Gaslaternen als Straßenbeleuchtung - DER SPIEGEL
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Fotostrecke Die Geschichte der Gaslaterne

Ihr Licht ist mehr Hauch als Flackern und verbreitet einen Schimmer wie Honig. Die Gaslaterne wird 200 - und ist in immer mehr Städten vom Aussterben bedroht. Genau wie ein ganz besonderer Beruf.
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Es werde Licht: Vor 200 Jahren wurde in London offiziell die erste Gaslaterne der Welt in Betrieb genommen. Damals mussten sogenannte Anzünder mit einer Stange jede Lampe einzeln entflammen. Heute steigen Techniker höchstens noch zum Reinigen der Lampenschirme auf die Leiter. In London stehen etwa 1600 Gaslampenmasten. Deutlich weniger als...

Foto: Matthew Lloyd/ Getty Images
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...in Berlin. Dort funktionieren noch mehr als 40.000 Laternen mit Gas. Der Senat will jedoch bis zum Ende des Jahrzehnts einen Großteil der Gaslampen elektrifizieren.

Das Bild zeigt das Gaslaternen-Freilichtmuseum Berlin. Mit rund 90 Ausstellungsstücken - Originalen und Nachbauten - umfasst das Museum heute die umfangreichste Sammlung dieser Art in Europa.

Foto: Britta Pedersen/ picture alliance / dpa
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Oh, Honey! Ein Londoner Polizist steht auf einem undatierten Foto am Piccadilly in London unter einer Gaslaterne. Die britische Hauptstadt gilt als Geburtsstadt der Gaslaternen-Technik. Am 1. April 1814 wurden im Stadtteil um die St. Margaret's Church die alten Öllampen gegen viel hellere Gaslaternen ausgetauscht. Vor allem das angenehm warme, honiggelbe Licht faszinierte die Großstadtbewohner.

Foto: dpa
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Rausgeputzt: Arbeiter der Londoner Wandsworth Gasworks reinigen verschiedene Typen von Gaslampen, die auf dem Werksgelände ausgestellt wurden.

Foto: Arthur Tanner/ Getty Images
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Alles auf Automatik: Weil sich Gaslaternen bald per Knopfdruck an- und ausschalten ließen, war der Job der Laternenanzünder schon nach ein paar Jahren dem Untergang geweiht. Dieses Plakat aus der Zeit um 1900 bewirbt einen automatischen Gasfernzünder der "Deutschen Glasglühlicht-Actiengesellschaft" aus Berlin. Einige Städte...

Foto: Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz/Kunstbibliothek, SMB/Knud Petersen
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...hielten trotzdem noch sehr lange an dem Traditionsberuf fest. Das Bild zeigt einen Dresdner Laternenanzünder im Jahr 1984.

Foto: imago
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Licht über Schutt und Asche: Auch nach dem Zweiten Weltkrieg leuchteten in Deutschland vor allem gasbetriebene Laternen. Deren Licht war nicht nur kostengünstiger als die elektrische Variante zu produzieren, sondern entsprach auch dem Willen vieler Städte und Gemeinden, die sich an das schummerige orange-gelbe Licht gewöhnt hatten. Elektrische Straßenlaternen hielten flächendeckend erst mit dem Einsetzen des Wirtschaftswunders Einzug in Deutschland.

Foto: Deutsche Fotothek/Richard Peter
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Ausrangiert: Ab 1826 säumten die ersten Gaslaternen Berlins Prachtstraße "Unter den Linden". Diese Aufnahme zeigt den Boulevard um das Jahr 1890.

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Ausrangiert: Die meisten deutschen Städte rüsteten in den sechziger Jahren ihre Beleuchtung von Gas auf Strom um.

Foto: Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz/Friedrich Seidenstücker
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Knips! Im Winter 1953 verrichtete dieser Gaslaternenanzünder in Edinburgh noch seinen Dienst. Heute laufen die Laternen in der schottischen Hauptstadt allesamt mit Strom. Die letzte Gaslaterne Edinburghs wurde in den sechziger Jahren im Stadtteil Ramsay Gardens ausgeknipst.

Foto: George Douglas/ Getty Images
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?