Gefährdete Relikte: Das "Apollo"-Programm im Museum - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Gefährdete Relikte Das "Apollo"-Programm im Museum

Schlechte Nachrichten zum Mondlandungsjubiläum: Die Anzüge der "Apollo"-Astronauten lösen sich auf. Die High-Tech-Klamotten für das All kommen mit den Bedingungen auf der Erde nicht klar - und verwandeln sich langsam von einer sicheren Schutzhülle in unappetitlichen Matsch.
1 / 12

Besuchermagnet: Das Kommandomodul von "Apollo 11" gehört zu den wichtigsten Ausstellungsstücken des National Air and Space Museum in Washington. Während das Gerät die Zeit scheinbar problemlos übersteht, bereiten andere Überbleibsel der Mondlandung den Museumskuratoren Kopfzerbrechen. 

Foto: AFP
2 / 12

40 Jahre alt: Im Museum wird auch eine Landefähre gezeigt, wie sie beim "Apollo"-Programm zum Einsatz kam. Doch Sorgen macht nicht sie, sondern die Anzüge der Mondfahrer.

Foto: AP
3 / 12

"Apollo"-Anzug (von Alan Shepard im Kennedy Space Center): Die Anzüge bestehen aus 21 Lagen unterschiedlicher Materialien.

Foto: AFP
4 / 12

"Apollo 11"-Crew: Neil Armstrong (links) und Edwin Aldrin (rechts) flogen mit der Landefähre "Eagle" zum Mond, Michael Collins (Mitte) musste vom Kommandomodul "Columbia" aus zusehen. Damit die Astronauten sich bewegen können, waren Taille, Knie und Ellenbogen ihrer Anzüge mit aufgeschäumtem Gummi gepolstert. Gegen die Hitze schützte eine Folie aus Polyethylenterephthalat (PET) im Wechsel mit feuerfesten Materialien. Die Außenhaut des Anzugs bestand aus weißem Teflon.

Foto: NASA
5 / 12

Astronaut Aldrin auf dem Mond: "Die Anzüge sind unglaublich dreckig," sagt Museumskuratorin Lewis. "Der Staub hat sich ganz tief in das Gewebe gerieben - es ist sehr, sehr hartnäckiger Staub."

Foto: AFP
6 / 12

"Apollo"-Anzug (von Alan Shepard im Kennedy Space Center): Der meistverwendete Kunststoff in den Raumanzügen ist Polyvinylchlorid (PVC). Es ist von natur aus hart und spröde. Erst der Zusatz von Weichmachern macht es zu einem brauchbaren Werkstoff. Die Weichmacher aber verwandeln das Material der Anzüge mit der Zeit zu einer ekligen Pampe.

Foto: AFP
7 / 12

Kind im National Air and Space Museum: Das besondere Problem der "Apollo 11" Anzüge ist, dass sie die wohl begehrtesten Stücke der Ausstellung sind. Keine anderen Raumanzüge haben so viel Zeit im Licht und der Luft der Ausstellungsräume verbracht wie die drei von Armstrong, Aldrin und Collins.

Foto: AFP
8 / 12

Edwin "Buzz" Aldrin (1969): Viel lässt sich gegen den Zerfall der "Apollo 11"-Anzüge nicht ausrichten.

Foto: NASA
9 / 12

Aldrin auf dem Weg: Als Armstrong und sein Kollege auf dem Mond spazieren liefen, lag sich das amerikanische Volk in den Armen. Weltweit klebte eine halbe Milliarde Menschen an den Fernsehgeräten. Nun sind einige der Relikte der Mission gefährdet.

Foto: NASA
10 / 12

Wissenschaft in fremden Welten: Astronaut Aldrin nahm die Instrumente des "Early Apollo Scientific Experiments Package" in Betrieb.

Foto: NASA
11 / 12

Jim Irwin bei der "Apollo 15"-Mission: Ein Patentrezept für die Konservierung von Raumanzügen gibt es nicht.

12 / 12

Start von "Apollo 11": Hunderttausende Menschen sahen zu, als am 16. Juli 1969 die "Saturn V"-Rakete mit der Besatzung an Bord in den Himmel donnerte.

Foto: NASA
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?