiner Lieblingsspielliste ziemlich weit oben steht, könnte ich mir wahrlich schlechtere Inspirationsquellen vorstellen.

Beim genaueren Hinsehen zeigen sich aber deutliche Unterschiede. Sind in "The Last of Us" die Begegnungen mit den deformierten Resten der Menschheit eher rar gesät, brechen die Zombies in "Days Gone" wie eine Naturgewalt über den Spieler herein. Warum die Freakers so schrecklich aussehen und Spielheld Deacon St. John aufessen wollen, ist unklar.

Wogend stürzen die mutierten Leiber in Richtung Spielcharakter, formen sich zu Wellen, pressen sich durch Öffnungen, stapeln sich übereinander, alles nur, um mich und mein Alter Ego niederzuringen. Ich kriege jetzt schon Schweißausbrüche, vor Freude.

Actionspiel von SIE Bend Studio für Playstation 4, bisher ohne Termin.

Foto: Sony
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Markus Böhm: "Outcast: Second Contact"

Das Abenteuerspiel "Outcast" von 1999 gilt als Geheimtipp: Als Cutter Slade erkundet man darin den mysteriösen Planeten Adelpha. Über 17 Jahre nach seiner Veröffentlichung soll nun ein Remake von "Outcast" erscheinen, von den Original-Entwicklern.

Was das Spiel spannend macht: Obwohl ich um die Jahrtausendwende herum viele Adventures und Rollenspiele gespielt habe, habe ich "Outcast" seinerzeit nur einige Stunden ausprobiert. Das Spiel lief nicht besonders gut auf meinem Rechner, der Grafikstil war ungewohnt, der Spieleinstieg nicht einfach.

Umso mehr freue ich mich nun, das Spiel, das keine riesige, aber eine sehr treue Fangemeinde hat, demnächst vielleicht noch einmal angehen zu können. Denn überraschenderweise sind mir viele Spielelemente in Erinnerung geblieben, etwa die Twôn-Ha genannten Reittiere oder die zwei Monde am Himmel.

Bei einer Präsentation auf der Gamescom wirkte das neue "Outcast" durchaus ansprechend: Dem Zwölf-Mann-Team dahinter fehlt zwar das Budget richtiger Genre-Blockbuster, das Spiel sieht aber zumindest nicht furchtbar aus. Die Spielwelt wirkt eher seltsam künstlich, was aber bei einem außerirdischen Szenario nicht so schlimm ist. Und hey, man braucht diesmal keinen Superrechner zum Spielen.

Action-Adventure von Appeal Studio, für PC, Playstation 4 und Xbox One, erscheint voraussichtlich im März 2017.

Foto: Appeal
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Christian Neeb: "Gwent: The Witcher Card Game"

Digitale Sammelkartenspiele liegen gerade im Trend. Mit "Hearthstone: Heroes of Warcraft" hat Blizzard die nächste Gelddruckmaschine entwickelt und bewiesen, dass Kartenspielen am Rechner ein Millionenpublikum begeistern kann. Der Entwickler CD Projekt Red will nun nachziehen.

Was das Spiel spannend macht: An Möglichkeiten der Betätigung mangelte es dem Rollenspiel-Meilenstein "The Witcher 3" wahrlich nicht. Monsterjagen, Detektivarbeit, Kräutersammeln, Pferderennen, ein Studium der Magie: All das ist in dem Spiel der polnischen Entwickler CD Projekt Red enthalten. Und das ist noch lange nicht alles. Eine Aktivität hat mich in dem Open-World-Rollenspiel aber mehr gefesselt, als alle anderen: "Gwent".

In dem virtuellen Kartenspiel sammelt Held Geralt ein Set verschiedener Spielkarten, mit dem er, und mit ihm der Spieler, gegen die Bewohner der Spielwelt antreten kann. Gegen Tavernenwirte und Huren, Lords und Ladys, Schmiede und Schneider. Einfach jeder in "Witcher 3" lässt sich zu einer Runde Gwent überreden und gibt dadurch die Möglichkeit, seltene Karten zu gewinnen.

Jeder Spieler zieht verdeckt eine begrenzte Anzahl an Karten, die in Nahkampf, Fernkampf und schweres Geschütz unterteilt sind. Nach und nach legen die Spieler ihre Karten auf den Tisch und versuchen, die Einheiten des Gegners zu übertrumpfen. Klingt simpel, hat aber strategischen Tiefgang und ist, versehen mit dem Wirtshausflair der "Witcher"-Spiele, ein Riesenspaß.

Digitales Kartenspiel von CD Projekt Red für Playstation 4, Xbox One und PC, Erscheinungsdatum noch unklar.

Foto: YouTube/ Gwent
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Markus Böhm:"Resident Evil 7"

Nach dem actionlastigen "Resident Evil 6" will Capcom mit "Resident Evil 7" in Richtung Survival-Horror gehen, nach dem Motto: Mehr Grusel, weniger Gemetzel. Auf der Playstation 4 wird das Spiel vollständig mit dem Playstation-VR-Headset spielbar sein - damit ist es eins der ersten richtig großen VR-Spiele. Erstmals erlebt man ein "Resident Evil"-Spiel aus der Egoperspektive.

Was das Spiel spannend macht: In Köln konnte ich "Resident Evil 7" gleich zweimal testen: in Form einer neuen Demo, und in Form der bekannten Demo, diesmal aber in VR. Bei der VR-Version dachte ich mir vor allem eins: Hoffentlich ist es nicht so schlimm, wie manche Kollegen sagen. Von ihnen hatte ich gehört, dass das Spiel nicht nur intensiv ist, sondern dass es manchem Tester durch die Gamepad-Fortbewegung auch auf den Magen schlug.

Mir wurde bei der aktuellen Version nicht schlecht, ich verstehe aber, warum es manchmal passieren könnte. Und länger als eine halbe Stunde am Stück würde ich nicht unter dem Headset spielen wollen. Seinen düsteren Reiz hat das Spiel trotzdem.

Vom Horror her war ich froh, dass ich die erste Demo kannte. Wenn Fliegen über einem Kadaver schwirren, sieht das in VR noch ekliger aus. Die neue Demo dagegen ließ erahnen, wie schlimm das Spiel in VR sein kann: Die Jumpscares, also das plötzliche Auftauchen von Personen vor dem Spieler, waren schon am Monitor furchtbar. Mir ist das fast zu krass.

Horrorspiel von Capcom, für Playstation 4, Xbox One, PC, erscheint voraussichtlich am 24. Januar 2017.

Foto: Capcom
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Angela Gruber: "Pokémon Sonne" und "Pokémon Mond"

"Pokémon"-Fans bekommen Nachschub: Mit "Pokémon Sonne" und "Pokémon Mond" erscheinen dieses Jahr zwei neue Spiele für den Nintendo 3DS. Auf der Gamescom wird einer der Entwickler aus Japan vor Ort sein, um über die Spiele zu sprechen.

Was die Spiele spannend macht: Die ersten Editionen von "Pokémon" erschienen in Deutschland schon 1999, und ich dachte lange nicht, dass mich das Thema "Pokémon" noch einmal beschäftigen wird. Da hatte ich offensichtlich nicht mit "Pokémon Go" gerechnet. Ich habe aber das Gefühl, dass sich der Hype um die Smartphone-App nach über einem Monat "Pokémon Go" so langsam wieder legt.

Ich bin deshalb ganz gespannt, was das Erscheinen der beiden neuen Nintendo-Spiele mit alten und Jetzt-wieder-"Pokémon"-Fans macht: War der Hype um "Pokémon Go" groß genug, um auch Handyspieler für das 3DS-Spiel zu begeistern?

Die Spieler des Handyspiels waren fast überall Teil des Stadtbilds und ich glaube, auch deshalb haben so viele Menschen über das Spiel geredet - auch die, die es gar nicht gespielt haben. Interessant wird deshalb für mich auch, zu sehen, ob es auch "Pokémon Sonne" und "Pokémon Mond" irgendwie schaffen, Gesprächsthema zu werden und die Leute zusammenzubringen.

Adventure von Nintendo, für Nintendo 3DS, erscheinen voraussichtlich am 23. November 2016 in Europa.

Foto: YouTube/ Nintendo
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Markus Böhm: "Pro Evolution Soccer 2017"

Wie jedes Jahr kommt es auf der Gamescom zum Zweikampf der Fußball-Spiele. "Fifa 16" wartet mit einem originellen Storymodus auf, zudem hat EA Sports den FC Bayern als Partner gewonnen, der daher als Mannschaft in "Pro Evolution Soccer 2017" (PES) fehlen wird.

Was das Spiel spannend macht: Obwohl ich Bayern-Fan bin, schreckt mich die fehlende Lizenz nicht ab. "PES" habe ich noch nie wegen irgendwelcher Originaldaten gespielt, sondern, weil mir die Partien selbst meistens mehr Spaß machen als bei "Fifa". Mit einem Kumpel spiele ich online sogar mit Zufallsteams, also oft mit Mannschaften und Spielern, die wir nicht kennen, ohne superschnelle Superstars.

"PES 2016" hat vor einem Jahr gut vorgelegt, nun verspricht Konami strengere Schiedsrichter und bessere Torhüter, dazu neue Taktikoptionen. Beim Probespielen auf der E3 in Los Angeles wirkte der neue Teil schon sehr rund, auf dem Rasen.

In Sachen Präsentation und Online-Optionen hinkt das Spiel wohl weiter "Fifa" hinterher, auch die PC-Version kommt wieder mit Old-Gen-Grafik. Aber am Ende stimmt, was mir Adam Bhatti vom "PES"-Team auf der E3 sagte: 'PES spielt man wegen dem Gameplay.' Und ich habe das Gefühl, die 2017er-Version wird in dieser Hinsicht bemerkenswert gut.

Fußballspiel von Konami, für Xbox One und 360, Playstation 4 und 3, PC, erscheint voraussichtlich am 14. September 2016.

Foto: Konami
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?