Geburt des Heimatfilms - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Heile Welt Heimatfilm Happy End und Tieraufnahmen

Liedgut, Wald und Wir-Gefühl: In den fünfziger Jahren eroberte der Heimatfilm Deutschland. Filme wie "Grün ist die Heide" lockten Millionen in die Kinos, obwohl Kritiker dem Genre Oberflächlichkeit vorwarfen. Doch für das Publikum war es eine Möglichkeit zur Flucht - vor der eigenen Vergangenheit.
1 / 19

Helga in der Heide: Der Film "Grün ist die Heide" war der Startschuss für den Heimatfilm-Boom in den fünfziger Jahren. Die Story: Der ehemalige Rittergutsbesitzer Lüder muss sich nach seiner Flucht vor dem Krieg aus dem Osten als Wilderer in der Lüneburger Heide durchschlagen. Seine Tochter Helga macht ihm das Leben noch schwerer, als sie sich in den Erzfeind ihres Vaters verliebt: den Förster. Doch erst als ein Polizist erschossen wird und der Verdacht auf Lüder fällt, kommt er in echte Schwierigkeiten.

Sonja Ziemann und Rudolf Prack in "Grün ist die Heide", 1951

Foto: ddp images
2 / 19

Liebe in der Hochsaison: Der neue Oberkellner im Hotel "Zum weißen Rössl" verguckt sich in die Wirtin - aber die nicht in ihn. Zunächst zumindest.

Johanna Matz und Walter Müller in der Operettenverfilmung "Im weißen Rößl" von Willi Forst, 1952

Foto: ddp images
3 / 19

Fliegende Fäuste: Die Sippschaften eines Gutsbesitzers und eines benachbarten Großbauern bekämpfen sich bis aufs Blut - bis am Ende fast alle Protagonisten sich in die ewigen Jagdgründe verabschiedet haben. Nur ein Neugeborenes gibt da noch Hoffnung.

Hansjörg Felmy und Jürgen Goslar in "Und ewig singen die Wälder" von Paul May, 1959

Foto: ddp images
4 / 19

Holde Fracht in Tracht: Sekretärin Bärbel verkleidet sich für einen Maskenball als "Schwarzwaldmädel". Der junge Maler Hans ist von ihrem Trachtenkostüm offenbar so angetan, dass er seine Freundin verlässt und sich auf die Suche nach seiner neuen Herzensdame begibt. Klar: Am Ende findet er sie - und die Liebe.

Sonja Ziemann als "Schwarzwaldmädel", 1950

Foto: ddp images
5 / 19

Der Hund an deiner Seite: Die intrigante Wirtstochter Johanna versucht, der Sennerin Liesl ihren Liebsten, den Gutsbesitzer Martin, auszuspannen. Für weitere Turbulenzen in den Alpen sorgt Liesls krimineller Bruder Franz. Zum Glück hat Liesl einen wachsamen Vierbeiner als Gefährten.

Anita Gutwell als "Die Sennerin von St. Kathrein", 1955

Foto: ddp images
6 / 19

Sie spielt falsch: Gestütsbesitzertochter Kati liebt den Holzfäller Martin, soll aber den Sägewerksbesitzer Bruckner heiraten - um den elterlichen Hof zu retten. Heimlich trifft sich Kati jedoch weiterhin mit Martin.

Ludwig Schmitz, Kurt Pratsch-Kaufmann, Maria Sebaldt und Kurt Reimann in "Wenn am Sonntagabend die Dorfmusik spielt", 1953

Foto: ddp images
7 / 19

Auf der Pirsch: Vagabund Hans, neben ihm sein Hund Krambambuli, wird sesshaft, weil er den väterlichen Betrieb, eine marode Sägemühle, auf Vordermann bringen will. Hans verliebt sich in die schöne Helga - nur ist die eigentlich mit dem Förster Thomas liiert.

Marianne Hold und Adrian Hoven in "Heimatland", 1955

Foto: ddp images
8 / 19

Mädels zum Ponysstehlen: Zwischen stillen Seen und blühenden Wiesen liegt der Immenhof - hier lebt Großmutter Jantzen, die Gestütsbesitzerin, mit ihren Enkelinnen Angela, Dick und Dalli. Wären nicht die finanziellen Probleme der Oma und käme nicht ein blasierter Cousin zu Besuch, könnten die Mädels sorglos weitergaloppieren und die idyllische Landschaft genießen.

Angelika Meissner, Matthias Fuchs und Heidi Brühl in "Die Mädels vom Immenhof", 1955

Foto: ddp images
9 / 19

Wilder Walzer - wer mit wem? Im kaiserlichen Urlaub in Bad Ischl kommt es zu allerlei Verwicklungen und Verwechslungen in den Liebesgeschichten zwischen einem Erzherzog, einer Lehrerin, einem Leutnant, einer Konditorstochter und einer Tänzerin.

Angelika Hauff als die Balletttänzerin Anni in "Kaiserwalzer", 1953

Foto: ddp images
10 / 19

Weiblich, ledig, jung sucht...: ...keinen Esel, sondern einen attraktiven Burschen. Und der kommt für die unverheiratete Landärztin Petra in Gestalt des Dorf-Veterinärs daher.

Marianne Koch als "Die Landärztin", 1958

Foto: ddp images
11 / 19

Duell der Platzhirsche: Förster Hubert lernt bei einem Jägerball die Wiener Bildhauerin Liesl kennen und lieben. Das Liebesglück scheint zunächst perfekt. Doch dann erscheint Liesls Verehrer aus der Heimat und wildert in Huberts Revier: Ohne Jagdschein erschießt der Rivale einfach den prächtigsten Hirschen im Silberwald. Zu allem Überfluss bleibt Hubert der Zoff mit Liesl auch nicht erspart.

Rudolf Lenz, Mitte, als "Der Förster vom Silberwald" (1954)

Foto: ddp images
12 / 19

Die hat ja einen Vogel: Weil ihr Vater sie zur Ehe zwingen will, flieht die temperamentvolle Wally ins Gebirge. Dort pflegt die abtrünnige Bauerstochter einen Geier gesund und schmachtet einen Mann an - na, wen wohl? Den Förster natürlich.

Barbara Rütting als "Die Geierwally", 1956

Foto: ddp images
13 / 19

Helga hilf! Helga ist eigentlich Architektin, aber in ihrer Freizeit betätigt sie sich als holde Helferin in der Not. Als nämlich das Lokal ihrer Pflegemutter kurz vor dem Bankrott steht, heckt Helga mit dem smarten Schlossverwalter einen Rettungsplan aus.

Marianne Hold in "Die Lindenwirtin vom Donaustrand", 1957

Foto: ddp images
14 / 19

Kitschalarm und Kuckucksei: Michael liebt Rosemarie. Aber sie ist die Tochter des Gutsbesitzers und er nur der Sohn des armen Dorfschullehrers. Deswegen heiratet "Rosi" den reichen Nachbarn - doch irgendwie sieht ihr Kind ihrem Geliebten Michael verdächtig ähnlich.

Willy Birgel und Julia Fjorsen in "Wenn die Abendglocken läuten", 1951

Foto: ddp images
15 / 19

Brüder im Geiste: Waisenjunge Robby bekommt von seinem Großvater ein Fohlen geschenkt. Er nennt es "Kleiner Bruder". Nach dem Tod des Opas soll das Pferd verkauft werden, und der kleine Robby muss hart arbeiten und ein wenig gaunern, um seinen "Bruder" behalten zu können.

Oliver Grimm in "Kleiner Mann - ganz groß", 1956

Foto: ddp images
16 / 19

Rosenkrieg: Ebba, die Tochter eines Rosenbauern, liebt den Ingenieur Andreas - aber gemäß der bäuerlichen Hofdynastie soll sie den Spross des Nachbarnlandwirts heiraten. Ebbas Vater intrigiert, bis sie schließlich - widerwillig - mit dem Auserwählten ihres Papas vor den Traualtar tritt. Doch als Andreas nach Jahren in die Heimat zurückkehrt, erwachen wieder die alten Gefühle.

Rudolf Prack und Winnie Markus in "Tausend rote Rosen blüh'n", 1952

Foto: ddp images
17 / 19

Freizeit-Cowboys: Der gestresste US-Milliardär George beschließt nach einer Herzattacke, "Ferien vom Ich" zu machen. Er kauft einen alten Gutshof und eröffnet ein Urlaubsdomizil, in dem sich jeder unter falschem Namen bei Landarbeit erholen kann. Das Geschäft läuft gut - nur die Liebe zu Eva, der Vorbesitzerin des Hofs, ist nicht ganz so einfach.

Gunnar Möller und Rudolf Prack in "Ferien vom Ich", 1952

Foto: ddp images
18 / 19

Sehenswürdigkeit in Hot Pants: Der Bürgermeister aus der Wachau gaukelt den Besuchern seines Dorfes vor, dass diese vier Mädels Vierlinge sind. In Wahrheit sind es Zwillingspaare. Doch der Schwindel funktioniert - die Touristen kommen in Scharen, um die unterhaltsamen Mädchen zu besichtigen. Dumm nur, dass die Vier wegziehen und heiraten wollen, als sie erwachsen sind.

Jutta Günther, Alice Kessler, Ellen Kessler und Isa Günther in "Vier Mädels aus der Wachau", 1957

Foto: ddp images
19 / 19

Begehrter Backfisch: Hans, Sohn eines reichen Fischers, hat sich in die blonde Maria, das arme Fischermädchen vom Hafen, verguckt. Doch eigentlich soll er die Tochter eines wohlhabenden Holzhändlers heiraten.

Marianne Hold als "Die Fischerin vom Bodensee", 1956

Foto: ddp images
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?