Gaza-Konflikt Kinder im Krieg
Zwei Kinder sitzen vor ihrem Zuhause in Beit Hanun im Norden Gazas. Ihre Familie hat Glück: Das Haus wurde von Panzern beschossen, in den oberen Geschossen klaffen große Löcher in den Außenwänden, aber es steht noch.
Ein Junge schaut zum Dach, durch das eine Rakete einschlug und sich durch die Stockwerke fraß. Wahrscheinlich ein Blindgänger, der nicht explodierte, denn außer dem Loch hat das Haus kaum Schaden davongetragen.
Ein Spielzeugbagger steht auf den Trümmern eines Hauses in Beit Hanun im Norden Gazas. Knapp 460 Kinder sind in dem Krieg bisher getötet worden.
Der Psychologe Dschamil Abdel Atti lässt die Kinder ihre größten Probleme aufmalen. Die Zeichnungen ähneln sich: Flugzeuge, die Bomben abwerfen und die Menschen in ihren Häusern begraben.
Erstaunt blickt der Psychologe auf den Zettel eines Jungen. Statt zu malen, hat dieser versucht auf Englisch seine Gefühle auszudrücken, eine Sprache, die er in der Schule lernt. Ich liebe Palästina. Ich liebe mein Zuhause. Alles ist schlecht.
Viele Kinder haben in diesem Krieg Schreckliches erlebt. Eines hat Blutlachen gemalt und in Stücke gerissene Körper.
Dieses Bild geht dem Psychologen Dschamil Abdel Atti nicht mehr aus dem Kopf: Ein Junge hält traurig die Zeichnung in den Händen, die er gemalt hat. "Papa ist gestorben", steht in der Sprechblase.
Die 15-jährige Malak al-Chatib lebt seit einem Monat in einer Uno-Schule im Norden des Gaza-Streifens. Auch hier kann sie sich nicht sicher fühlen. Ihr Bruder kam bei einem israelischen Angriff auf die Schule ums Leben.
Ein Junge hat eine weiße Plastikperücke entdeckt und sich übergezogen. Viel Ablenkung gibt es nicht für die Kinder, die in die Uno-Schulen geflüchtet sind.
Die zwei Mädchen sind mit ihren Familien in einer Uno-Schule untergekommen. Sie stammen aus Beit Hanun im Norden Gazas, wo Israels Soldaten am Boden einmarschierten und besonders viele Häuser zerstört wurden. Viele haben eine dramatische Flucht hinter sich.
Die Kinder leben im Hof einer Uno-Schule. Ihre Familien haben während des Kriegs dort Zuflucht gesucht. Doch selbst dort sind sie nicht sicher. Bei einem Raketenangriff auf eine Uno-Schule starben 16 Menschen.