Gedenken an Loriot Komiker und Preuße
Loriot alias Bernhard Victor Christoph Carl von Bülow: "heimlicher Bundespräsident"
Loriot als Professor Bernhard Grzimek: ein großer Verwandlungskünstler
Ab 1950 arbeitete Bülow als Cartoonist. In dieser Zeit schuf er seinen Künstlernamen Loriot, abgeleitet vom französischen Namen des Familienwappens der Bülows, dem Pirol.
Im Jahr 1976 zeigte Radio Bremen die erste Folge der Serie "Loriot", mit der Bülow den Deutschen die feine hintergründige Selbstironie nahebrachte.
Loriot als Opa Hoppenstedt: So alt wie in dieser Rolle sah er selbst mit Ende 80 nicht aus.
Loriot als tapsiger Sekretärinnen-Verführer in "Liebe im Büro" mit Hamann
Auch in seinem ersten Kinofilm "Ödipussi" von 1987 traten sie gemeinsam auf.
1991 drehte er seinen zweiten Kinofilm "Pappa ante Portas". In der weiblichen Hauptrolle: natürlich Evelyn Hamann
In "Pappa ante Portas" durchlebt das Ehepaar Lohse die typischen Schwierigkeiten und Schrullen im Alltagsleben eines Vorruheständlers.
"Eine treue Partnerin" sei ihm Evelyn Hamann in seiner langen Karriere gewesen. "Es fällt mir schwer, Worte zu finden für meine Trauer", sagte der damals 83-jährige Bülow in der Talksendung "Beckmann", nachdem Hamann im Jahr 2007 verstorben war.
Über Loriots Sketche wird seit Jahrzehnten in Deutschland gelacht. Sie werden noch immer regelmäßig im Fernsehen wiederholt und sind inzwischen komplett auf DVD erhältlich.
2009 ist Vicco von Bülow mit dem Deutschen Filmpreis für seine "hervorragenden Verdienste um den deutschen Film" ausgezeichnet worden.
Obwohl die Kommunikationsstörungen zwischen Mann und Frau im Mittelpunkt des loriotschen Humors stehen, war Bülow seit 1951 glücklich mit seiner Frau Romi verheiratet. Er lebte gemeinsam mit ihr am Starnberger See.