Gauweiler: Ein Bayer in Berlin - DER SPIEGEL
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Gauweiler Ein Bayer in Berlin

Peter Gauweiler ist ein Unbequemer in der Unionsfraktion im Bundestag. Der Anwalt, Vater von vier Kindern, ist keiner, der sich der Fraktionsdisziplin fügt. Er war gegen den Irak-Krieg, als Angela Merkel eine Beteiligung offen ließ, er ist gegen die Einsätze der Bundeswehr in Afghanistan. Und der überzeugte Europäer warnt beständig vor einem EU-Moloch.
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Peter Gauweiler in Karlsruhe: Als Kläger ist der CSU-Bundestagsabgeordnete dort gut bekannt und teilweise erfolgreich - wie hier im Juni 2009 beim Urteil über den Lissabon-Vertrag.

Foto: KAI PFAFFENBACH/ REUTERS
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Bekannte: Der CSU-Politiker schätzt Oskar Lafontaine, einst SPD-Vorsitzender und heute maßgebliche Stimme bei der Linken. Beide schrieben einst abwechselnd Kolumnen in der "Bild" - und setzen sich kontrovers auch öffentlich auseinander, wie hier im August 2009 auf einer CSU-Veranstaltung aud dem Nockerberg in München.

Foto: ddp
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Gauweilers Unabhängigkeit hängt nicht nur mit seinem Beruf als Anwalt zusammen. Seinen Wahlkreis München-Süd hat er stets direkt gewonnen - so zuletzt im Herbst 2009, wo er den SPD-Herausforderer deutlich schlug.

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Gauweiler, der Anwalt: Hier verteidigt er den Bankier Karl Gerhard Schmidt, der 2006 wegen Betrugs in 232 Fällen angeklagt war. Der Angeklagte wurde später wegen Untreue zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt, der Vorwurf des Betrugs hingegen fallen gelassen.

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Als die konservative Welt noch halbwegs in Ordnung war: Gauweiler als Münchener CSU-Chef, hier im Gespräch im Mai 1998 mit dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl.

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Landesgruppen-Treffen in Wildbad Kreuth im Jahr 2007: In der CSU und der Unionsfraktion gehört Gauweiler in der Kriegsfrage zu einer Minderheit. Mit dem damaligen CDU-Abgeordneten Willy Wimmer stimmte er regelmäßig gegen den Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan.

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