Eröffnung der US-Botschaft Feier in Jerusalem, Tote im Gazastreifen
Dichter Rauch über dem Gazastreifen: Mehr als 50 Menschen sind am 14. Mai bei Ausschreitungen an der Grenze zu Israel getötet worden. Es ist damit der Tag mit den meisten Todesopfern seit dem Gazakrieg 2014.
Am Tag der Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem ist es zu heftigen Protesten durch Palästinenser gekommen.
Palästinenser versuchen, ein Feuer zu löschen, das durch die israelische Drohnen verursacht wurde. An der Gaza-Grenze wurden Zehntausende Demonstranten erwartet, trotz israelischer Warnungen im Vorfeld.
US-Flagge aus Blumen: Die USA verlegen ihre Botschaft in Israel offiziell von Tel Aviv nach Jerusalem. US-Präsident Donald Trump hatte Jerusalem im Dezember im Alleingang als Hauptstadt Israels anerkannt.
Sicherheitsleute schützen den Weg zu der neuen amerikanischen Botschaft. Israel feiert die Entscheidung der USA. Die Nation beansprucht ganz Jerusalem als seine Hauptstadt.
Die Palästinenser hingegen sehen im östlichen Teil Jerusalems die Hauptstadt des künftigen eigenen Staates. Im Jahr 1967 hatte Israel dieses Gebiet erobert.
Palästinenser tragen einen verletzten Demonstranten weg.
Hunderte Menschen seien verletzt worden, teilte der palästinensische Rettungsdienst Roter Halbmond mit.
An der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen setzten zahlreiche Palästinenser Reifen in Brand - dichter schwarzer Rauch stieg in den Himmel. Nach Berichten von Augenzeugen versuchten mehrere Männer, den Grenzzaun zu Israel zu durchschneiden.
In Jerusalem wurde unterdessen die US-Botschaft feierlich eröffnet. Der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu sagte, dies sei ein "großen Tag für Israel und ein großartiger Tag für die USA und ein großartiger Tag für den Frieden".
Netanjahu wurde von seiner Frau Sara begleitet.
Auch vor der Botschaft kam es zu kleineren Protesten. Hier führen israelische Sicherheitskräfte einen Mann während der Eröffnungszeremonie ab.
Donald Trump wurde in Jerusalem gefeiert. Der US-Präsident war selbst nicht vor Ort, es wurde aber eine Videobotschaft eingespielt: "Wir haben in der Vergangenheit das Offensichtliche nicht anerkannt", sagte Trump darin.
Der Schwiegersohn des Präsidenten, Jared Kushner, war als Teil der Delegation aus dem Weißen Haus in Jerusalem vor Ort. Auch er hielt eine Ansprache: "Diejenigen, die Gewalt provozieren, sind Teil des Problems, nicht Teil der Lösung", sagte Kushner. Er gehört zu Trumps Team, das sich um eine Friedenslösung für den Nahen Osten bemühen soll.
Der Botschafter und die Präsidententochter: David Friedman empfängt Ivanka Trump. Hinter Trump steht ihr Ehemann Kushner.
Während der Eröffnungszeremonie saßen Netanyahu, seine Frau sowie Kushner und Ivanka Trump nebeneinander.